Das Feature, vom 07.06.2019, 20:10 Uhr

Elterntagebücher aus zwei JahrhundertenErinnern und verklären

„Jede große Zeit erfordert große und harte Menschen, groß im Können, im Charakter und im Glauben. Hierzu wollen wir Dich erziehen …” (für Hans-Martin, 1939). Eltern - viele Väter! - halten Gedanken und Empfindungen fest, die nach der Ankunft ihres Kindes über sie hereinbrechen, formen ein Erinnerungsbuch, einen Wegweiser für die Heranwachsenden.

Ein Stapel Elterntagebücher aus dem Tagebucharchiv Emmendingen (Deutschlandradio / Almut Schnerring)
Elterntagebücher sammelt das Tagebucharchiv Emmendingen (Deutschlandradio / Almut Schnerring)

Seit Ende des 19. Jahrhunderts sind Elterntagebücher überliefert. Neben Datensammlungen über die körperliche und geistige Entwicklung des Neugeborenen finden sich von Anfang an auch Reflexionen.

Im Rückblick erzählen diese Alltagsbeobachtungen, wie sich die Beziehung zwischen Eltern und Kind im Lauf der Generationen verändert hat.

„Damit du nicht auf irrige Gedanken kommst, muss ich dir erklären, dass du keineswegs der Inbegriff der Schönheit warst. Als du, mein lieber Sohn, deinen Einzug in die Welt hieltst, warst du ein wenig verbeult.” (für Richard, 1906)

Erinnern und verklären
Elterntagebücher aus zwei Jahrhunderten
Von Almut Schnerring und Sascha Verlan

Regie: die Autoren
Es sprachen: Janina Sachau, Sigrid Burkholder, Isis Krüger, Matthias Haase und Martin Bross
Ton und Technik: Josuel Theegarten und Beate Braun
Redaktion: Ulrike Bajohr

Produktion: Dlf 2010

Erinnern und verklären. Elterntagebücher aus zwei Jahrhunderten (PDF)

Erinnern und verklären. Elterntagebücher aus zwei Jahrhunderten (Textversion)