Freistil, vom 03.03.2019

Einhörner - Kulturgeschichte eines IrrtumsDas Tier, das es nicht gibt

Als Fantasy-Helden werden sie geliebt, als Schokolade gegessen, als biblisches Untier gefürchtet, als Kondom übergezogen: Einhörner. Was fasziniert bis heute an diesen Fabelwesen?

Das 'letzte Einhorn' aus dem gleichnamigen Film von 1983. (imago / United Archives)
1983 kam der animierte Film 'Das letzte Einhorn' in Deutschland in die Kinos. (imago / United Archives)

Ihre Existenz im christlichen Abendland verdanken die Einhörner einem Fehler. Bei der Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische wurde aus einer Bezeichnung für ein wildes Tier das Einhorn, ein Tier, das aus asiatischen Mythen bekannt war. Auch Aristoteles erwähnte es.

Das Einhorn wurde angeblich von Reisenden wie Marco Polo gesichtet und als gefährlich beschrieben. Das vermeintlich vom Einhorn stammende Horn wurde in der Renaissance als Heilmittel gehandelt, sein Abbild in Teppiche gewebt und seit der Romantik von Dichtern geliebt.

Heute empfangen Esoterikerinnen die liebevollen Botschaften der Einhörner.

Das Tier, das es nicht gibt
Einhörner - Kulturgeschichte eines Irrtums
Von Rolf Cantzen

Regie: Philippe Bruehl
Es sprechen: Nadja Schulz-Berlinghoff, Gabriele Blum und Udo Schenk
Redaktion: Klaus Pilger

Produktion: Dlf 2019

Das Tier, das es nicht gibt . Einhörner (PDF)

Das Tier, das es nicht gibt . Einhörner (Textversion)