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Freitag, 22.11.2019
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Europäischer Kulturpreis für Rauch und Pape

Der Maler Neo Rauch und der Opernsänger René Pape gehören in diesem Jahr zu den Gewinnern des Europäischen Kulturpreises "Taurus". Bei einer Gala in der Wiener Staatsoper werde die undotierte Auszeichnung am kommenden Sonntag überreicht, teilte das Europäische Kulturforum mit. Geehrt werden außerdem die schwedische Sopranistin Nina Stemme, ihr Kollege Thomas Hampson aus den USA, der italienische Filmstar Sophia Loren, Designerin Vivienne Westwood, die australische Dirigentin Simone Young, der Komponist und Mäzen Gordon Getty und die Umweltinitiative R20 Austrian World Summit, die von Arnold Schwarzenegger mitbegründet wurde. Die junge Komponistin Alma Deutscher aus Großbritannien erhält den Nachwuchspreis. Die Staatsoper in Wien gehört gleichfalls zu den Geehrten und gestaltet das musikalische Programm der Gala. Preisstifter ist das Europäische Kulturforum.

Neue Anlaufstelle für Restitution beschlossen

Zur Vereinfachung der Rückgabe von Objekten aus kolonialen Kontexten wird eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Das haben die Kulturminister von Bund und Ländern in Berlin beschlossen und setzen damit eine Forderung aus der Wissenschaft um. Menschen und Institutionen aus Herkunftsstaaten und betroffenen Gesellschaften können sich dort über Bestände von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland informieren. "Die Anlaufstelle soll dabei helfen, dass wir mehr Klarheit und Transparenz bekommen für diejenigen, die auf der Suche nach Auskünften über Objekte in Deutschland sind", sagte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) nach der Sitzung. Die Kontaktstelle wird je zur Hälfte von den Ländern und dem Bund finanziert und wird im ersten Quartal 2020 ihre Arbeit aufnehmen. Sie ist organisatorisch bei der Kulturstiftung der Länder angesiedelt sein.

Neuer Sender für Brexit-genervte Briten

Der britische Nachrichtenkanal Sky News hat für Brexit-müde Briten einen neuen Sender ins Leben gerufen. Eine Studie habe gezeigt, dass ein Drittel der Befragten die Nachrichten gänzlich meide. Mehr als 70 Prozent gaben demnach den Brexit als Grund an. Sky News Brexit-Free geht heute erstmals auf Sendung und wird alle Themen rund um den EU-Austritt Großbritanniens aussparen. Der neue Sender sei ein "gewagter Ansatz", so John Ryley, der Chef von Sky News. Doch er sei überzeugt, dass die Zuschauer ihn nützlich finden werden. Der Hauptsender Sky News wird auch weiterhin über den EU-Austritt Großbritanniens berichten.

Spiegel-Verlag stellt "bento" neu auf

Der Spiegel-Verlag stellt seinen Ableger für die junge Generation "bento" neu auf. Eine überarbeitete Version der Internetseite bento.de ist ab sofort online. Wie das Verlagshaus mitteilte, werde sie sich weiterhin auf die junge Perspektive fokussieren, setze aber auf längere, tiefer recherchierte Stücke mit Magazincharakter. Darüber hinaus wird es "bento" im nächsten Jahr auch gedruckt geben. "bento Start" werde künftig den "Uni-Spiegel" ersetzen und solle der "Spiegel"-Printausgabe vier Mal im Jahr beigelegt sowie an Universitäten verteilt werden, hieß es. "bento" war Ende 2015 als "Nachrichtenseite für junge Leute zwischen 18 und 30 Jahren" gestartet.

Filmtrophäe für Andreas Dresen in den USA

Der Regisseur Andreas Dresen ist in San Francisco mit einem Ehrenpreis für seine Filmkarriere ausgezeichnet worden. Er wurde ihm im Rahmen von "Berlin & Beyond", dem größten deutschsprachigen Filmfestival in den USA, überreicht, wo auch sein Film "Gundermann" gezeigt wurde. Zuvor hatte der Film das "German Currents Film Festival" in Los Angeles eröffnet. Im Mai gewann Dresen für sein Porträt über den DDR-Liedermacher Gerhard Gundermann sechs Lolas beim Deutschen Filmpreis.

Kerkeling zählt zu den "Männern des Jahres"

Der Entertainer Hape Kerkeling gehört für die Zeitschrift "GQ Gentlemen's Quarterly" zu den "Männern des Jahres 2019". Er werde für seine außergewöhnliche Karriere als Komiker, Moderator, Schauspieler und Autor geehrt, teilte das Stilmagazin in München mit. "Hape Kerkeling ist ein Ausnahme-Talent und aus dem deutschen Showbusiness nicht wegzudenken", hieß es. Der Preis in der Kategorie "Entertainment" soll Hape Kerkeling bei der Gala am 7. November in der Komischen Oper in Berlin überreicht werden. "GQ" zeichnet dann zum 21. Mal "herausragende Persönlichkeiten" aus dem Show- und Musikgeschäft sowie aus Gesellschaft, Sport, Politik und Mode mit den "GQ Men of the Year"-Awards aus.

Grafikerin Zamolo gewinnt Nachwuchs-Preis

Die Illustratorin Lucia Zamolo ist auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Nachwuchs-Illustratoren-Preis "Serafina" ausgezeichnet worden. Das hat die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur mitgeteilt. "Rot ist doch schön" ist ihr erstes Bilderbuch und handelt von der Menstruation. Damit greife die 27-jährige ein Tabu-Thema auf, sagte der Jury-Vorsitzende Stefan Hauck. Die mit 2.500 Euro und der Porzellangiraffe "Serafina" dotierte Auszeichnung wird von der Volkacher Akademie in Kooperation mit der Buchmesse und dem Börsenblatt des Buchhandels vergeben. Gestiftet wird der Preis von der Augsburger Mediengruppe Pressedruck und der Porzellanmanufaktur Nymphenburg. Die Grafikerin Zamolo studierte an der Münster School of Design mit den Schwerpunkten Illustration und Kommunikation.

Berlin und Hamburg wollen neue Sommerferien-Regeln

Berlin und Hamburg machen sich für neue Regeln bei den Sommerferien stark. Auf der Kultusministerkonferenz am Donnerstag und Freitag in Berlin wollen beide Länder beantragen, die Sommerferien zeitlich weniger zu strecken. Generell sollten sie frühestens am 1. Juli beginnen, die unterschiedlichen Termine der Länder enger zusammenrücken und die jährlichen Verschiebungen in einem Land möglichst gering ausfallen. Berlins Bildungssenatorin Scheeres sagte der Deutschen Presse-Agentur, Sprünge von einem späten auf einen frühen Ferientermin verkürzten Schuljahre. Das habe negative Auswirkungen auf die Lernzeit der Schüler sowie den Prüfungszeitraum bei Abschlussprüfungen. Andere Bundesländer reagierten auf dpa-Anfrage zurückhaltend bis ablehnend auf den Vorstoß.

"Reporter ohne Grenzen" erhält Preis für Pressefreiheit

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger VDZ zeichnet die Organisation "Reporter ohne Grenzen" wegen ihres Einsatzes für eine freie Presse aus. Die "Goldene Victoria für Pressefreiheit" wird am 4. November in Berlin übergeben. Der Verein "Reporter ohne Grenzen" dokumentiert weltweit Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit. Die deutsche Sektion ist seit 1994 von Berlin aus aktiv. Der VDZ-Preis wird seit 2015 an Personen verliehen, die sich für freie Presse einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgern zählt unter anderen der Journalist Can Dündar aus der Türkei.

"Tatort" - Schauspieler Dieter Jaßlauk gestorben

Der Schauspieler Dieter Jaßlauk ist tot. Er sei im Alter von 85 Jahren gestorben, teilte das Schauspiel Leipzig mit. Der gebürtige Dresdner habe mehr als 40 Jahre lang auf der Bühne des Leipziger Theaters gestanden. Von 1978 bis 2007 gehörte er zum festen Ensemble, spielte danach weiterhin als Gast. Im Jahr 2008 habe Jaßlauk fünfzigjähriges Bühnenjubiläum gefeiert. Seine Theaterlaufbahn startete der in Dresden geborene Schauspieler in Meinigen. Sein Engagement in Leipzig begann als Teil einer Inszenierung von Shakespeares König Lear. Jaßlauk hatte auch einige TV-Auftritte. In der Krimireihe "Tatort" war er jahrelang als Nebendarsteller zu sehen. Er spielte beim Leipziger Ermittlerteam die Figur des Herrn Schmitz, Pensionswirt von Hauptkommissar Andreas Keppler, gespielt von Martin Wuttke.

Buchbranche mit Umsatzplus

Die deutsche Buchbranche gibt sich mit Blick auf die Marktlage optimistisch. "Die Stimmung ist gut", sagte der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Heinrich Riethmüller, zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse. "Verlage und Buchhandlungen gelingt es, sich in der wachsenden Medienkonkurrenz zu behaupten." Für die ersten neun Monaten 2019 verzeichnete der Buchmarkt ein Umsatzplus von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 2018 musste die Branche noch ein Minus von 1,1 Prozent für die ersten drei Quartale hinnehmen. Besonders erfolgreich war in diesem Jahr bislang das Sachbuch. In den heutigen Zeiten sei sich die Branche ihres wichtigen gesellschaftlichen Auftrags bewusst. "Sie möchte Debatten zu den drängenden Fragen unserer Zeit anstoßen und mitgestalten: zu Globalisierung und Digitalisierung, Klima- und Umweltschutz, Migration und zur Entwicklung unserer Demokratien."

Deutsche dürfen über Namen für Planeten abstimmen

Die Deutschen dürfen einem fernen Exoplaneten und seinem Stern einen Namen geben: Ab sofort können alle Menschen, die in Deutschland wohnen oder eine deutsche Schule im Ausland besuchen, im Internet über fünf vorab ausgewählte Namensvorschläge abstimmen. Wie die Initiatoren weiter mitteilten, läuft die Aktion auf exoplanet-benennen.de noch bis zum 14. November. Zuvor hatten u.a. Kindergartengruppen und amateurastronomische Vereinigungen Namensvorschläge eingereicht. Eine Forscherjury wählte dann die fünf verbleibenden Vorschläge aus. Benannt werden ein Planet mit rund dreifacher Jupiter-Masse und sein roter Riesenstern unweit des Polarsterns. Der Stern ist mit dem Fernglas und für sehr geübte Beobachter unter besten Bedingungen auch mit bloßem Auge sichtbar. Zwei der ausgewählten Namenspaare lauten: Planet Neri umkreist Stern Mago und Planet Rosenrot umkreist Stern Schneeweißchen.

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