Seit 01:05 Uhr Tonart

Freitag, 14.08.2020
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Fazit / Archiv | Beitrag vom 15.02.2015

Ernst Ludwig Kirchner Chemnitz feiert den Sohn der Stadt

Ingrid Mössinger im Gespräch mit Britta Bürger

Podcast abonnieren
Die Direktorin der Kunstsammlungen in Chemnitz, Ingrid Mössinger, vor dem Gemälde "Chemnitzer Fabriken" des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner. (picture alliance / ZB)
Die Direktorin der Kunstsammlungen in Chemnitz, Ingrid Mössinger, vor dem Gemälde "Chemnitzer Fabriken" des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner. (picture alliance / ZB)

In einer großen Sonderschau zeigen die Kunstsammlungen Chemnitz Werke des Brücke-Künstlers Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938). Einige Arbeiten seien noch nie öffentlich zu sehen gewesen, sagt Generaldirektorin Ingrid Mössinger.

Sie sind in Chemnitz zusammen zur Schule gegangen – die Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel. Als Mitte-Zwanzigjährige gründeten sie die Künstlergemeinschaft "Die Brücke".

In einem großangelegten Projekt würdigen die Kunstsammlungen Chemnitz die Maler jetzt nacheinander in drei Einzelausstellungen. Präsentiert werden die Werke der eigenen Sammlung, aber auch viele Arbeiten aus Privatsammlungen, die noch nie zu sehen waren.

"Einen Ausgleich in der Wahrnehmung schaffen"

Den Auftakt macht die Stadt mit einer Schau der Werke Ernst Ludwig Kirchners. Über die Verbindung des Künstlers mit Chemnitz haben wir mit der Generaldirektorin der Kunstsammlungen, Ingrid Mössinger, gesprochen, und wir haben sie gefragt: 

Kirchner verbindet mancher vielleicht stärker mit Dresden, Halle, Davos und auch Berlin – welche Rolle spielte Chemnitz, sein Geburtsort, für seine künstlerische Entwicklung?

Die Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz, Ingrid Mössinger, sagte im Deutschlandradio Kultur dazu, dass es bei dem Ausstellungsprojekt durchaus auch darum gehe, "einen Ausgleich" in der Wahrnehmung der Brücke-Künstler zu schaffen.

Wenn die Jugend und frühe Schaffenszeit ausgeblendet würden, wirkten deren Biografien wie "amputierte Lebensläufe". Es sei sicher kein Zufall, dass die wichtigsten Brücke-Künstler aus Chemnitz gekommen seien, wo sie geprägt wurden.

Das Interview mit Ingrid Mössinger hören Sie ab 23.05 Uhr in der Sendung "Fazit". 

Kulturpresseschau

Aus den FeuilletonsWeihnachtsmärkte ohne Gedränge?
Zahlreiche Menschen stehen bei der Eröffnung des Weihnachtsmarkts auf dem Frankfurter Römerberg (dpa / picture allince / Silas Stein)

Bald schon werden erste Lebkuchen die Supermärktregale füllen und uns an Weihnachtsmärkte denken lassen, schreibt die "taz". Für gefahrloses Wandeln in Coronazeiten würden auch schon erste Konzepte für die Laufrichtungen erarbeitet.Mehr

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 25Zurück aus dem Netz: Theater unter Corona-Auflagen
Stadion der Weltjugend (Schauspiel Stuttgart / Conny Mirbach)

In einigen Bundesländern dürfen die Theater wieder öffnen – unter strengsten Auflagen. Wie kann das aussehen: Live-Theater unter Corona-Bedingungen? Darüber sprechen wir mit der Theaterkritikerin Cornelia Fiedler und dem Schauspieler Martin Wuttke.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur