Freistil, vom 24.10.2021, 20:05 Uhr

Ein Trip durchs SuburbaneSpeck: Geschichten aus dem Gürtel

Von Christoph Spittler

Der Speckgürtel: Ein Rand, der längst die Mitte ist. Eine Peripherie, die sich ausdehnt und vielleicht bald das ganze Land ausfüllt. Suburbia ist nicht Stadt, nicht Land

Die Baustelle eines Eigenheims in ländlicher Umgebung. (dpa / picture-alliance / Markus Scholz)
Die Baustelle eines Eigenheims in ländlicher Umgebung. (dpa / picture-alliance / Markus Scholz)

Eine Welt voller Parks: Wohnparks, Einkaufsparks, Freizeitparks, Musterhausparks. Dazwischen Brachland, Äcker, Baumärkte und gigantische Shoppingmalls auf grünen Wiesen. Kulturpessimisten sehen in der zersiedelten suburbanen Landschaft Symptom und Sinnbild der pervertierten, naturfressenden Zivilisation; Architekten glauben an die Zwischenstadt als eine neue Form der Kulturlandschaft.

Was für Menschen bevölkern den Planeten Suburbia? Wie ist es, zwischen Shoppingmall, Erlebniscenter und Wohnpark-Reihenhaus mit seriengefertigtem Heizkamin zu leben?

Speck: Geschichten aus dem Gürtel
Ein Trip durchs Suburbane
Von Christoph Spittler

Regie: Philippe Brühl
Es sprachen: Eva Meckbach, Thomas Frenzel
und Bettina Kurth
Ton und Technik: Martin Eichberg
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Deutschlandfunk 2014
Eine Wiederholung vom 26.01.2014

Christoph Spittler, 1969 in der niedersächsischen Provinz geboren, landete schon während des Studiums der Ethnologie mit Interview- und Musikaufnahmen aus seinen Feldstudien beim Radio. Daraus wurde eine lang anhaltende Liebe. Er hat die hybride Form des dokumentarischen Hörspiels für sich entdeckt: Zu den realen Protagonistinnen und Protagonisten seiner Features schleichen sich oft erdichtete Stimmen hinzu. Die Verwerfungen der Konsumwelt sind Spittlers Lieblingsthema. Er lebt in Berlin.

Der Freistil-DREIERPACK begann am 10. Oktober mit dem Feature "Panzerfahren für Papi – das Geschäft mit den Erlebnisgeschenken" aus dem Jahr 2015 - was passiert, wenn das "Leben" als Erlebnis-Paket in standardisierter Format an der Supermarktkasse verkauft wird?
Am 17. Oktober folgte "Schönsprech – die Inflation der angenehmen Stimmen" (2012). Die Sendung beschreibt die sprachakustische Gehirnwäsche, der wir durch die Omnipräsenz lackierter Schauspielstimmen in Werbung und Popkultur ausgesetzt sind.
Zum Abschluss nun am 24. Oktober "Speck – Geschichten aus dem Gürtel" aus dem Jahr 2014, ein wilder Trip durch die sich ausbreitenden Wüsten vorstädtischer Hässlichkeit.

Abonnieren Sie unseren Newsletter!