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Interview / Archiv | Beitrag vom 01.06.2018

Fahrrad-Aktion von Rügen bis zum BodenseeBUND: Mehr Schutz für die Alleen!

Katharina Dujesiefken im Gespräch mit Liane von Billerbeck

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Blick in eine Kastanienallee im Verlauf Deutsche Alleenstraße in Mecklenburg Vorpommern | Verwendung weltweit (dpa)
Kastanienallee im Mecklenburg Vorpommern (dpa)

Mit einer 1900 Kilometer langen Fahrt von der Insel Rügen bis zum Bodensee wollen Naturschützer und Radsportler auf den Schutz der deutschen Alleen aufmerksam machen. Die vielen Baumlücken sollten neu bepflanzt werden, fordert BUND-Referentin Katharina Dujesiefken.

Vor 25 Jahren wurde das erste Teilstück der "Deutschen Alleenstraße" von Sellin auf Rügen bis nach Rheinsberg in Brandenburg eröffnet. Heute ist die "Deutsche Alleenstraße" mehr als  1900 Kilometer lang, aber über weite Strecken hat sie heute große Lücken, in denen kein Baum mehr steht. Auf dieser längsten Kulturstraße Deutschlands sollten die Baumlücken geschlossen werden, fordert Katharina Dujesiefken, Referentin für Baum- und Alleenschutz beim Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

Europäisches Kulturgut

"Diese Allee steht ja exemplarisch für viele dieser grünen Tunnel, wir haben ja ein richtiges Alleennetz", sagte Dujesiefken im Deutschlandfunk Kultur. "Wir wollen einfach diesen Schatz schützen und behalten." Es handele sich bei den Alleen um ein europäisches Kulturgut, das bewahrt werden sollte.

Allee in der Uckermark (imago/Maria Gänßler)Allee mit blühenden Apfelbäumen bei Lychen in der Uckermark (imago/Maria Gänßler)

Dafür startet der BUND heute eine Radaktion, bei der Fahrradteams die 1900 Kilometer von Rügen bis zum Bodensee über die Deutsche Alleenstraße radeln. Dujesiefken sagte, die Baumlücken würden immer größer. "Das ist dem stetig steigenden Verkehr geschuldet", sagte sie. Aber auch der Straßenausbau spiele eine Rolle. In Mecklenburg Vorpommern seien beispielsweise nur 150 Kilometer von 295 Kilometern mit Bäumen bepflanzt.  

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