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Mittwoch, 25.11.2020
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 12. November 2020

Erste Internet-Premiere am Deutschen Theater Berlin

Trotz der Corona-Schließung plant das Deutsche Theater in Berlin eine neue Premiere. Sebastian Hartmanns Inszenierung von "Der Zauberberg" nach dem Roman von Thomas Mann soll am 20. November online in einem Livestream gezeigt werden. Die Vorstellung werde auf der großen Theater-Bühne ohne Publikum, aber vor mehreren Kameras aufgeführt, teilte das Haus mit. Nach der ersten Online-Premiere des Theaters ist die analoge Erstaufführung mit Publikum für Mitte Dezember geplant.

Französische Filmakademie schließt Polanski aus

Die französische Filmakademie César hat den Filmemacher Roman Polanski ausgeschlossen. Es ist das vorläufige Ende einer monatelangen Auseinandersetzung um den 87-Jährigen Filmemacher. Wegen der Vergewaltigungsvorwürfe waren die Forderungen nach Polanskis Ausschluss immer lauter geworden. Die neue Führung der Akademie sei jetzt paritätisch und demokratisch, teilte die Akademie auf ihrer Internetseite mit. Sie wird von mehr als 4 000 Filmschaffenden gewählt. Im Februar war die gesamte Führungsspitze kurz vor der Vergabe der César-Preise zurückgetreten. Einer der Gründe war die Mehrfachnominierung des Films "Intrige" von Polanski.

Kameramann und Regisseur Gernot Roll ist tot

Der Regisseur und Kameramann Gernot Roll ist tot. Er sei am Donnerstag nach schwerer Krankheit friedlich im Kreise seiner Familie verstorben, teilten die Angehörigen der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Der gebürtige Dresdner wurde 81 Jahre alt und lebte zuletzt in München. In seiner Karriere hatte er mit vielen bekannten Regisseuren gearbeitet, so mit Edgar Reitz für dessen "Heimat"-Chronik und mit Helmut Dietl für dessen Gesellschaftssatire "Rossini oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief". Weitere Filme waren Heinrich Breloers "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" und Rolls eigene Inszenierungen, darunter der Kinderfilm "Der Räuber Hotzenplotz".

Mozartwoche eröffnet mit neu entdecktem Stück

Die Mozartwoche soll 2021 mit einer kleinen Sensation in Salzburg eröffnet werden: Ein bisher unbekanntes Stück von Wolfgang Amadeus Mozart wird pünktlich zum 265. Geburtstag des Komponisten erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, kündigte die Stiftung Mozarteum in Salzburg an. Die "94 Sekunden neuer Mozart" sind das Allegro in D-Dur KV 626b/16, ein dreiteiliges, tanzartiges Klavierstück, das der US-amerikanische Pianist Robert Levin aufführen soll.
Die aus Privatbesitz erworbene Handschrift sei verifiziert worden, erklärte die Stiftung. Mozart habe sie höchstwahrscheinlich mit 17 Jahren Anfang 1773 eigenhändig geschrieben. Präsentiert werden soll das Stück am 21. Januar zur Eröffnung des elftägigen Festivals.

Rosafarbener Diamant bringt 19 Millionen Euro ein

Ein seltener rosafarbener Diamant ist bei einer Online-Auktion in Genf für 21 Millionen Schweizer Franken (19,45 Millionen Euro) versteigert worden. Der 14,83-Karat-Edelstein mit dem Namen "Der Geist der Rose" ging an einen anonymen Käufer. Das edle Stück von der Größe einer Murmel war aus einem 27,95-Karat-Stein gefertigt worden, das im Jahr 2017 in einer Mine des russischen Konzerns Alrosa in der ostsibirischen Region Sacha gefunden worden war. Es dauerte rund ein Jahr, um den Stein in die gewünschte Form zu schneiden und zu schleifen. Rosafarbene Diamanten sind sehr selten und deshalb am begehrtesten.

