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Feiertag - Kirchensendung / Archiv | Beitrag vom 06.04.2008

Eine Art Feindesliebe

Erich Fried und seine Ethik

Von Pastor Friedrich Grotjahn und Anna Barbara Hagin, Bochum

Obwohl er sich als Atheist bezeichnete, war für Erich Fried die Bibel ein großer literarischer Einfluss. (AP)
Obwohl er sich als Atheist bezeichnete, war für Erich Fried die Bibel ein großer literarischer Einfluss. (AP)

Erich Fried verstand sich als Atheist. In seinen Texten stößt man trotzdem immer wieder auf die Bibel. Im Mittelpunkt steht dabei die Bergpredigt. An Jesus Christus als einen "Erlöser" hat er nicht geglaubt. Aber er sah sich in Übereinstimmung mit dem Juden Jesus von Nazareth: Es gelte, dessen Weisungen im praktischen Leben umzusetzen.

"Nein, ich glaube nicht an einen Gott. Ich gehöre keinem Glauben an, weder dem jüdischen noch dem christlichen. Der Glaube hat für mich keine Bedeutung."

Es ist Erich Fried, der Schriftsteller jüdischer Herkunft, der hier so dezidiert seinen Atheismus erklärt. Die Bibel aber, das Buch der Juden und der Christen, bedeutete ihm sein Leben lang sehr viel. Das alte, das erste wie das neue, das zweite Testament.

Drei Bücher begleiteten den Siebzehnjährigen 1938 auf seiner Flucht aus Wien vor den Nationalsozialisten: ein englisches Lexikon, Goethes Faust und die Bibel. Und später, als er gefragt wurde, wer ihn literarisch am meisten beeinflusst habe, nannte er an erster Stelle das Buch der Bücher.

"Die Bibel möchte ich immer wieder lesen,
nicht Gotteswort. Doch Menschenwort ist viel.
Chronik, Gesetz. Propheten sind gewesen,
in Psalmen klingt mir Davids Saitenspiel."


Erich Fried war 22 Jahre alt, als er dies schrieb. Nicht Gottes Wort interessierte ihn an der Bibel. Er las sie als Zeugnis von Menschenwort. Sie begleitete ihn durch sein Leben, das geprägt war von der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie Verfolgung, Vertreibung, Gewalt auf der Welt ein Ende gesetzt werden kann. Die Frage, die ihn sein Leben lang nicht los lässt, nach allem, was er erlebt hat. Schon in sehr jungen Jahren.

Er war gerade mal sechs Jahre alt, da bekam er einen ersten Eindruck brutaler staatlicher Gewalt, aber auch der Möglichkeiten, politisch aktiv zu werden.

Es geschah in Wien, 1927, am so genannten "Blutigen Freitag". Da wurden 86 Arbeiter von der Polizei erschossen. Erich Fried war mit seiner Mutter in der Nähe gewesen, hatte die Bahren mit Verwundeten und Toten gesehen. Als er in demselben Jahr bei der Weihnachtsfeier seiner Schule ein Gedicht aufsagen sollte, weigerte er sich aufzutreten. Er verlangte, dass der Polizeipräsident, der unter den Gästen war, den Saal verlässt. Und er setzte sich durch.

Das Jahr 1938 verändert sein Leben grundlegend. Es ist das Jahr, in dem der Gymnasiast aus Wien von den Nationalsozialisten zum verfolgten Juden gestempelt wird.

Im März 1938 wird Österreich durch deutsche Truppen besetzt. Knapp anderthalb Monate später werden Erich Frieds Eltern verhaftet. Ende Mai wird der Vater in erbärmlichem Zustand, halb totgeschlagen, aus der Haft entlassen.

" ... am 24. Mai 1938, an seinem 48. Geburtstag, kam er heim, wurde heimgebracht in sterbendem Zustand. Ich habe ihn auf der Treppe getroffen und nicht wieder erkannt ... Er war weißhaarig und hatte weiße Bartstoppeln. Er war zuvor nicht weiß gewesen, und unrasiert hatte ich ihn nie gesehen. Er ist am selben Tag gestorben."

Im August desselben Jahres, man hatte den Frieds die Wohnung gekündigt, rettet sich der Siebzehnjährige vor den Nazis: Allein flieht er über Belgien nach England.

