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Lange Nacht / Archiv | Beitrag vom 10.08.2019

Eine Lange Nacht über BibliothekenErwarte das Unerwartete

Von Beate Ziegs

Eine Frau tanzt auf einem Stapel von Bücher mitten in einer Bibliothek. (imago images / fStop Images/ Sven Hagolani )
Nicht das Buch steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch als Nutzer und Mitgestalter dieses Raums. (imago images / fStop Images/ Sven Hagolani )

Regale weichen Servern, Bücher werden digitalisiert. Sowohl die öffentlichen als auch die wissenschaftlichen Bibliotheken stecken in einem gewaltigen Transformationsprozess. Doch allen Unkenrufen zum Trotz sind Bibliotheken höchst erfolgreiche Einrichtungen.

Die Besucherzahlen der Bibliotheken übertreffen die von Theatern oder Museen und liegen sogar noch weit vor den Fußballstadien. Als sogenannte Dritte Orte stehen sie jedermann offen und bieten einen nicht-kommerziellen Raum für das Miteinander verschiedenartiger Kulturen. Sie spielen damit eine bedeutende Rolle in der westlich geprägten liberalen Demokratie.

Und so steht tatsächlich nicht das Buch im Mittelpunkt, sondern der Mensch als Nutzer und Mitgestalter dieses Raums. Dieser Ansatz ist allerdings nicht neu, wie ein Blick zurück in die jahrtausendalte Geschichte der Bibliothek zeigt. Schon immer ging es um die Vermittlung von Wissen, nicht um das Hüten des Mediums, auf dem dieses Wissen gespeichert ist.

Herausforderung und Chance

Dass dieser Auftrag von Jahrhundert zu Jahrhundert, von Kultur zu Kultur einem steten Wandel unterliegt, versteht sich von selbst. So sehen die Gesprächspartner dieser Langen Nacht den Transformationsprozess überwiegend nicht als Krise, sondern als Herausforderung und Chance - und wagen einen durchaus optimistischen Blick in die Zukunft.

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