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Im Gespräch / Archiv | Beitrag vom 09.01.2016

Entrümpelungsexperte Werner Tiki Küstenmacher Kann Aufräumen das Leben verändern?

Moderation: Klaus Pokatzky

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Ein chaotisches Arbeitszimmer (picture alliance / dpa)
Ein chaotisches Arbeitszimmer: "Kimskrams ist festgefahrene Energie." (picture alliance / dpa)

Wer das Chaos auf seinem Schreibtisch beseitigt, bekommt oft auch sein Leben besser in den Griff, meint Werner Tiki Küstenmacher, Autor des Buchs "Simplify your life". Wie das? Wir sprechen mit dem Theologen über Glück, Ordnung und ein enspannteres Leben.

Diese Situationen kennt wohl jeder: Der Schreibtisch quillt über, in der Wohnung herrscht kreatives Chaos – und auch auf der menschlichen Beziehungsebene gäbe es so manches aufzuräumen. Viele nutzen das neue Jahr für gute Vorsätze, um endlich mal Ordnung zu schaffen – in der Wohnung oder der Partnerschaft.

Allzu viele scheitern dabei. Sie sind ein Fall für Werner Tiki Küstenmacher.

Kann Aufräumen das Leben verändern?

"Wenn man erst einmal seinen Schreibtisch im Griff hat, dann bekommt man erfahrungsgemäß auch sein ganzes Leben besser in Griff",

so lautet einer der Wahlsprüche von Werner Tiki Küstenmacher.

Der Autor ist der Entrümpelungsexperte Deutschlands, aber man täte ihm unrecht, wenn man das Ganze auf den Hausputz beschränken würde. Dem Verfechter des "Simplifying" geht es um viel mehr: um das Entrümpeln des Lebens, der Beziehungen, dass man lernen kann, Wichtiges von Unwichtigem im Leben zu unterscheiden – und dadurch glücklicher zu werden. Mit seinem Bestseller "Simplify your life" hat der Theologe weltweit Menschen gezeigt, wie sie das Chaos in Wohnung, Büro und Alltag meistern – und damit auch ihre Seele von manchem Ballast befreien können. Bis heute hat er mehr als 100 Bücher veröffentlicht.

Seine Überzeugung: "Kimskrams ist festgefahrene Energie." Deshalb solle man sich von solchen "Lebensbremsen" trennen. "Befreien Sie sich von Papierstapeln, gesellschaftlichen Zwängen, Erfolgsdruck, Schuldgefühlen, Vorwürfen und Perfektionismus."

Gute Vorsätze könnten ein erster Schritt sein; man solle sie aber geschickt angehen: "Es geht darum, dass man mit kleinen Schritten auf Dauer viel weiter kommt, als mit viel zu großen Einzelaktionen. Das sind oft so riesige Vorsätze, dass die meisten Menschen eigentlich schon beim Fassen dieser Vorsätze wissen, dass sie das nie schaffen werden."

Seine Erfahrung: "Gerade zwischen 40 und 50, also mit der beginnenden zweiten Lebenshälfte, fängt die Frage an, wie man glücklicher leben könnte, und dass man das eigene Leben eigentlich einfacher gestalten müsste." Der heute 62-jährige Vater von drei Kindern rät daher auch zu Planungskonferenzen in der Familie:

"Nach einem runden Geburtstag kann man sich schon fragen: Wie geht das nächste Lebensjahrzehnt weiter? Was habe ich noch vor? Was schaffen wir ab, was legen wir uns zu? Haben wir noch Träume, die wir vor uns herschieben?"

Kann Aufräumen das Leben verändern? – Darüber diskutiert Klaus Pokatzky heute von 9:05 Uhr bis 11 Uhr mit Werner Tiki Küstenmacher. Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen unter der Telefonnummer 00800 2254  2254, per E-Mail unter gespraech@deutschlandradiokultur.de sowie auf Facebook und Twitter.

Informationen im Internet über Werner Tiki Küstenmacher: http://www.kuestenmacher.com/

Unser Gast: der Autor Werner Tiki Küstenmacher  (picture alliance / dpa / Uwe Zucchi) (picture alliance / dpa / Uwe Zucchi)

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