Schon bald hat er dort eine Anstellung als Bürogehilfe beim Jüdischen Flüchtlings-Komitee. Er gründet eine Selbsthilfegruppe, die "Emigrantenjugend", die bis Kriegsausbruch über siebzig Menschen nach England bringt, darunter auch seine Mutter.

Und hier, im Londoner Exil ist er bis zu seinem Tod geblieben. Seine Gedichte aber schrieb er auf Deutsch. Von Anfang an.

Auf die Frage, woher er die Kraft genommen habe, nach seinen furchtbaren Erfahrungen an der deutschen Sprache festzuhalten und das Schreiben in dieser Sprache zu seinem Beruf zu machen, gab er zur Antwort:

"Erstens, weil ich sie geliebt habe. Zweitens weil mein Vater gesagt hat, wenn er lebend rauskommt, will er darüber schreiben. Er kam aber nicht lebend raus, und da dachte ich, vielleicht sollte ich das tun. Und meinte nicht nur, über die Nazis zu schreiben, sondern gegen jede Form von Barbarei. ... Und was die deutsche Sprache angeht, so lasse ich mir doch von Hitler nicht meine Muttersprache rauben."

Neben Gelegenheitsarbeiten, mit denen er sich über Wasser hält, arbeitet er, wie er es sich vorgenommen hat, als Schriftsteller. Erste Gedichte von ihm lesen Exilanten in London bereits ab 1940 in den entsprechenden Zeitschriften. 1944 erscheint der Gedichtband "Deutschland" und ein Jahr später ein Band mit dem Titel: "Österreich". Darin wandte er sich gegen die in der Exilpresse weit verbreitete Auffassung von der Kollektivschuld der Deutschen und gegen den schablonenhaften Hass, der in der alliierten Welt um sich griff, nach dem Motto: "Nur ein toter Deutscher ist ein guter Deutscher".

Der Exilant Fried, von den Nazis verfolgt und verjagt, schwimmt gegen den großen Strom der Zeit. Er, der selbst allen Grund zum Hass gehabt hätte, tritt ein gegen "billigen, leichtfertigen Hass", wie er es nennt.

Das Thema "Schuld und Vergeben von Schuld" beschäftigt Erich Fried immer wieder aufs Neue. Er träumt von einem anderen Blick auf den Menschen. In seinem Gedicht "Eine Art Feindesliebe" klingt das so einfach und klar:


Eine Art Feindesliebe

Mitleid haben
auch mit denen
in denen das Leid
so schlecht wie keinen
Platz mehr gelassen hat
Für ihr Mitleid.


Ende 1945 beginnt Erich Fried mit der Arbeit an einem Roman: "Ein Soldat und ein Mädchen". Anlass ist der Prozess gegen die Verantwortlichen des Konzentrationslagers Bergen-Belsen, von dem Fried in London aus der Zeitung erfährt. Zu den zum Tode Verurteilten gehört die erst 19-jährige Aufseherin Irma Greese. Sie wird im Dezember 1945 gehenkt.

Um sie geht es in seinem Roman. Fried nennt sie Helga. Und während die wahre Irma Greese zu denen gehörte, die mit unvorstellbarer Grausamkeit ihre Opfer malträtierten, gibt Fried seiner Romanfigur deutlich mildere Züge.

"Es waren mehrere Todesurteile gefällt worden, gegen Männer und gegen Frauen. Helga hätte als Jüngste und nicht gerade am schwersten Belastete vielleicht Aussicht gehabt, mit dem Leben davon zu kommen. Aber sie hatte während der Verhandlung weder geweint noch gebeten oder öffentliche Reue bekundet, sondern scheinbar unbewegt erklärt, sie bedaure ihr Tun als Lageraufseherin nicht im Mindesten."

"Es ist merkwürdig", so heißt es in der Geschichte, "dass vor Gericht derlei trotzige Bekenntnisse immer für bare Münze genommen werden, obwohl sie oft nur eine letzte dünne Wand sind, hinter der mehr echtes Entsetzen, Schuldgefühl und Verzweiflung aufgespeichert sein kann, als bei den meisten bereitwillig Zerknirschten.

Hätte sich ein Kranker in der Sprechstunde eines Psychologen benommen, wie Helga vor Gericht, so wären die Heilungsaussichten vielleicht nicht ungünstig gewesen. Es würde ein Zusammenbruch kommen müssen, und dann könnte man anknüpfen, helfen, ändern ...

