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Donnerstag, 18.07.2019
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 14. Juli 2019

Nagib-Machfus-Museum in Ägypten eröffnet

Das Museum zu Ehren des verstorbenen Literaturnobellpreisträgers liegt in Kairos historischem Stadtkern, der zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Dort spielen auch die meisten von Machfus' Romanen. Machfus war der erste und bisher einzige arabischsprachige Autor, der den begehrten Literaturpreis erhalten hat. Er gilt als Vater der modernen arabischsprachigen Literatur. Seine aus drei Romanen bestehende "Kairoer Trilogie" machte ihn weltberühmt. Den Nobelpreis erhielt er 1988. In dem Muesum sind Manuskripte, persönliche Gegenstände und Preise des Autors zu sehen. Machfus war 2006 im Alter von 94 Jahren gestorben.

Rolltreppen zur Christus-Statue in Rio kaputt

Seit drei Monaten können Besucher die weltberühmte Statue im brasilianischen Rio de Janiero nur zu Fuß über 220 Stufen erreichen. Durch ein schweres Gewitter im April wurden die Rolltreppen, die auf den 710 Meter hohen Corcovado-Berg führen, beschädigt. Die staatliche Behörde, die den umliegenden Tijuca-Nationalpark verwaltet, und die Betreiberfirma der Bergbahn, streiten nun darüber, wer die rund 250.000 Euro teure Reparatur der Rolltreppen bezahlen soll. Der Bergbahn-Betreiber will nun in den nächsten Tagen die Reparatur veranlassen, gleichzeitig jedoch vor Gericht die Reparaturkosten einklagen. Die 1931 eingeweihte Christus-Statue ist seit 2012 Weltkulturerbe. Rund drei Millionen Touristen besuchen das Monument jedes Jahr.

Tour de France soll auf UNESCO-Liste

Mehrere französische Abgeordnete wollen das wichtigste Radrennen der Welt zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklären. Die Tour de France sei ein globaler Mythos, sagte Parlamentsmitglied Philippe Folliot in einem Gastbeitrag für das Magazin "Le Journal du Dimanche". Die Tour verbinde die Liebhaber des Sports, der Geografie, Architektur und Geschichte. Wie die Zeitschrift berichtete, schlossen sich bereits mehr als 50 Parlamentarier aus dem gesamten Parteienspektrum der Forderung an.

Regisseur Coppola findet keine Darsteller

Oscar-Preisträger Francis Ford Coppola hat Probleme, Darsteller für seinen neuen Film zu finden. Das Projekt "Megalopolis" sei ein Film, "den es so noch nie gegeben hat und den eigentlich niemand finanzieren will, weil sich niemand etwas darunter vorstellen kann", sagte der 80-jährige Regisseur dem "Spiegel". "Megalopolis" ist ein utopisches Epos über das New York der Zukunft. Die Arbeiten daran erinnerten ihn an den inzwischen zum Klassiker gewordenen Film "Apocalypse Now", der ähnlich schwierig zu finanzieren gewesen sei, sagte Coppola. Zum 40. Jubiläum des Films über den Vietnam-Krieg erstellte Coppola eine neue Schnittfassung, die am 15. Juli einmalig in den deutschen Kinos zu sehen sein wird.

Hamburger Auswandererlisten digitalisiert

Das Staatsarchiv Hamburg hat die digitale Erschließung der dort vorhandenen Auswandererlisten abgeschlossen. Über Hamburg verließen seit Mitte des 19. Jahrhunderts rund zehn Prozent aller europäischen Überseeauswanderer den Kontinent. "Die Auswandererlisten liefern einen wichtigen Beitrag zur internationalen Familien- und Migrationsforschung und geben vielen Nachfahren auf der ganzen Welt wertvolle Hinweise über die Herkunft ihrer Vorfahren", sagte der Senator für Kultur und Medien, Carsten Brosda, zum Abschluss des Projekts. Bei "ancestry.de", dem nach eigenen Angaben weltweit größten Anbieter von Dienstleistungen für Familienforscher, sei die Hamburger Auswandererdatenbank eine der beliebtesten Quellen, heißt es. Das gesamte Angebot von "ancestry.de" und damit auch die digitalisierten Auswandererlisten stehen den Nutzern im Internet, sowie im Lesesaal des Staatsarchivs und im Auswanderermuseum Ballinstadt kostenlos zur Verfügung.

Begehrte Null-Euro-Scheine zum Geburtstag Karel Gotts

Hunderte Menschen haben in Prag Schlange gestanden, um einen Null-Euro-Schein mit dem Konterfei Karel Gotts zu erwerben. Null-Euro-Scheine sind Souvenirs, die echten Euro-Banknoten ähnlich sehen. Die Karel-Gott-Variante kostete 50 Kronen, umgerechnet rund zwei Euro, und war auf 5000 Exemplare limitiert. Anlass der Verkaufsaktion war der 80. Geburtstag des Schlagersängers, der auch den Titelsong zu "Biene Maja" gesungen hat. Der Sänger steht seit mehr als 60 Jahren auf der Bühne und hat im Laufe seiner Karriere nach Schätzungen mehr als 30 Millionen Tonträger verkauft. Datenjournalisten des tschechischen Rundfunks analysierten nun eine Auswahl von 379 tschechischsprachigen Karel-Gott-Liedtexten.Das durchgängige Thema sei eindeutig die Liebe. Zu den zwischen 1960 und 2019 am häufigsten verwendeten Wörtern zählten "ja" (Ich), "ty" (Du) und "laska" (Liebe).

Ägypten öffnet Pyramiden für die Öffentlichkeit

Ägypten hat zwei antike Pyramiden südlich von Kairo wieder für das Publikum geöffnet. Die Knickpyramide von König Sneferu, erster Pharao der vierten Dynastie, und eine weitere nahegelegene Pyramide würden das erste Mal seit 1965 für Besucher geöffnet, sagte Altertümerminister Chaled al-Anani. Ärchäologen hätten Sarkophage und die Überreste einer antiken Mauer aus dem Mittleren Reich vor rund 4.000 Jahren gefunden. Dazu zählten mehrere Stein-, Ton und Holzsärge. Einige enthielten Mumien in gutem Zustand. Ägypten versucht seit einigen Jahren, archäologische Entdeckungen im ganzen Land zu vermarkten. Damit soll der Tourismus wieder angekurbelt werden, der durch politische Instabilität und nach mehreren Anschlägen stark gelitten hat.

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70 Jahre FSK Was Kinder sehen dürfen
Ein Filmausschnitt aus "Gier nach Liebe" (1955), mit dem "zu" tiefen Dekolletee von Brigit Bardot und der dazugehörigen Zurückweisung der FSK (Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft). Aufgenommen am 10.09.2011 im Deutschen Filmhaus in Wiesbaden. Das Deutsche Filmhaus in Wiesbaden zeigte vom 20. September bis zum 31. Oktober 2011 unter dem Motto "Die erotischen 50er" Filmplakate, Ausschnitte und Werbematerial von "Skandalfilmen" aus den 50er Jahren. Viele der Filme lösten zum Teil politische Debatten über Erotik und Moral aus.  (dpa / Fredrik von Erichsen)

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, die Altersempfehlungen für Filme vergibt, feiert Geburtstag. Als erstes prüfte die FSK vor genau 70 Jahren den Film "Intimitäten". Wie der Prüfalltag heute aussieht, berichtet die Gutachterin Annette Lohse.Mehr

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