Country Music Association Awards verliehen

Bei den Country Music Association Awards hat Maren Morris in diesem Jahr drei Preise gewonnen. Sie wurde in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee als beste Sängerin des Jahres ausgezeichnet und erhielt für "The Bones" die Awards für den Song und die Single des Jahres. Als bester Sänger wurde Luke Combs geehrt, der für "What You See Is What You Get" auch den Preis für das Album des Jahres erhielt. Band des Jahres ist Old Moninion, das beste Duo Dan + Shay. Als bester Entertainer wurde Eric Church ausgezeichnet. Das Video des Jahres stammt von Miranda Lambert ("Bluebird").

Fotograf Bruno Barbey gestorben

Der französisch-schweizerische Fotograf Bruno Barbey ist tot. Er starb bereits am 9. November im Alter von 79 Jahren in Orbais-l'Abbaye nahe Reims, teilte die Académie des Beaux-Arts mit. Barbey wurde in Marokko geboren und war Mitglied der Fotoagentur Magnum. In seinem 40-jährigen Berufsleben bereiste er alle Kontinente und schuf Fotoreportagen vor allem von kriegerischen Ereignissen. 2016 wurde Barbey in die Académie des Beaux-Arts gewählt. Der größte Teil seiner Sammlung befindet sich mit der Kollektion der Magnum-Fotoagentur im texanischen Austin.

Vorchristliche Befestigungsanlage im Golan entdeckt

Israelische Archäologen haben erstmals Überreste eines befestigten Baus aus der Zeit des biblischen Königs David (11.-10. Jahrhundert v. Chr.) auf den Golanhöhen gefunden. Die Festungsanlage mit rund 1,50 Meter breiten Mauern liegt nach Angaben der Antikenbehörde auf strategisch wichtigen Anhöhen. Die Forscher nehmen an, dass es sich um ein Fort der Geschuriter handelt; sie waren laut biblischen Berichten Verbündete Davids, die damals den südlichen und zentralen Golan beherrschten. International waren die Golanhöhen Mitte des 20. Jahrhunderts als Teil Syriens anerkannt, bevor sie 1967 im Sechs-Tage-Krieg von Israel besetzt und 1981 annektiert wurden.

Anna-Seghers-Stiftung benennt PreisträgerInnen

Der diesjährige Anna Seghers-Preis geht zu gleichen Teilen an die kroatisch-schweizerische Autorin Ivna Žic und an den Argentinier Hernán Ronsino. Das hat die Anna-Seghers-Stiftung mitgeteilt. Demnach findet die Preisverleihung am 20. November im Berliner Literaturforum im Brechthaus statt und wird auf youtube übertragen. Die Preisträger werden aus Buenos Aires und Zürich zugeschaltet. Am 19. November ist der 120. Geburtstag von Anna Seghers. Der mit jeweils 12.500 Euro dotierte Preis wird von der Anna Seghers-Stiftung an Nachwuchsautorinnen und -autoren aus dem deutschen Sprachraum und aus Lateinamerika vergeben, die im Sinne der Schriftstellerin mit den Mitteln der Kunst zur Entstehung einer gerechteren Gesellschaft beitragen.

Paul-Spiegel-Preis für Initiative "Omas gegen Rechts"

Der Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht in diesem Jahr den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage an die bundesweite Initiative „Omas gegen rechts“. Wegen der Corona-Pandemie findet die Preisverleihung erst im Frühsommer 2021 statt.
Die Aktivistinnen und Aktivisten brächten ihre Lebenserfahrung und ihre Zeit ein, um sich für unsere Demokratie zu engagieren, erklärte der Präsident des Zentralrates, Schuster, in einer Mitteilung. Sie setzen laut und deutlich ein Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus und Rassismus sowie gegen Frauenfeindlichkeit. Von regelmäßigen Anfeindungen ließen sie sich nicht einschüchtern. Ihr Engagement sollte in unserem Land stärker gewürdigt werden als bislang, so Schuster. Der Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage wird seit 2009 vom Zentralrat der Juden in Deutschland in Erinnerung an seinen früheren Präsidenten vergeben. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert.

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