Vor diesem Forum jedoch hatte nicht das Werden das Wort, nicht was aus ihr werden sollte, sondern einzig und allein, was aus ihr geworden war, die begangenen, vergangenen Vergehen und Verbrechen, deren Furchtbarkeit den Richtern den Blick für Art, Grenzen und Grad ihrer eigenen Verstricktheit in diese Schuld trübte. Wo aber eine Gegenwart von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, dort ist immer der Wohnort des Todes."

Ein Gnadengesuch zu unterzeichnen weigert sich die Romanfigur "Helga". Und wenige Wochen später, die Frist für Gesuche und Berufungen war abgelaufen, teilt man ihr mit, dass das Todesurteil voraussichtlich am nächsten Tag vollstreckt würde. Ob sie einen letzten Wunsch habe. Und da, aus einem plötzlichen Impuls heraus, zeigt sie auf einen der zufällig anwesenden Wachsoldaten und sagt: "Ja, ich habe noch einen Wunsch. Ich will heute Nacht mit wem schlafen. Mit diesem Ami da, mit dir!"

Der Soldat, an den sich Helgas Wunsch richtet, ist zutiefst erschrocken, und er hat durchaus nicht die Absicht, ihr diesen Wunsch zu erfüllen.

"Während des Gerichtsverfahrens hatte er sich immer wieder dabei ertappt, dass er Helga anstarrte. Was er dabei empfand, war so stark, dass er zuzeiten unter irgendeinem Vorwand den Gerichtssaal verlassen hatte und draußen hin und her gelaufen war. Er hasste dieses theatralische Benehmen, wie er es nannte, aber er konnte sich davon nicht frei machen. Um eine Erklärung für seine Gefühle war er bisher nicht verlegen gewesen. Es war Hass, wütender, gewaltiger Hass gegen dieses Mädchen und gegen alles, was sie verkörperte. Zu diesem Hass hatte er - deutscher Jude, heimatloser Emigrant und nun waffenklirrendes Gespenst in den Ruinen des eigenen Landes - wahrhaftig Grund genug. ... Nicht nur, dass seine Eltern und Verwandten umgekommen waren, sondern auch das zunichte Werden seiner eigenen Lebenspläne ... das alles war die Schuld dieses Mädchens Helga."

Das ist die eine Seite seiner Gefühle. Die andere ist ihm erst nach Ende des Prozesses aufgedämmert.

"Dieser Hass, der anders war als jeder andere Hass, dieser Hass auf den ersten Blick ... war kein Hass."

Es war eine völlig unerwartete Liebe zu dem zum Tode verurteilten Mädchen, die den Soldaten überfiel.

"Keine wohlbegründete, sondern eine abgründige, keine Liebe auf den ersten Blick, sondern eine Liebe auf den letzten Blick; verirrt, verloren, bereit zum Aufbruch ins Grundlose. Solche Gefühle reifen nicht, brechen nicht als Blattwerk und Knospe hervor, sondern sind einfach da, wie die Herbstzeitlosen."

Wenn er Helgas letzten Wunsch nicht erfüllen würde, darüber ist sich der Soldat klar, würde er nicht weiterleben können. Und wenn er ihn erfüllte?

Erich Frieds Protagonistin hat, als sie ihren letzten Wunsch ausspricht, den Soldaten weder geliebt noch anziehend gefunden. Dass er überhaupt in Erfüllung gehen würde, hat sie nicht geglaubt.

"Er war nicht viel mehr als Trotz und Angst vor dem Nichts gewesen."

Doch es wurde mehr daraus. Die Zeit mit diesem Mann wurde ihr eine "bitternotwendige Unterbrechung der Stunden zum Tode; wurde Sehnsucht, Hoffnung, immer deutlichere Verkörperung des Lebens im sinkenden Dunkel der vorabendlichen Zelle."

Und nach dieser Begegnung? Sind da beide, der Soldat und das Mädchen noch die Gleichen?

