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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 11.11.2016

Ehrenmal Laboe Von der Kriegsverherrlichung zum Anti-Kriegs-Schauplatz?

Von Johannes Kulms

Marine-Ehrenmal in Laboe (picture alliance / dpa / Hinrich Baesemann)
Marine-Ehrenmal in Laboe (picture alliance / dpa / Hinrich Baesemann)

Das Marine-Ehrenmal in Laboe bei Kiel ist umstritten: Zunächst als Gedenkstätte für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Marinesoldaten errichtet, kam später das Gedenken an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten hinzu. Was stellt es heute dar und was soll und was kann es vermitteln?

Noch in den 80er-Jahren gehörte der Backsteinklotz zu den meistbesuchten Museen der alten BRD. Die Besucher ließen sich nicht davon abschrecken, dass hier die "Erfolge" der deutsche U-Boot-Fahrer und die Taten der deutschen Marine während der Weltkriege abgefeiert wurden.

"Hier wohnt Hitler"

Kein Wunder, dass hier viele Jahre nach Kriegsende Studenten auch mal "Hier wohnt Hitler" an die Fassade schrieben. In den 90er-Jahren begann jedoch langsam ein Umdenken beim Marinebund, der für das Ehrenmal verantwortlich ist. Der Blick ist kritischer und differenzierter geworden. Aber reicht das? 100 Jahre nach der Seeschlacht im Skagerrak werfen wir einen Blick auf das umstrittene Bauwerk von Laboe: Auf seine Geschichte, die Gegenwart aber auch die Zukunft.

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