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Kompressor | Beitrag vom 22.07.2019

Einsatz für inhaftierten RapperTrump will nur sein Image aufpolieren

Miriam Davoudvandi im Gespräch mit Gesa Ufer

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Der Rapper ASAP Rocky (Nancy Kaszerman/ZUMA Wire / picture alliance)
ASAP Rocky, hier in Siegerpose. Momentan sitzt er in Schweden in U-Haft, die Hintergründe sind noch unklar. (Nancy Kaszerman/ZUMA Wire / picture alliance)

Donald Trump setzt sich für die Freilassung des US-Rappers ASAP Rocky aus der U-Haft in Schweden ein. Laut der Musikjournalistin Miriam Davoudvandi ist das reines Kalkül: Trump wolle damit Wählergruppen ansprechen, die er sonst nicht erreicht.

Angeblich soll er sich nur selbst verteidigt und zwei Frauen beschützt haben, die zuvor begrapscht wurden: Der Rapper ASAP Rocky sitzt nach einer körperlichen Auseinandersetzung in Schweden in U-Haft.

Musikerkollegen wie Justin Bieber setzen sich für ihn ein. Und auch US-Präsident Trump hat Schwedens Regierungschef Stefan Löfven nun gebeten, ASAP Rocky vorläufig freizulassen.

Warum tut Trump das? Laut der Musikjournalistin Miriam Davoudvandi stecken unter anderem Kim Kardashian und ihr Ehemann, der Rapper Kanye West, dahinter. West unterhält gute Beziehungen zu Trump. Kardashian wiederum wolle Juristin werden - und hatte sich bereits zuvor bei Trump für eine Freilassung von Gefangenen eingesetzt.

US-Präsident Donald Trump und Rapper Kanye West nebeneinander vor den Aufzügen im New Yorker Trump Tower (picture alliance / AP/Seth Wenig)Einen Freund unter den US-Rappern hat Trump: Kanye West. Der könnte nun auch hinter Trumps Intervention für den inhaftierten ASAP Rocky stecken. (picture alliance / AP/Seth Wenig)

Und was könnte Trump davon haben? "Ich glaube, es ist ziemlich eindeutig, dass Trump das gerade nur macht, um die Stimmen von Wählergruppen zu bekommen, die er sonst nicht erreicht - und das sind eben Hip-Hop-Fans und Afro-Amerikanerinnen", sagte Davoudvandi im Deutschlandfunk Kultur.

Trumps Image unter Rap-Fans sei früher deutlich besser gewesen als jetzt:

"Die Hip-Hop-Kultur war Trump gegenüber extrem positiv eingestellt, bevor er Präsident wurde beziehungsweise überhaupt in die Politik ging. Er war eigentlich seit den 1990er-Jahren ein Bild für Reichtum, für sozialen Aufstieg und wurde in unzähligen Songs erwähnt."

Inzwischen wissen nun alle, wofür Trump politisch steht. Und das habe dazu geführt, dass viele in der Szene, die zum allergrößten Teil aus Latinos und Afroamerikanern besteht, keine großen Fans mehr von Donald Trump seien, sagte Davoudvandi.

(fmay)

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