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Feiertag - Kirchensendung / Archiv | Beitrag vom 12.05.2013

Eine Kirche, viele Nationen

Weltkirche vor Ort

Von Elena A. Griepentrog, Berlin

Die katholische Gemeinde der Hauptstadt ist recht international. (Stock.XCHNG)
Die katholische Gemeinde der Hauptstadt ist recht international. (Stock.XCHNG)

Wie lebt man als nicht-deutscher Katholik in Berlin? Was ist vertraut, was ist fremd? Was fehlt ihnen, was ist für sie vielleicht sogar skurril, was genießen sie? Aber auch die andere Perspektive: Was bringen uns fremdsprachige Katholiken (die ja in Berlin immerhin über 20% ausmachen), wie können sie uns bereichern oder sogar uns beibringen? Und wie bereichern sich nicht-deutsche Katholiken wiederum untereinander?

Giselle
"Bei uns basiert die Kirche auf kleinen Gemeinschaften. Jeder Christ muss absolut an solch einer kleinen Gemeinschaft teilnehmen. Und das bedeutet, dass die Messe am Sonntag mit Menschen gefeiert wird, die sich in der Woche in diesen familienähnlichen Gruppen zusammen finden. Und was mir hier besonders aufgefallen ist: In Deutschland nehmen vor allem Ältere an der Messe teil. Bei uns sind es vor allem die Jungen. Und die Jungen sind wirklich sehr aktiv im christlichen Leben."

Die junge Giselle stammt aus Ruanda, einem Land, dessen Bevölkerung zu über 80 Prozent aus Christen besteht. Die weitaus meisten davon sind katholisch. Am Sonntag kommen alle katholischen Gemeinschaften der Nachbarschaft zusammen zum Gottesdienst in der Kirche. Die Messe ist voll und fröhlich, sie dauert oft mehrere Stunden, die Kinder tanzen im Gottesdienst. Doch die Wunden des barbarischen Völkermords von 1994 sind natürlich noch nicht verheilt. Auch Christen waren daran beteiligt, sie waren Täter wie auch Opfer. Das Stammesdenken war damals leider stärker als die Botschaft des christlichen Glaubens. Noch immer sucht die ruandische Gesellschaft nach Wegen, das Grauen zu verarbeiten.

Giselle lebt seit zwei Jahren in Berlin. Sie spricht schon passabel deutsch, wenn es offiziell wird, zieht sie aber französisch vor. Abseits meines Mikrophons ist sie eine temperamentvolle junge Frau, sobald ich es anschalte, wird sie etwas schüchtern. Aber über ihre Kirche redet sie gern.

Giselle
"Was ich an der katholischen Kirche mag, ist, dass es keine Abgrenzungen gibt, man fühlt sich einfach zu Hause. Das heißt, wo immer ich eine Kirche sehe, gehe ich einfach hinein. Ich fühle mich immer willkommen und eingeladen. Und deshalb konnte ich meinen Glauben auch hier weiterleben."

Die römisch-katholische Kirche ist eine Weltkirche. Die einzige große Religionsgemeinschaft mit einer weltumspannenden Infrastruktur und einem gemeinsamen Oberhaupt. Katholisch – das Wort kommt vom griechischen katholikos und bedeutet allumfassend, allgemein. In seinem Ursprung ist katholisch keinesfalls identisch mit römisch-katholisch, es stand einfach für die Gesamtheit der Christenheit.

Bis in die Mitte der 1960er Jahre war die römisch-katholische Weltkirche eher Theorie, der Ton wurde in Europa und in Rom angegeben. Die nicht-europäischen Teile der Kirche passten sich in Ritus und Kultur weitgehend Europa an. Doch seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, dem großen Erneuerungsprozess der katholischen Kirche vor 50 Jahren, wird ernst gemacht mit der Weltkirche. Überall auf der Welt sind einheimische Riten nun erlaubt, das Kirchenleben und die Messe soll sich in die jeweilige Kultur einpassen.

