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Musik / Archiv | Beitrag vom 06.02.2014

Electronic-FolkPostmoderne Sounds

Broken Bells: "After the disco"

(Columbia Records)
Cover: "After the disco" von Broken Bells (Columbia Records)

Wenn sich einer der bedeutendsten Produzenten unserer Tage mit einem der besten Songschreiber des Indierock zusammentut, kann da nur Großartiges bei rauskommen. Mit ihrer Band Broken Bells legen Brian Burton alias Danger Mouse und James Mercer von The Shins ihre Talente für ihr zweites Album zusammen.

Die Musik dieses Duos setzt sich perfekt zusammen aus den Handschriften ihrer beiden Macher. Die elegante Produktion und die Soundspielereien von Danger Mouse und der folkige Gesang und die großen Popmelodien von James Mercer. Wie sie diese beiden Ströme verschmelzen, ist schlichtweg genial. Die schönen Melodien treffen auf Elektronik und diesen ganz besonderen Produzententon von Brian Burton - eine wirklich neuartige Musik entsteht.

Neu ist auch die Art, wie diese Platte im Netz angekündigt wurde. Nicht mit einem lumpigen Promovideo, wo beide wieder schulterklopfende Statements über den Schaffensprozess absondern. Brian Burton hat stattdessen ein ganzes Drehbuch geschrieben. Besetzt mit den beiden Hollywood-Jungstars Anton Yelchin und Cate Mara ist nun ein futuristischer Hochglanzfilm entstanden, untermalt mit der Musik des neuen Albums.

Dieses Album ist noch ein kleines bisschen besser als ihr Debüt vor vier Jahren. Damals hörte man noch wesentlich konkretere Songs und die Brüche - wo Danger Mouse aufhört und wo James Mercer anfängt. Auf dieser Platte "After the disco" haben beide einen postmodernen Klangkosmos entworfen aus Disco, 70er-Schnulzenrock, 80er-Wave und Elektro. So klingt Pop im Jahr 2014!

Label: Columbia Records

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