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Zeitfragen | Beitrag vom 21.10.2020

Eine Kulturgeschichte des LichtsAu Revoir, Tristesse!

Von Ulrich Land

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Lichtinstallation mit vielen Strahlern, die senkrechte Lichtsäulen formen.  (Getty Images / Joseph Okpako)
Seit jeher übt Licht eine Faszination auf Lebewesen wie den Menschen aus. (Getty Images / Joseph Okpako)

Ob Feuer, Kerze oder später die Glühbirne – eine Lichtquelle assoziiert der Mensch zunächst wohl immer mit Wärme, Geborgenheit und Leben. Nun in der dunklen Jahreszeit fällt dem Licht wieder eine ganz besondere Bedeutung zu.

Mit der Uhr-Umstellung am 25. Oktober beginnt endgültig die dunkle Jahreszeit. Aber kennen wir in unseren Licht-durchfluteten Städten überhaupt noch wirkliche Dunkelheit? Auf dem Land herrschte früher nach Einbruch der Dunkelheit die absolute, allenfalls mondleuchtende, sternefunkelnde Finsternis. Und selbst in den Städten lösten erst Ende des 18. Jahrhunderts einzelne Gaslaternen die bis dahin üblichen "Tranfunzeln" ab.

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Auch die Jahrzehnte später in Erscheinung tretenden elektrischen Lampen sahen gegen den Lux-Luxus unserer Tage ziemlich blass aus. Heute nennen sich des Zeitgeistes Kinder nach ihrem Leuchtstoff: Neon-Generation. Laserstars, Punktstrahler, Scheinwerferbündel! Das Heimtückische nur: Während die Highlight-Gesellschaft den Vordergrund hellstmöglich ausleuchtet, macht sie ihre strahlende Fassade undurchdringbar.

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