Seit 06:05 Uhr Studio 9
Samstag, 16.01.2021
 
Seit 06:05 Uhr Studio 9

Kompressor | Beitrag vom 01.04.2016

Erdogan-Ausgabe von "extra 3"Was darf Satire in der Türkei?

Cigdem Akyol im Gespräch mit Christine Watty

Podcast abonnieren
 Moderator Christian Ehring moderiert am 17.03.2016 im NDR Studio in Hamburg während der Sendung "extra 3" den satirischen Song: "Erdowie, Erdowo, Erdogan" an.  (NDR)
Christian Ehring moderiert in der Sendung "extra 3" den satirischen Song: "Erdowie, Erdowo, Erdogan" an. (NDR)

Das Magazin "extra 3" hat nachgelegt: Nach der Aufregung um das Erdogan-Nena-Cover war der türkische Präsident Thema der gesamten aktuellen Sendung. Was bei einer ähnlichen Satire in der Türkei passieren würde, wollten wir von der Journalistin Cigdem Akyol wissen.

Zunächst mal gab das Satire-Magazin "extra 3" des NDR keine Ruhe: Trotz Vorladung des deutschen Botschafters bei der türkischen Regierung und einer angeblichen Aufforderung die Ursache für die Aufregung, nämlich das Nena-Cover mit dem Titel "Erdo-wie, Erdo-wo-Erdogan" zu löschen, postete die Redaktion einen Spaß nach dem nächsten. "extra 3" machte den türkischen Präsidenten Erdogan zum Mitarbeiter des Monats und zum Thema der aktuellen Ausgabe der Fernsehsendung.

In der Türkei wäre so etwas unmöglich, oder? Wie weit kann Satire dort gehen? Christine Watty wollte von der Journalistin Cigdem Akyol unter anderem wissen, wie groß das Interesse in der türkischen Öffentlichkeit an der "extra 3"-Geschichte ist.

 

Mehr zum Thema

Satire und Macht: Erdogans Wut auf "extra3" - Humor ist gefährlicher als trockene Artikel
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 29.03.2016)

Streit um Satiresendung "extra3" - Wie schön klingt der Erdogan-Song?
(Deutschlandradio Kultur, Kompressor, 29.03.2016)

USA-Türkei - Erdogans doppelbödige Politik
(Deutschlandradio Kultur, Interview, 29.03.2016)

Fazit

Theater im LockdownKeine Vorstellungen bis Ostern
Blick in den Saal des Opernhaus im Staatstheater Nürnberg - die Ränge sind leer. (picture alliance/dpa | Daniel Karmann)

Theater und Opern sollen zumindest in einigen Städten bis Ostern geschlossen bleiben. Das stellt die Theater vor Herausforderungen, sagt Carsten Brosda, Präsident des Deutschen Bühnenvereins und Hamburgs Kultursenator.Mehr

Zum Tod von Siegfried FischbacherErfinder raffinierter Fantasiewelten
Siegfried (l.) und Roy bei einem Fernsehauftritt mit Ihren weißen Tigern im Juni 1987. (imago images / Horst Galuschka)

Als Teil des Magierduos "Siegfried und Roy" war er mit seinem Partner weltberühmt - nun ist der Zauberer und Künstler Siegfried Fischbacher im Alter von 81 Jahren gestorben. Die Zauberei sei für ihn ein Fluchtpunkt aus dem grauen Nachkriegsdeutschland gewesen, sagt der Filmproduzent Nico Hofmann.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur