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Echtzeit | Beitrag vom 15.02.2020

Ein Lob auf das verschwommene BildUnscharf

Moderation: Marietta Schwarz

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Eine abendliche Straßenszene. Junge Menschen und Lichter sind nur unscharf zu sehen. (Unsplash/Cory Gazaille )
Dinge mal nicht ganz klar und deutlich zu sehen, kann auch Erkenntnisse bringen. (Unsplash/Cory Gazaille )

Ein Thema - vier Facetten: Eine Brillenerfindung aus Kalifornien soll uns vor Werbung bewahren, Mode inspiriert in Hongkong, die unsichtbar macht, Tattoos, die altern, und beglückenden Beziehungen jenseits der Zweisamkeit.

Viele fühlen sich im Alltag von den permanenten Werbebotschaften auf Videoleinwänden und Displays gestört. Abhilfe könnte da die Erfindung eines kalifornischen Künstlers schaffen, die angeblich Werbedisplays einfach ausblendet. Der Nachteil daran? Die Welt wird lila!

Wenn das Lila schließlich verblasst, kommt der Kunsthistorike Ole Wittmann ins Spiel. Er hat untersucht, wie Tattoos altern. Und wie Tätowierer das Verschwimmen der Motive auf der Haut antizipieren, damit das Bild auch nach vielen Jahren noch ansehnlich bleibt.

Proteste in Hongkong beeinflusst Mode

Dass die Protestierenden in Hongkong keinen allzu großen Wert auf gute Sicht zu legen, versteht sich von selbst. Zumindest wenn es an die Überwachung durch Sicherheitskameras und die Ortung von Handys geht. Mit teils selbstgebastelten Accessoires haben sie versucht, sich dagegen abzuschirmen. Und damit nicht nur rebellische Jugendliche, sondern auch Modemacher rund um den Globus inspiriert. 

Mehr offene Beziehungen, als man denkt

Auch was das Beziehungsleben angeht, gelten eigentlich klare Verhältnisse als Ideal. Doch auch jenseits der sichtbaren Kontur der gepflegten Zweisamkeit wartet bisweilen das Glück. Weiss die Psychologin und Paartherapeutin Karina Lins zu berichten. Etwa jeder Fünfte, zitiert sie aus einer Studie, lebe in einer Beziehung, in der es mehr als zwei Partner gibt. Oft ohne das von Anfang an geplant zu haben. Das könne eine große Bereicherung sein, meint Lins "unser Herz ist ja kein Stück Kuchen, es wächst mit". Aber ein paar Dinge gilt es doch zu beachten. 

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