Doch Weltkirche bedeutet noch viel mehr. In Berlin beispielsweise ist sie längst vor Ort angekommen. Rund jeder vierte Katholik, rund jede vierte Katholikin hat hier nicht-deutsche Wurzeln. Es gibt viele eigene ausländische Gemeinden, für Katholiken polnischer, kroatischer, vietnamesischer, spanischer oder englischer Muttersprache. Oft teilen sie sich eine Kirche mit einer deutschen Gemeinde. Darüber hinaus werden in einigen deutschen Gemeinden Gottesdienste in verschiedenen Sprachen angeboten. Viele Katholiken mit nicht-deutschen Wurzeln nehmen auch ganz selbstverständlich an Gottesdienst und Gemeindeleben ihrer deutschen Ortsgemeinde teil.

Seit 2011 gibt es in der Hauptstadt das Internationale Pastorale Zentrum, mitten im problematischen Multikulti-Kiez Neukölln. Nicht-deutsche Katholiken und ebenso Deutsche, die sich in einer normalen Ortsgemeinde nicht zu Hause fühlen, sollen hier eine besondere Heimat finden. Zu vielen Veranstaltungen werden auch die Nachbarn aus Neukölln mit anderer oder keiner Religion eingeladen. Giselle aus Ruanda ist Assistentin im Internationalen Pastoralen Zentrum.

Giselle
"Die Idee dieses Zentrum ist wirklich gut, weil es in Berlin doch ziemlich wenig Sozialleben in der Nachbarschaft gibt. Es gibt so viele Leute, die immer zu Hause bleiben, sie bräuchten eigentlich jemanden zum Reden, aber es ist niemand da. Und niemand hat Zeit. Dieses Zentrum hilft den Leuten, sich zu entlasten und ihre Sorgen zu teilen. Manchmal denkt man einfach zu viel, der Kopf ist ganz voll, und hier können die Leute Orientierung finden. Ich glaube, das hilft sogar gegen Depressionen."

Harendra Fernando ist ein intelligenter, noch junger Mann, mit sehr guten Umgangsformen und freundlichen, wachen Augen. Er nimmt regelmäßig teil am englisch-sprachigen Bibelkreis des Internationalen Pastoralen Zentrums. Harendra stammt aus einer katholischen Familie in Sri Lanka, erzählt er mir. In dem nach dem Bürgerkrieg nach immer unruhigen Land leben insgesamt nur gut 9 Prozent Christen, vor allem in den Küstenregionen. Zur Zeit arbeitet der Physiker Harendra am Leibniz-Institut für Astrophysik in Potsdam. Obwohl er kaum deutsch spricht, geht er manchmal in die katholische Kirche in seiner Nachbarschaft.

Harendra
"Ich hatte das Gefühl, dass die Leute mich sehr willkommen geheißen haben, das konnte ich an der Atmosphäre spüren. Ich mag es, mich in eine andere Gesellschaft zu integrieren und von ihr zu lernen, aber ich kann das nur, wenn ich spüre, dass die Gesellschaft mich akzeptiert. Ich finde, das klappt in Deutschland sehr gut, und ich fühle mich in der Kirche sehr akzeptiert, das hat mir gleich am Anfang gut getan. 2 0,08 Die Grenze ist leider die Sprachbarriere. Denn ich spreche kein Deutsch, und die meisten Menschen in Potsdam sprechen kein Englisch. Aber sie versuchen ihr Bestes, und ich versuche mein Bestes, um zu kommunizieren."

Harendra lernt zwar deutsch, vermutlich wird er aber nur einige Jahre in Deutschland bleiben. So geht er zur Messe meist in die englisch-sprachige Mission in Berlin, ein buntes, energiegeladenes Gemisch aus englisch-sprachigen Katholiken aus der ganzen Welt. Dort trifft Harendra immer auch Kollegen, sie führen wie er das typische internationale Leben von hoch gefragten Wissenschaftlern. Harendra hat vor Potsdam bereits in Irland, Australien und Schweden gelebt.

Harendra
"Die katholische Kirche ist Teil meines Lebens. Immer, wenn ich in einem neuen Land bin, ist das erste, was ich tue, zu schauen, wo die nächste katholische Kirche ist. Zum Einen bekomme ich viel von der Kirche, besonders in der Messe, jedes Mal lerne ich in der Predigt etwas Neues. 2 3,35 Und zweitens finde ich neue Freunde am leichtesten in der Kirche. Und von da aus breitet es sich dann aus, zum Arbeitsplatz etc. Denn die Leute in der Kirche sind sehr hilfsbereit und du findest immer einige gute Freunde, bekommst Informationen und so weiter."

So ist für Harendra die katholische Kirche der Fixpunkt in seinem unruhigen internationalen Leben. Im kirchlichen Alltag sieht er nur wenig Unterschiede zwischen Deutschland und seiner Heimat. Auch, wenn in Sri Lanka die Kirche neben dem sonntäglichen Gottesdienst auch in der Woche sehr viele religiöse Angebote macht. Vor Ostern etwa wird überall in den Nachbarschafen öffentlich der Kreuzweg gebetet. Die eigentlichen Unterschiede liegen wohl eher in der Mentalität. Die großen Fragen der Katholiken hierzulande sind in Sri Lanka zum Beispiel bisher kein Thema.

Harendra
"Die Sache ist die, dass die Leute nichts hinterfragen so wie in den westlichen Staaten. Ich weiß, dass die Leute hier Positionen der Kirche hinterfragen, zum Thema homosexuelle Ehen, der Situation von Geschiedenen oder unverheiratetes Zusammenleben. Denn hier ist das in der Gesellschaft zum Teil akzeptiert. Aber in Sri Lanka ist die Kultur weitgehend buddhistisch geprägt, und die Gesellschaft akzeptiert diese Dinge nicht. Sogar Scheidung nicht. Wenn eine Familie droht, auseinander zu brechen, versuchen alle, der Familie zu helfen, wieder zueinander zu finden."

Harendra Fernando selbst hat wenig Probleme mit diesen Themen. Sie sind für ihn vor allem kultur- und gesellschaftsabhängig. Deshalb kann er sich auch gut an den westlichen Lebens- und Glaubensstil anpassen. Und auch an das unterschiedliche Selbstverständnis der Priester.

Harendra
"In Sri Lanka sind die Priester sehr direkt. Sie greifen offensiv ein, wenn jemand etwas Schlechtes macht oder etwas nicht gut läuft. Und die meisten Leute akzeptieren das. Hier sagen die Priester Dinge eher allgemein, sie beziehen sich nicht auf konkrete Fälle. Also, es hängt einfach von der Gesellschaft ab. In dieser Gesellschaft mag ich die Art, wie sich Priester hier verhalten. In Sri Lanka, würde ich sagen, müssen die Priester einfach direkter sein (Lachen). Ansonsten würden die Leute ihn gar nicht verstehen, sie sind manchmal etwas borniert."

Südfrankreich. Dort habe ich als Ausländerin katholische Weltkirche erlebt. Als Studentin habe ich eine Zeit lang in Montpellier gelebt. Mein erster Gang am ersten Sonntag dort führte mich in eine normale französische Messe. Die Kirche sah aus wie eine Turnhalle, jeder blieb sehr für sich, nach rund 40 Minuten war die Messe schon vorbei, irgendwie einfach durchgerattert. Es war schrecklich. Doch dann landete ich per Zufall – oder war es Fügung? – an einem Sonntag Abend in einer uralten Kirche des Dominikanerordens. Sie stand in der mittelalterlichen Altstadt, war innen nur mit Kerzen beleuchtet, es gab keine Kirchenbänke, alle saßen auf dem dunkelroten Teppich, und von irgendwoher drang meditativer Gesang zur Einstimmung auf die Messe. Das war wundervoll, geradezu magisch. Und ich war sofort zu Hause. Zuhause in meiner Kirche, mitten in Südfrankreich, das mir damals unendlich fern von Deutschland vorkam.

Auch die Leiterin des Internationalen Pastoralen Zentrums in Berlin, Klaudia Hoefig, hat weite Teile ihres Lebens im Ausland verbracht, als Ehefrau eines Managers.

