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Interview / Archiv | Beitrag vom 20.09.2017

Erstes Festival für historische FilmeCineastischer Blick in die Vergangenheit

Margarethe von Trotta im Gespräch mit Nicole Dittmer und Julius Stucke

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Barbara Sukowa in der Rolle der Rosa Luxemburg in dem gleichnamigen Film von Margarete von Trotta aus dem Jahr 1986. (picture alliance / dpa / Concorde Film)
Einer der Filme von Trottas, die aus der Vergangenheit erzählen: Barbara Sukowa in der Rolle der Rosa Luxemburg (1986). Der Film schildert das Leben der polnischen, in Deutschland aktiven Friedenskämpferin und Kommunistin von 1898 bis zu ihrer Ermordung. (picture alliance / dpa / Concorde Film)

Das Publikum liebt sie: Filme mit historischen Inhalten. Trotzdem gab es bisher kein Festival des historischen Films in Deutschland. Das ist nun anders: Am heutigen Mittwoch startet "moving history" in Potsdam. Regisseurin Margarethe von Trotta sieht solche Streifen als Anregung für das Publikum.

Jede Menge Stoff für Spielfilme hält die Vergangenheit, die Geschichte, bereit. Zahlreiche Filmemacher haben das immer wieder genutzt, trotzdem gab es hierzulande bislang - anders als in anderen Ländern - kein Filmfestival, dass sich nur mit dem historischen Film befasst. Das ist nun anders: Ab heute findet in Potsdam "moving history" statt, das neue "Festival des historischen Films Potsdam".

"Ich glaube nicht an die Macht des Films"

Die Regisseurin Margarethe von Trotta ("Die bleierne Zeit") hält das Verfilmen von historischen Stoffen vor allem für einen Lernprozess. Wenn man solche Filme mache, geschehe das, um selber etwas zu begreifen, sagte sie im Deutschlandfunk Kultur.

Die Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin Margarethe von Trotta, fotografiert bei einem Interview im Hotel Mercure in Köln. (imago / Thilo Schmülgen)Die Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin Margarethe von Trotta (imago / Thilo Schmülgen)

Ein historischer Film könne für das Publikum immer nur eine Anregung sein, sich danach weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Dass Filme einen großen Einfluss auf das Publikum und dessen Vorstellung von der Vergangenheit haben, glaubt von Trotta nicht: "Ich glaube grundsätzlich nicht an die Macht des Films." (ahe)

Das Festival "moving history" in Potsdam dauert noch bis zum 24. September 2017

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