Das Feature, vom 27.12.2019, 20:10 Uhr

Ein Austausch zwischen Vergangenem und GegenwartJahrgang 1929: Wir sprechen uns gestern

Von Sophie Garke

Christa Wolf, Erika Beyer und Hans-Jochen Müller sind am selben Tag geboren: am 18. März 1929. Sie sind einander nie begegnet und befinden sich doch in einem Raum: dem Erfahrungsraum einer Generation, die das Nachkriegsdeutschland geprägt hat. Ihre Enkelinnen treffen sich per Skype zum Gespräch.

(Deutschlandradio / Sophie Garke)
Oben: Erika Beyer mit Familie. Mitte: Hans-Jochen Müller mit Enkelin Luca. Rechts: Christa Wolf und ihre Eltern (Deutschlandradio / Sophie Garke)

Christa Wolf, die Schriftstellerin, starb im Jahr 2011. Erika Beyer und Hans-Jochen Müller haben ihren 90. Geburtstag bei guter Gesundheit gefeiert: Erika, die einstige Kindergärtnerin und Stadtkämmerin, im Osten Deutschlands. Hans-Jochen, der gelernte Kaufmann, im Westen.

An einem fiktionalen Ort kommen sie zusammen: Die Tote und die Lebendigen, die DDR-Sozialisierten und der Hesse. Wir hören sie von ihrer Hitler- und Kriegskindheit erzählen und davon, wie es ihnen als Erwachsene in einem geteilten Land erging.

Welche Schlüsse ziehen sie aus ihrem Leben, welche Eindrücke hinterlassen sie im Denken und Fühlen der Nachgeborenen? Ist es so, dass sich die Erfahrung einer "verlorenen Jugend" vererbt? Dass die Enkel noch die Traumata der Großeltern spüren – oder sie zumindest besser verstehen als ihre Eltern?



Jahrgang 1929: Wir sprechen uns gestern
Ein Austausch zwischen Vergangenem und Gegenwart
Von Sophie Garke

Regie: die Autorin
Redaktion: Ulrike Bajohr
Produktion: Dlf 2019

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