Klaudia Hoefig
"Für mich war die katholische Kirche schon sehr wichtig. Egal, wo man territorial war, war man spirituell irgendwo verortet. Das ist natürlich etwas, das ist schon eine tolle Sache. Egal, wo man hingeht auf der Welt, man kann wiedererkennen, dass man auf der Metaebene ja dazu gehört."

Klaudia Hoefig ist eine lebendige, kraftvolle und kontaktfreudige Frau. In den Südstaaten der USA verbringt sie wie die meisten Amerikaner den halben Sonntag mit Kind und Kegel in der Kirche, mit Messe, gemeinsamem Essen und Weiterbildungsveranstaltungen. In Brasilien arbeitet die ausgebildete Gemeindereferentin zusammen mit einer Freundin als Streetworkerin mit Obdachlosen und anderen Randgruppen. Am eindrücklichsten ist für Klaudia Hoefig die Erfahrung in China, ein Land, in dem sie kulturell praktisch nichts Vertrautes wiederfinden kann. Und dennoch hat sie damals rund acht Millionen Mit-Christen, in der staatlich kontrollierten Kirche, aber auch in der Untergrundkirche. Gerade die Untergrundchristen werden grausam verfolgt. Auch die normale Gemeindearbeit ist nur sehr eingeschränkt möglich. Und christliche Feiertage sind normale Arbeitstage, auch Weihnachten. Dies bringt Klaudia Hoefig manches Aha-Erlebnis.

Klaudia Hoefig
"Den 24.Dezember in Chengyang werde ich mein Lebtag nicht vergessen. Ich wollte versuchen, ein möglichst deutsches Weihnachtsessen zu kochen. Und beim Kochen des Weihnachtsessens ist das Gas ausgefallen, ich hatte also einen ganz tollen Braten im Ofen, und es ging nichts mehr. Und dann kam also gegen Abend ein chinesischer Handwerker, weil ja das Gas nicht ging, und er hatte Socken an, das werde ich nie vergessen, da waren ganz viele Löcher drin. Er ist durch den ganzen schönen Weihnachtsraum gelaufen in meine Küche, hat versucht, das Gas anzustellen, es ist nicht gegangen, und ich habe eigentlich an dem Abend gemerkt, ich versuche, ganz gezwungen, irgendetwas hochzuhalten, aber eigentlich ist ja Weihnachten etwas Anderes. Diese Episode mit dem Arbeiter hat mir eigentlich absolut gezeigt, dass es uns zurück führt. Wenn man all die Weihnachtskugeln und all das wegnimmt, muss man ja sich ja fragen, wenn ich weit weg bin von zu Hause: Was ist mir denn wichtig an diesem Fest? Was steht denn für mich vom Glauben her... was ist wichtig an dem Tag?"

Dieser Kern des christlichen Glaubens ist es. Seinetwegen gibt es Momente, wo sich Klaudia Hoefig auch in der Messe einer chinesischen Kathedrale zu Hause fühlt, inmitten von 800 chinesischen Katholiken in einer unansehnlichen Industriestadt.

Klaudia Hoefig
"Dadurch, dass man ja als Katholik weiß, wie so eine Messe abläuft, konnte man sehr gut ableiten, wo man jetzt gerade war in der Messe, auch, wenn man kein Wort verstanden hat, wenn man Glück hatte, gab es mal ein Evangelium, wo das Wort Jü für Fisch vorkam, dann konnte man sich ungefähr ausrechnen, um was es geht (Lachen). Aber das war schon eine sehr interessante Erfahrung."

2006 dann steht Brasilien auf dem Lebensplan von Familie Hoefig, für sechs Jahre. Brasilien, ein Land mit europäisch-vertrauten Wurzeln, noch immer ganz überwiegend katholisch. Transzendentes ist überall präsent, jeder lebt damit. Es ist ganz normal, dass man Wildfremden auf der Straße "Gott segne dich" sagt. Oder "Geh mit Gott". Doch ob das wirklich immer der christliche Gott ist? Religiöse Bildung gibt es in Brasilien wenig, auch das allgemeine Bildungsniveau ist noch immer nicht vergleichbar mit Europa. Stattdessen regiert oft das Gefühl, auch in religiösen Fragen. Eine ganz neue Erfahrung für die skeptische Mitteleuropäerin Klaudia Hoefig.

