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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 18.06.2012

Eine Bilanz und ein Blick in die Zukunft

Die Energiewende in Deutschland

Von Theo Geers und Dieter Nürnberger

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Eine Baustelle für Pohtovoltaik-Anlagen in der Oberpfalz. (Deutschlandradio)
Eine Baustelle für Pohtovoltaik-Anlagen in der Oberpfalz. (Deutschlandradio)

Mitte März 2011 hat die Bundesregierung die Energiewende ausgerufen und gleich acht Atomkraftwerke stillgelegt. Ende Juni war der Atomausstieg dann amtlich: Bis 2022 sollen alle Meiler vom Netz. Ersatz sollen regenerative Energien liefern.

Dann sollen rund 35 Prozent der Energie grün sein, sprich aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse entstehen. Bis 2050 sollen es sogar 80 Prozent werden. Worum Grüne jahrelang gekämpft haben, ist im vergangenen Jahr unter Schwarz-Gelb gesellschaftlicher Konsens geworden. Doch noch kommen 18 Prozent des Stroms aus Atomkraftwerken, und seit Kurzem feiert auch die Braunkohle ein Comeback.

Die Bilanz des ersten Wendejahres fällt für die Bundesregierung ernüchternd aus: Die Offshore-Windparks können nur einen Bruchteil der bis 2020 geplanten Strommengen liefern, da der Ausbau der Hochleistungsstromleitungen, der Stromautobahnen von Nord nach Süd, nur schleppend vorankommt. Der angekündigte Steuerbonus für energetische Gebäudesanierung liegt im Bundesrat auf Eis, dabei ist das Energiesparen ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Wende. Die Solarförderung ist um 20 bis 30 Prozent gekürzt worden. Kritiker beklagen, dass Bund und Länder die Energiewende nur halbherzig betreiben.

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