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Neonlicht / Archiv | Beitrag vom 02.10.2011

Engagiert euch!

Moderation: Martin Böttcher

Istanbul mit Brücke über den Bosporus (AP)
Istanbul mit Brücke über den Bosporus (AP)

Das Neonlicht beobachtet in dieser Woche echte Akteure in den Großstädten: Rapperinnen, die im demokratischen Wandel in Tunesien die Chance für mehr Gleichberechtigung wittern. Literaten, für die ein Clubbesuch eher eine Auftragsarbeit ist. Und Architekten, die mit provozierendem Kartenmaterial die Diskussion um die Entwicklung von Istanbul befeuern. Und zu guter Letzt läuten wir schon mal das Ende des Latte Macchiato ein.

Literatur im Club
von Andi Hörmann
Natürlich liegt das auch am Älterwerden, wenn es einem beim Clubbesuch plötzlich nach mehr als nur nach Tanzen und Trinken ist. Manche Clubs avancieren deshalb schon länger zu Orten der Hochkultur. Zuerst kam die klassische Musik in Jeans. Jetzt ist es die Literatur. Genau vor einem Jahr fing die Münchner Blumenbar an, prominente Autoren einzuladen, die ihre Erlebnisse in der Nacht gleich literarisch verarbeiten. Jetzt erscheint der Sammelband mit Kurzgeschichten.

Hebt den Kopf!
von Jutta Schwengsbier
Die tunesische Rapperin Nawel Ben Kraiem gehört zu einer Gruppe junger Musikerinnen, die über die Zeit der Revolution in Tunesien singen. Aber auch über die jungen Männer, die lieber nach Europa auswandern als ihr Land aufzubauen. Die 24-Jährige ist überzeugt davon, dass Veränderungen in Tunesien vor allem von den Frauen kommen können. "Hebt den Kopf," heißt es in einem ihrer Lieder, das Mädchen dazu ermutigt, zu studieren und sich nicht mehr mit der Rolle als Hausfrau zufrieden zu geben.

Stadt in Karten
von Luise Sammann
Stadtpläne sind nichts Ungewöhnliches. Karten, auf denen man etwas über Stadtentwicklung erfährt, sind schon eher selten, zumal in einer Metropole, die sich so stark verändert wie Istanbul. Das dort ansässige Architekturbüro Superpool visualisiert Dinge wie die Erdbebensicherheit von Gebäuden, das chaotische Linienbussystem oder die Verteilung von Bildung in der Stadt. Gezeigt werden sie in ihrer Ausstellung "Becoming Istanbul" - ein ständig wachsendes Archiv, das jetzt erstmals auch in Istanbul selbst zu sehen ist.

Draußen nur Kännchen
von Mandy Schielke
Vom ehrlichen Filterkaffee hat man – jenseits von Familienfesten oder Baustellenfrühstück - schon lange nichts mehr gehört. Kein Wunder, dass die Brühe in Zeiten von Espresso, Crema und perfektem Milchschaum einen schweren Stand hat. Würde man denken. Aber da ist er wieder! Ein paar Coffeeshop-Besitzer behaupten plötzlich, es gäbe nichts Besseres als den guten alten Filter. Na – die sollen sich erstmal umbenennen! Und auf den Hinweis "Draußen nur Kännchen" müssen wir sicher noch lange warten...

Neonlicht

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