Klaudia Hoefig
"Es gibt eine große Flexibilität. Also, man kann katholisch sein, wir gehen sonntags in die Messe, mittwochs gehe ich zu den Spiritisten und freitags kann es sein, dass ich auf einem Terreiro de Umbanda anzutreffen bin. Weil mir mein Bezug zu dem Göttlichen in verschiedenen Formen ich das ausgedrückt haben möchte. Das war mir manchmal auch zu viel. Da habe ich manchmal gemerkt, dass es da keine große Unterscheidung gibt. Die Leute, die katholisch sind in den Gemeinden, die auch sonntags in die Messe kommen, war für mich nicht abzuschätzen, ob die wirklich wissen, was sie glauben."

Denn die alten Riten, vor allem die afrikanischen wie der Umbanda-Kult, leben in Brasilien fort, manchmal auch mitten in der katholischen Kirche. Dennoch war Klaudia Hoefig in den sechs Jahren oft fasziniert vom emotionalen und natürlichen Zugang der Brasilianer zum Glauben und zum Übersinnlichen. Sie hat viel dort für ihren eigenen Glauben gelernt, sagt sie. Zum Beispiel auch vom großen Optimismus vieler Brasilianer. Selbst die für uns unvorstellbar Armen in den Favelas haben häufig ein ausgeprägtes Gottvertrauen.

Klaudia Hoefig
"So jemand sitzt da: ja, der liebe Gott wird es schon richten, und ich stehe jeden Tag auf und ich mache meinen Cafesino und sehe zu, wie ich mit der Situation, die ich habe, umgehe. Nicht im Sinne, dass ich nicht etwas verändern will. Ich glaube, da hat natürlich die Kirche schon auch ihren Einsatz. Es gibt ganz klar eine Option für die Armen. Und es gibt ganz klar mittlerweile Projekte, die versuchen, Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, eine Stimme zu geben."

Teil einer Weltkirche zu sein ist spannend. Denn Weltkirche ist ein Motor, um Völkerverständigung und Nächstenliebe wirklich zu leben. Und zu lernen, füreinander Verständnis aufzubringen. Das gemeinsame Zentrum, der Glaube, macht es leichter, uns alle als Teil einer großen Menschheitsfamilie zu sehen. Wir nehmen uns gegenseitig einfach mehr wahr, so fremd wir uns kulturell vielleicht auch sind. Das macht letztlich oft sogar das Verständnis für Menschen anderer Religionen leichter.

Vor allem aber öffnet das Prinzip Weltkirche die Tür zum universellen Kern des christlichen Glaubens. Was ist die eigentliche Botschaft des Evangeliums, unabhängig von allen gewohnten, vielleicht auch eingefahrenen Traditionen? Diesem Geheimnis kann man wohl in der Ferne oder im Umgang mit Fremden oft viel näher kommen als im Altvertrauten. Auf jeden Fall stellt man sich diese Frage viel häufiger: Was ist die tiefere Wahrheit des Christentums?

Genauso so hat es auch Klaudia Hoefig erlebt, in ihren vielen Jahren als Katholikin im Ausland.

Klaudia Hoefig
"Wenn man dann zurück kommt, kommt man auch als Katholikin, so wie man als Deutsche vielleicht nicht mehr so zurück kommt, wie man weggegangen ist, muss ich ganz klar sagen, dass ich da auch, was die katholische Kirche angeht, ich eben auch viele Dinge heute anders sehe als ich das vor 25 Jahren gesehen habe. Halt einfach diese Weite, die man eben in diesem Katholon..., dieses Allumfassende... das kann ich jetzt viel besser verstehen."


Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag hat der katholische Senderbeauftragte für Deutschlandradio Kultur, Pfarrer Lutz Nehk.

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