Freistil, vom 30.08.2020, 20:05 Uhr

Eine KunstbegehungDie Liebeslaube oder Auf gute Erde ist zu achten

Von Stefan Zednik

Sie hat keine Tür. Man muss durch ein Wandloch von hinten in den Küchenschrank unter der Spüle durchkriechen. Dann steht man in der „Liebeslaube“, einem Kunstwerk von Gregor Schneider. Zu finden im „Haus u r“, dem bekanntesten Werk des Künstlers: eine begehbare Großinstallation aus verfremdeten Zimmern und Kammern.

Der Künstler Gregor Schneider. (imago/ZUMA Press)
Gregor Schneiders Arbeitsschwerpunkt sind gebaute Räume. Das bekannteste Werk ist das Haus u r in Mönchengladbach–Rheydt. (imago/ZUMA Press)

„Raum im Raum aus Holz und Tischlerplatten, 1 Fenster, 1 Lampe, 1 Badewanne, 1 Bett, 1 Heizung, 1 Küchenschrank, grauer Holzboden, Wände und Decke weiß verputzt, 416 cm lang, 285 cm breit, 315 cm hoch, Rheydt Deutschland, 1985 bis heute“ - das ist die Beschreibung des Kunstwerks „Liebeslaube".

Ist man durch das Wandloch gekrochen, richtet man sich auf und sieht: ein Bett und ein Bad. Ein Plattenkocher, ein Teeservice, Schallplatten mit einem Italienisch-Sprachkurs. Es könnten die Requisiten einer Geschichte sein. Aber welcher? Und wo bleibt die Liebe in dieser Laube? Eine Frage führt zur nächsten. Und ganz schnell werden die Fragen existenziell: Was ist Raum? Was ist Zeit?

Die Liebeslaube oder Auf gute Erde ist zu achten
Eine Kunstbegehung
Von Stefan Zednik

Regie: Ulrich Lampen
Es sprachen: Matthis Breitenbach, Katharina Bach, Martin Ruthenberg, Sofia Flesch-Baldin und Walter Filz
Ton und Technik: Andreas Völzing und Judith Rübenach
Redaktion Dlf: Klaus Pilger
Produktion: SWR/WDR 2018

Die Liebeslaube oder Auf gute Erde ist zu achten (PDF)

Die Liebeslaube oder Auf gute Erde ist zu achten (Textversion)

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