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Kulturnachrichten

Donnerstag, 13. Mai 2021

Ellen DeGeneres beendet Show 2022

Die US-Moderatorin Ellen DeGeneres gibt ihre Talkshow auf. In einem Interview mit dem "Hollywood Reporter" sagte sie, die Show sei großartig, aber keine Herausforderung mehr. Als kreative Person müsse man ständig herausgefordert werden. Deshalb werde sie ihre Show mit dem Titel "Ellen" 2022 beenden. Die 63-Jährige hatte das Format seit 2003 über mehr als 3000 Folgen moderiert.

Theatertreffen in Berlin hat begonnen

In Berlin hat das Theatertreffen begonnen. Es werden die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt. Eröffnet wurde es mit der Inszenierung „Einfach das Ende der Welt" vom Schauspielhaus Zürich in der Regie von Christopher Rüping. Wegen der Pandemie findet das Festival erneut im Internet statt. Nach Einschätzung von Festival-Leiterin Yvonne Büdenhölzer wird die Corona-Krise die Theater- und Kultur-Branche noch auf längere Sicht prägen. "Auch wenn die Bundesregierung großzügige Förderstrukturen für die Kultur im Umgang mit der Pandemie geschaffen hat, werden die Verteilungskämpfe - gerade in der Fläche und bei den kleineren Institutionen - kommen", sagte sie. Das Festival endet am 24.Mai.

Brandenburg erinnert an DEFA-Gründung vor 75 Jahren

Hunderte Spielfilme und mehr als 2.000 Kurz- und Dokumentarfilme hat die DEFA hervorgebracht: Brandenburg hat am Donnerstag an das 75. Gründungsjubiläum der Deutschen Film Aktiengesellschaft erinnert. Die DEFA sei Arbeitsplatz und künstlerische Heimat für Tausende Beschäftigte gewesen - die dort entstandenen Produktionen seien Teil des gemeinsamen Film- und Kulturerbes, erklärte Kulturministerin Manja Schüle. Zu den bekanntesten DEFA-Produktionen gehören "Die Mörder sind unter uns" von Wolfgang Staudte, "Spur der Steine" von Frank Beyer und "Solo Sunny" von Konrad Wolf. Als einziger DEFA-Film wurde "Jakob der Lügner" von Regisseur Frank Beyer nach dem Roman von Jurek Becker 1976 für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert.

Russland will Film im All drehen

Erstmals soll im Weltall ein Film gedreht werden. Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, soll im Oktober eine Sojus-Rakete von Kasachstan aus zur Internationalen Raumstation ISS starten - mit der Schauspielerin Julia Peressild und Regisseur Klim Schipenkoit an Bord. Peressild hatte sich für die Rolle im Weltall unter 3000 Berwerbungen durchgesetzt. Neben Fähigkeiten im Schauspiel seien medizinische Tests ausschlaggebend gewesen, hieß es von Roskosmos. Der Film des 37 Jahre alten Regisseurs Schipenko soll in Teilen im Kosmos gedreht werden und hat den Arbeitstitel „Wysow" (Herausforderung). Er und Peressild werden den Angaben zufolge am 1. Juni ein spezielles Training für ihren Flug zum Außenposten der Menschheit beginnen. Falls jemand ausfallen sollte, stehe eine Ersatzmannschaft bereit.

Frank Schätzing wünscht ökologische Ermutigung

Bestsellerautor Frank Schätzing wünscht sich mehr Ermutigung zu ökologischem Handeln. Klimarettung gelänge nur „im Dreiklang von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft" sagte der Schriftsteller, der sich auch in seinen Büchern mit dem Klimawandel auseinandersetzt im Deutschlandfunk Kultur. Er fordere von der Politik systemische Weichenstellung und von der Wirtschaft mehr Mut zu Innovation und Veränderung. Aber auch jeder Einzelne in der Gesellschaft sei aufgerufen sich zu fragen, was er tun könne. Diejenigen, die sich ökologisches Handeln finanziell nicht leisten könnten, müssten mit staatlichen Beihilfen dabei unterstützt werden. „Mir geht es darum, dass man Menschen dazu ermutigt, ihren Gestaltungsspielraum weitest möglich auszunutzen. Und so viel zu tun wie geht. Ohne dogmatisch zu werden, ohne zu sagen: du darfst nie wieder das, nie wieder das."

Sonderbriefmarken im Gedenken an Prinz Philip

Laut der britischen Post handelt es um insgesamt vier Sondermarken, die den Ehemann von Königin Elisabeth der Zweiten in verschiedenen Lebensphasen zeigen. "Er stand mehr als sieben Jahrzehnte lang im Zentrum unseres nationalen Lebens", sagte Royal Mail-Geschäftsführer Simon Thompson. "Sein Ableben ist ein Schlüsselmoment in unserer Geschichte, den wir mit einer Reihe von Gedenkmarken würdigen". Verkauft werden sie ab dem 24. Juni. Prinz Philip war am 9. April im Alter von 99 Jahren gestorben.

Sotheby's erlaubt erstmals Kryptowährung

Zum ersten Mal konnte bei dem Auktionshaus in New York ein ersteigertes Kunstwerk in einer Kryptowährung, etwa Bitcoin oder Ether, bezahlt werden. Für 12,9 Millionen Dollar wurde ein Werk des britischen Streetart-Künstlers Banksy versteigert. Das Gemälde "Love is in the air" zeigt einen maskierten jungen Mann mit einer umgedrehten Baseball-Mütze, der einen bunten Blumenstrauß wirft. Erwartet worden war ein Preis von drei bis fünf Millionen Dollar. Andere Werke mussten beim Start der traditionellen Frühjahrs-Versteigerungen klassisch bezahlt werden. So wurde Claude Monets "Le Bassin aux nymphéas" für 70,4 Millionen US-Dollar verkauft. Jean-Michel Basquiats "Versus Medici" von 1982 erzielte 50,8 Millionen und ein Stillleben von Paul Cézanne 20 Millionen US-Dollar, wie Sotheby's auf Twitter mitteilte.

Kraftwerk, Jay-Z und Tina Turner in Hall of Fame

Die deutschen Elektropioniere Kraftwerk, die Sängerin Tina Turner und der Rapper Jay-Z werden in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Zu den in diesem Jahr geehrten Musikern gehören auch die Bands Foo Fighters und The Go-Go's, die Sängerin Carole King, der Soul-Poet Gill Scott-Heron und der Rapper LL Cool J, wie die Rock & Roll Hall of Fame Foundation mitteilte. Die Zeremonie zur Aufnahme der Musiker findet am 30. Oktober in Cleveland im Bundesstaat Ohio statt, wo sich die Ruhmeshalle befindet. Über einen begehrten Platz in der Hall of Fame entscheidet eine Jury aus rund 1200 Mitgliedern, unter ihnen Musiker und Musikhistoriker. Die Aufnahme ist erstmals 25 Jahre nach der ersten kommerziellen Veröffentlichung eines Musikers möglich. War die Ruhmeshalle ursprünglich für Rock-&-Roll-Musiker gedacht, hat sie sich immer mehr auch für andere Stilrichtungen geöffnet.

Asturien-Preis für Performance-Künstlerin Abramovic

Die Performance-Künstlerin Marina Abramovic erhält den diesjährigen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte der Künste. Mit ihren Arbeiten spüre sie durch riskante und komplexe Darbietungen auf der ständigen Suche nach individueller Freiheit "den Grenzen von Körper und Geist" nach, schrieb die Stiftung Prinzessin von Asturien am Mittwoch auf ihrer Internetseite. Die Auszeichnungen werden alljährlich in acht Sparten vergeben und sind nach der spanischen Thronfolgerin benannt. Die Preise sind mit jeweils 50.000 Euro dotiert und werden voraussichtlich im Herbst von König Felipe VI. in Oviedo überreicht.

Weitere Corona-Ausnahmen für Kulturschaffende

Die Bundesregierung will mit einer weiteren Ausnahmeregelung selbstständigen Kulturschaffenden durch die Corona-Pandemie helfen. Das Kabinett billigte am Mittwoch in Berlin einen Gesetzesvorschlag von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), wonach Künstler übergangsweise deutlich mehr Geld als sonst mit nicht-künstlerischer Tätigkeit verdienen dürfen, ohne ihren Versicherungsschutz in der Künstlersozialkasse (KSK) zu verlieren. Die Verdienstgrenze für selbstständige, nicht künstlerische Arbeit liegt normalerweise wie für Minijobs bei 450 Euro. Sie wird nun aber bis Ende 2021 auf 1.300 Euro pro Monat angehoben.

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