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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 05.10.2009

Ein starkes Netz?

Kinderschutz drei Jahre nach dem Fall Kevin

Von Barbara Leitner

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Ein trauriges Kind vor einem zerbrochenen Spiegel (Stock.XCHNG / kat callard)
Ein trauriges Kind vor einem zerbrochenen Spiegel (Stock.XCHNG / kat callard)

Am 10. Oktober 2006 wird der zweijährige Kevin in Bremen tot aufgefunden. Der für seinen Tod verantwortliche drogenabhängige Ziehvater hatte die Leiche im Kühlschrank versteckt. Dieser Umstand und die Tatsache, dass Kevins kurzes, leidvolles Leben von Geburt an von Sozialarbeitern begleitet wurde, verleiht dem Fall besondere öffentliche Aufmerksamkeit.

Die Erregung steigt, als danach weitere Fälle von Kindstötungen und -misshandlungen öffentlich werden. Das Leiden dieser Kinder steht für das das Versagen von Eltern, aber auch für das Versagen sozialer Schutzmechanismen und staatlicher Stellen. Kinderschutz wird in der Folge zum wichtigen politischen Thema. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen verspricht, zehn Millionen Euro in ein Frühwarnsystem zu investieren. Auf einem Kinderschutzgipfel werden bessere Hilfen für Eltern zugesagt. Bund und Länder kündigen Gesetzesänderungen an. Die Sendung fragt: Was ist aus den Vorhaben geworden? Welche frühen Hilfen gibt es heute und wie gelingt es auch unter problematischen Verhältnissen, Eltern zu helfen und Kinder zu schützen?

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

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