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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 17.03.2017

EU in der KriseWas tun gegen die nationalistische Herausforderung?

Moderation: Monika van Bebber

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Eine zerissene Europa-Flagge flattert am 01.03.2016 auf dem Passagierterminal im Hafen von Vathy auf der Insel Samos (Griechenland). In der europäischen Flüchtlingskrise haben mehrere Länder in den vergangenen zehn Tagen Flüchtlingsobergrenzen und Grenzkontrollen eingeführt. Dadurch kommt es zu einem großen Rückstau von Migranten in Griechenland.  (picture alliance /dpa / Christian Charisius)
Zerissene Europa-Flagge (picture alliance /dpa / Christian Charisius)

Überall in der EU werden pro-europäische Kräfte derzeit von Nationalisten und Populisten herausgefordert. Wie soll die EU damit umgehen? Brauchen wir ein Europa der mehreren Geschwindigkeiten? Gibt es eine Chance der Erneuerung?

Zwar ist dem Rechts-Populisten Geert Wilders bei der Parlamentswahl in den Niederlanden der angekündigte Durchmarsch nicht geglückt. Doch mit seinen nationalistischen "Los von Europa"-Parolen hat er Stimmen hinzugewonnen. Und in diesem Jahr stehen noch die Wahlen in Frankreich und Deutschland an.

Derweil ist in Großbritannien der Brexit beschlossene Sache. Als wäre das nicht genug, gibt es jede Menge Ärger mit EU-Mitglied Polen und Beitrittskandidat Türkei. Und viele Fragezeichen im Verhältnis zu den USA. Die EU sieht sich durch eine Wiederkehr des Nationalismus herausgefordert, von allen Seiten.

Eine neue Rolle Deutschlands in der EU?

Hat die Europäische Idee sich überlebt? Oder ist die Existenzfrage, die jetzt an die EU gestellt wird, eine Chance zur Erneuerung? Was hat Europa den Nationalisten entgegenzuhalten? Brauchen wir eine EU mehrerer Geschwindigkeiten? Und welche Rolle soll und kann Deutschland als großer Staat in der Mitte der Union spielen?

Über diese und andere Fragen diskutieren im Wortwechsel:

Gabi Zimmer (Die Linke), Fraktionsvorsitzende der Vereinigten Europäischen Linken im Europaparlament
Jo Leinen (SPD), Europaabgeordneter
Jan Techau, Politikwissenschaftler, American Academy Berlin
Bettina Klein, Europa-Korrespondentin des Deutschlandradios
Moderation: Monika van Bebber

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