Seit 02:05 Uhr Tonart
Sonntag, 13.06.2021
 
Seit 02:05 Uhr Tonart

Fazit / Archiv | Beitrag vom 31.12.2016

Europäische Kulturhauptstadt 2017 Aarhus Wo "Hygge" für Zufriedenheit steht

Von Carsten Schmiester

Besucher gehen durch eine Installation auf dem Dach des ARoS Aarhus Kunstmuseum in Arhus (Dänemark). Die zweitgrößte Stadt Dänemarks ist Europäische Kulturhauptstadt 2017. (picture alliance / dpa / Carsten Rehder)
Eine Installation auf dem Dach des ARoS Aarhus Kunstmuseum in Arhus (Dänemark) (picture alliance / dpa / Carsten Rehder)

Als Kulturhauptstadt 2017 will Aarhus raus aus dem Schatten der Metropole Kopenhagen. Eine Mischung aus dänischer Gemütlichkeit, junger Lebensfreude und einem ambitionierten Kulturprogramm soll die Menschen in die dänische Hafen- und Universitätsstadt locken.

Knapp 320.000 Einwohner leben in der dänischen Gemeinde Aarhus, im Osten der Region Midtjylland, darunter 40.000 Studenten. Die zweitgrößte dänische Stadt ist deutlich älter als die Hauptstadt Kopenhagen - sie wurde im 8. Jahrhundert von Wikingern gegründet. Im Bevölkerungsdurchschnitt aber ist sie jünger als die große Schwester, aus deren Schatten sie mit dem Kulturhauptstadtjahr nun endlich treten will.

Der Sozialdemokrat Jakob Bundsgaard ist seit 2011 Bürgermeister von Aarhus. Das Kulturjahr ist auch sein Projekt.

"Wir erwarten zehntausende Besucher und bieten viele auch kleine und mittelgroße Aktionen, bei denen wir Kultur in einem sehr weiten Sinn benutzen. Um uns mit Fragen auseinanderzusetzen, die Dänemark und Europa beschäftigen: Einwanderung, Lebensqualität in Städten. Wie schaffen wir es, dass Menschen ganz neu und unvoreingenommen miteinander reden? Es geht darum unsere Lebensart zu überdenken und unsere Weltsicht."

Die vielbeschworene dänische "Hygge" - die man mit Gemütlichkeit übersetzen kann - und die Lebensfreude der Studenten sollen das Kulturjahr prägen und die Gäste anlocken. 400 Programmpunkte sind angekündigt, die Hälfte davon ist für die Besucher kostenlos.

Die zweite Kulturhauptstadt Europas im bevorstehenden Jahr ist neben Aarhus die Hafenstadt Paphos im Süden der Republik Zypern.

Michael Lehmann hat sich in Paphos umgeschaut. In "Studio 9" berichtete er darüber, was die Besucher des Städtchens im Kulturjahr erwartet.

Wandbild an einem Haus in Paphos. Die Hafenstadt auf der geteilten Insel Zypern trägt gemeinsam mit dem dänischen Aarhus den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2017. (picture alliance / dpa / epa / Constantinos Lakros)Wandbild an einem Haus in Paphos. Die Hafenstadt trägt gemeinsam mit dem dänischen Aarhus den Titel Europäische Kulturhauptstadt 2017. (picture alliance / dpa / epa / Constantinos Lakros)

Mehr zum Thema

Nordic Soul aus Dänemark - Aarhus ist zu klein geworden für Liss
(Deutschlandradio Kultur, Tonart, 05.08.2016)

Kulturhauptstadt 2016 literarisch - Breslau, das neu entdeckte Babylon
(Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 17.06.2016)

Breslau - Kulturhauptstadt 2016 - Alle Sendungen an unserem Thementag
(Deutschlandradio Kultur, Aktuell, 17.06.2016)

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsWenn Taktstöcke fliegen
Persönlichkeiten der Region greifen zum Taktstock. Bei diesem nicht ganz ernst gemeinten Wettstreit präsentieren die Mannheimer Promis und das aus mehr als 80 Musikern bestehende Orchester Werke von Beethoven und Brahms, aber auch Pophymnen von Queen und natürlich den Söhnen Mannheims. (imago images / masterpress)

"FAZ"-Autor Jan Brachmann lässt sich in die "älteste noch bestehende Taktstockfabrik der Welt" mitnehmen. Vom Sägewerk bis zum fertigen Stab verfolgt er die Herstellung und erfährt, wie verschwenderisch Dirigenten mit ihrem Werkzeug umgehen können.Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur