Seit 16:05 Uhr Echtzeit
Samstag, 24.10.2020
 
Seit 16:05 Uhr Echtzeit

In Concert / Archiv | Beitrag vom 27.08.2018

Elida AlmeidaEine junge Stimme von den Kapverden

Moderation: Holger Beythien

Eine Frau singt auf einer Bühne in ein Mikrofon. (Jörg Wolf)
In Rudolstadt präsentierte sie ihr aktuelles Album ,Kebrada’ (Jörg Wolf)

Elida Almeida ist hierzulande bislang nur wenigen Weltmusik-Kennern bekannt. Das könnte sich nach ihrem Auftritt in Rudolstadt allerdings ändern.

Elida Almeida wurde 1993 in der Stadt Pedra Badejo auf der kapverdischen Insel Santiago geboren. Nach dem frühen Tod ihres Vaters wuchs sie in einfachen Verhältnissen der ländlich geprägten Insel Maio auf. Sie half nach der Schule ihrer Mutter, die als Straßenverkäuferin arbeitete, um die kleine Familie über Wasser zu halten. So kam Elida sehr früh mit den sozialen Unterschieden in ihrer Heimat in Berührung. Erfahrungen, die sie später als Songschreiberin und Sängerin prägen und ihren Gerechtigkeitssinn schärfen sollten: Lange trug sie sich mit dem Gedanken, Richterin oder Staatsanwältin zu werden. Doch sie entschied sich für die Musik.

Die ersten musikalischen Erfahrungen sammelte die angehende Sängerin im Kirchenchor und nutzte jede Gelegenheit, ihre Gesangstechnik zu vervollkommnen. Darüber hinaus präsentierte sie Musik in einer regionalen Radioshow. Zurück in ihrem Geburtsort Pedra Badejo, trat sie in Bars auf und arbeitete an einem Album. Schließlich traf sie auf José da Silva, einen in Frankreich lebenden Produzenten mit kapverdischen Wurzeln, der zuvor mit der großen kapverdischen Sängerin Cesária Évora gearbeitet hatte.

So entstand 2014 ihr erstes Album "Ora doci, Ora margos" (Süße Zeiten, bittere Zeiten), auf dem sie in zumeist selbst geschriebenen Liedern vor allem von ihren entbehrungsreichen Kinderjahren erzählte - authentisch und mit kraftvoller Stimme vorgetragen. Sie trat in Portugal und Frankreich auf, später auch in den USA. 2015 nahm sie am renommierten Festival Musiques Métisses in Angoulême teil und gewann im selben Jahr den Prix Découvertes RFI.

Aufzeichnung vom 06.07.2018
Große Bühne Heine-Park

In Concert

Asa & BandEnergetischer Afro-Folk-Soul
Eine Frau hält sich eine Hand vor die Augen, die golden schimmert und am Handgelenk ein Tatoo zeigt. (Asa / Trinity Ellis)

Die nigerianisch-französische Künstlerin Asa nimmt in ihre souligen Popsongs Einflüsse verschiedener Stile und Kontinente auf. Im Februar dieses Jahres stand sie im Münchner Ampere Club mit Songs ihres aktuellen Albums "Lucid" auf der Bühne.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur