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Interview / Archiv | Beitrag vom 22.01.2010

Ex-CDU-Generalsekretär: "attac" hat intellektuellen Sieg errungen

"attac"-Mitglied Heiner Geißler fordert weiteren Druck für Reform der Finanzmärkte

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Heiner Geißler, CDU (AP)
Heiner Geißler, CDU (AP)

Der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler hat die Verdienste des internationalen Netzwerkes "attac" zu seinem zehnjährigen Bestehen gewürdigt.

"attac" habe mit seiner ursprünglichen Forderung nach einer internationalen Finanztransaktionssteuer einen intellektuellen Sieg errungen, betonte der CDU-Politiker. Mittlerweile habe sich der Gedanke durchgesetzt und stehe als Ziel auf der Agenda der großen Industrienationen.

Geißler erinnerte daran, dass man vor zwei Jahren für die Idee noch ausgelacht worden sei: "Ich habe das selber auch erlebt. Jetzt wird der Gedanke vertreten von der Bundesregierung und von den europäischen Regierungen."

Attac demonstriert in Berlin (AP)Attac demonstriert in Berlin (AP)"attac" sei aber trotz des Erfolgs nicht überflüssig geworden, sagte Geißler. Nun gehe es darum, dass die Idee auch durchgesetzt werde: "Man muss klar sehen, dass man mit dieser Reform der Finanzstruktur ... die mächtigsten Widerstände weckt, die es auf der Welt überhaupt gibt, nämlich die Widerstände der Finanzindustrie." Deshalb müsse "attac" zusammen mit anderen Organisationen und den politischen Parteien weiter Druck machen.

Das vollständige Gespräch mit Heiner Geißler können Sie bis zum 22.6.2010 als MP3-Audio in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

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