" ... Helga (hatte) ihre frühere Gesinnung aufgegeben, obwohl sie ihr noch während des Prozesses hartnäckig treu geblieben war. ... Nicht, dass Helga sich nach dem Wind gerichtet hätte, der zu ihrer Hinrichtung wehte; das hat ein zum Tode Verurteilter nicht nötig. ... Es scheint, dass für sie der Soldat - gerade weil er der 'anderen Seite' angehörte, und weil er Jude war - in ihrer sich neu bildenden, gedrängten letzten Welt die Stelle verkörperte, in der Abbitte geleistet und etwas gutgemacht werden musste; und Helga konnte jetzt zum ersten Mal Reue zeigen, weil keine Reue mehr von ihr verlangt wurde."

Der Soldat im Roman macht den Versuch, das Todesurteil aufheben zu lassen. Er erklärt, dass Helga "nicht mehr schuldig sei. Nein, nicht unschuldig, aber jetzt nicht mehr schuldig, das sei doch ganz einfach, weil ein Mensch nicht derselbe bleibe."

Es war ein unbeholfener Versuch, und er blieb erfolglos. Der Soldat wird ins Armeekrankenhaus eingewiesen und nach monatelanger psychiatrischer Behandlung nach Amerika zurückgeschickt. Er wurde das Gefühl, mitschuldig an ihrem Tod zu sein, nicht los.

Erich Fried begann seinen Roman "Ein Soldat und ein Mädchen" direkt nach dem Krieg. Erst fünfzehn Jahre später, 1960, veröffentlichte er ihn. Im Nachwort schreibt er:

"In all den Jahren hat mir dieses Buch mehr als irgendeine andere Arbeit bedeutet, ausgenommen einzelner Gedichte. Dennoch kostete es mich fast immer große Überwindung, daran zu arbeiten. Die hier gestellten Fragen schienen und scheinen mir immer noch sehr wichtig, und mein eigener Widerstand, mich diesen Fragen zu stellen und etwas Verbindliches dazu zu sagen, war dementsprechend groß."

Erich Fried stellte sich den Fragen nach dem Umgang mit der Schuld, nach Menschlichkeit und Auflehnung gegen Unmenschlichkeit sein Leben lang und mit einer Radikalität wie kaum ein anderer - damals und heute.

"Ich bin dringend dafür, dass die Menschen Schuld und Mitschuld auf sich nehmen lernen, die sich aus unseren verschiedenen geschichtlichen Zusammenrottungen ergeben. ... Aber heute wird oft übersehen, dass das Auf-sich-nehmen und Aufarbeiten solcher Lasten im Allgemeinen nur möglich ist, wenn Menschen von der anderen Seite bereit sind, zu verstehen und zu lieben."

Feindesliebe - ganz wie sie in der Bergpredigt verhandelt wird. In einem Gedicht, das Erich Fried ein Jahr vor seinem Tod schrieb - er starb im November 1988 -, mahnt er sie ein letztes Mal an - in sachlicher Übereinstimmung mit Jesus von Nazareth.


Weltfremd
Wer denkt
dass die Feindesliebe
unpraktisch ist
der bedenkt nicht
die praktischen Folgen
der Folgen
des Feindeshasses


Weltfremd? Sicher nicht. Vielmehr auch im zwanzigsten Jahr nach Erich Frieds Tod ungebrochen aktuell. Und die Stimmen nach einer Art Feindesliebe werden angesichts der Folgen von nicht enden wollendem Hass, Unrecht und Gewalt immer lauter. So war der Präsident des Kirchentages 2007 in Köln, Reinhard Höppner, in einem Friedensappell zu hören:

"Nur wo auch mein Feind einen menschenwürdigen Platz hat, kann Frieden werden. Jesus sagt: 'Liebt eure Feinde.' Ja, auch sie gehören an den Verhandlungstisch."

Den Menschen zu sehen und zu suchen, "... auch wenn dieser selbst sich bemüht hat, die Spuren seines Menschentums zu verwischen ..." Dies ist die Forderung, die ganz im Sinne Erich Frieds ist und zugleich im Sinn dessen, der uns das Vater Unser gelehrt hat.

Musikangaben:
CD "Im Fluss der Zeit", Interpreten: Kaftan, Zavelberg, Angerhausen, Titel: "Nachtengel"; "Gondellied" und "Nordwärts".

Literaturangaben:
Erich Fried, Ein Soldat und ein Mädchen, Berlin 1998.
Erich Fried, Gesammelte Werke, Gedichte Bd. 1 bis 3, Berlin 1998.

Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei Pfarrerin Petra Schulze, evangelische Senderbeauftragte der EKD für Deutschlandradio und Deutsche Welle.

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