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Interview / Archiv | Beitrag vom 03.01.2019

Erste Landung auf der Rückseite des Mondes Raumfahrt-Begeisterung in China

Benjamin Eyssel im Gespräch mit Dieter Kassel

Die chinesische Sonde Chang'e 4 in einer Computersimulation auf der Mondoberfläche. (Xinhua)
Die chinesische Sonde Chang'e 4 in einer Computersimulation auf der Mondoberfläche. (Xinhua)

Seit die chinesische Raumsonde "Chang'e 4" auf der Rückseite des Mondes landete, sind viele Chinesen im Raumfahrtfieber. Auch die Staatsmedien feiern mit, berichtet unser Korrespondent Benjamin Eyssel aus Peking.

Für China ist es ein Prestigeprojekt - und der wichtigste Schritt ist offenbar geglückt. Erstmals landete eine Raumsonde auf der Rückseite des Mondes. Die chinesische "Chang'e 4" setzte am frühen Morgen um 3.26 Uhr deutscher Zeit am Aitken-Krater in der Nähe des Südpols auf, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Auch der Staatssender CCTV sprach von einer "erfolgreichen Landung".

Dieses Bild hat die chinesische Sonde "Chang'e 4" von der dunklen Seite des Mondes gemacht. Zu sehen ist ein Krater. (imago / Xinhua )Dieses Bild hat die chinesische Sonde "Chang'e 4" von der dunklen Seite des Mondes gemacht. (imago / Xinhua )

"Die Leute sind schon stolz", berichtet unser Peking-Korrespondent Benjamin Eyssel. Die Chinesen sind vom Raumfahrtfieber befallen: "Die sagen, die Amerikaner haben es nicht geschafft, die Russen haben es nicht geschafft und wir haben das geschafft, was können wir nicht noch alles schaffen."

In den Staatsmedien werde die Mondlandung als Riesenerfolg verkauft, sagte Eyssel. Und die chinesische Regierung plane in naher Zukunft noch deutlich mehr. China wolle zum Mars fliegen und in spätestens zehn Jahren mit einem Menschen auf dem Mond landen.

Schwierige Landung

Die Operation war schwierig, weil man zu der uns abgewandten Seite des Mondes keine direkte Funkverbindung aufbauen kann. China schoss deshalb extra einen Kommunikationssatelliten in die Umlaufbahn des Mondes. Außerdem gilt die Landung auf der Rückseite des Mondes wegen des schwierigen Geländes als deutlich komplizierter. (gem)

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