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Interview / Archiv | Beitrag vom 05.12.2015

Erste German Comic Con in Dortmund"Cannes-Festival für Nerds"

Andreas Rauscher im Gespräch mit Ute Welty

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Diese Cosplayer stellen Charaktere aus einem Computerspiel dar (Deutschlandradio / Philip Artelt)
Sogenannte Cosplayers schlüpfen in die Rolle ihrer Stars aus Comics, Spielen oder Filmen. (Deutschlandradio / Philip Artelt)

Die Comic-Messe Comic Con findet an diesem Wochenende zum ersten Mal in Deutschland statt. Mit bis zu 30 000 Besuchern rechnen die Veranstalter in Dortmund. Medienwissenschaftler Andreas Rauscher erklärt die Faszination.

Der Medienforscher Andreas Rauscher erklärt die steigende Begeisterung für Comic-Messen mit dem Boom an Comic-Verfilmungen und der breiten Aufstellung der Veranstaltungen.

"Ich glaube, dass es darüber ganz gut funktioniert, dass da eine ziemliche Vielfalt inzwischen besteht, dass da von den Kostümspielen bis zu dem Erfahren von Neuigkeiten bis hin zu den kommerzielleren Aspekten alles unter einem Dach versammelt ist. Ich glaube das macht auch das Vergnügen aus", sagte Rascher im Deutschlandradio Kultur.

Zum Vorbild San Diego Comic Con kommen mittlerweile 130 000 Fans

Die ursprüngliche Comic Con International in San Diego, USA, die sich seit den Anfängen in den 1970er-Jahren von wenigen hundert Besuchern auf zuletzt 130 000 Besucher gesteigert und sich mittlerweile zum Kult unter Fans und Machern entwickelt hat, bezeichnete Rauscher als "eine Art Cannes-Festival für Nerds".

Zur aktuellen Trends in der Welt der Comics sagte Rauscher, der klassische Superheld des spiele heutzutage nicht mehr die entscheidende Rolle. Auch zeige die Figur mittlerweile durchaus eine "erstaunliche Ausdifferenziertheit" des Charakters. Mittlerweile gebe es neben den klassischen Heldengeschichten für das Kino-Familienpublikum mit "Marvel's Jessica Jones" eine psychologisch sehr ausdifferenzierte Geschichte im Stil des Film Noir.

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