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Kulturnachrichten

Donnerstag, 2. März 2017

Ehren-Lola für Schnittmeisterin Monika Schindler

Das teilte die Filmakademie mit

"Ost und West, Dokumentar- und Spielfilm, analog und digital - Monika Schindler hat so viel und vielseitige deutsche Filmgeschichte geschaffen, dass einem der Atem stockt". So hat Iris Berben als Präsidentin der Deutschen Filmakademie die diesjährige Ehrenpreisträgerin gewürdigt. Monika Schindler erhält am 28. April die Ehren-Lola für ihre Arbeit an über 100 Filmen. Ihre Karriere begann Mitte der 50er Jahre mit einer Ausbildung als Filmfotografin im DEFA-Studio für Spielfilme. Nach einem Schnitt-Studium an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg kehrte sie zur DEFA zurück. Dort arbeitete sie unter anderem mit Roland Gräf, Herrmann Zschoche und Günter Reisch zusammen. Dem Deutschen Filmpreis gewann sie im Jahr 2000 für ihren Schnitt des Films "Hans Warns - Mein 20. Jahrhundert".

Auch Kopper verläßt den "Tatort"

Anfang der Woche hatte das Bremer Ermittlungsduo seinen Rückzug erklärt

Noch ein Abgang beim „Tatort“ in der ARD: Mario Kopper, Kollege und Mitbewohner von Kommissarin Lena Odenthal verlässt Ludwigshafen. Der letzte Folge mit dem 56-jährigen Andreas Hoppe wird im Herbst ausgestrahlt, bestätigte der SWR eine Meldung der "Bild"-Zeitung. Die hatte 20 Jahre nach der ersten Folge von Unstimmigkeiten zwischen Hoppe und dem produzierenden Sender berichtet. Kollegin Ulrike Folkerts sagte dem Blatt, sie werde Hoppe am Set und in den Filmen vermissen: "Wir haben so viel zusammen erlebt, 20 Jahre lang viele Täter geschnappt, wichtige Themen auf den Bildschirm gebracht und am WG-Tisch italienisches Essen genossen". Dem Bericht zufolge soll an Koppers Stelle die Fallanalytikerin Johanna Stern eine größere Rolle im «Tatort» bekommen. Der SWR äußerte sich dazu nicht.

Bürgerbegehren für Potsdamer DDR-Bauten unzulässig

So urteilte das Verwaltungsgericht in der brandenburgischen Landeshauptstadt

Die Forderungen der Initiative für ein Bürgerbegehren zum Erhalt von DDR-Bauten in der Historischen Mitte Potsdams seien nicht "hinreichend klar bestimmt". Mit dieser Begründung wies der Vorsitzende Richter Deppe am Verwaltungsgericht Potsdam eine entsprechende Klage ab. Die Bürger hätten den Eindruck gewinnen müssen, die Forderungen richteten sich gegen den Abriss der Fachhochschule, eines Plattenbau-Wohnblocks und des ehemaligen Interhotels "Mercure". Dagegen erklärte Initiativen-Sprecher André Tomczak in der Verhandlung, es gehe um die nachhaltige Nutzung der städtischen Gebäude und
Grundstücke.

Haus der Kunst trennt sich von Scientology-Mitglied

SPD wirft CSU-Kunstminister Spaenle Untätigkeit vor

Das Münchner Haus der Kunst hat sich von einem Mitarbeiter getrennt, der Mitglied in der umstrittenen Organisation Scientology ist. Die Geschäftsleitung des Hauses habe Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) als Aufsichtsratsvorsitzenden darüber informiert, hieß es in einer Mitteilung des bayerischen Kunstministeriums. Nachdem der Aufsichtsrat über die Scientology-Mitgliedschaft des Mitarbeiters informiert worden sei, seien sofort Maßnahmen getroffen worden. Die SPD-Landtagsfraktion hatte Spaenle zuvor Untätigkeit vorgeworfen, weil der Aufsichtsrat schon seit Juli 2016 über den Fall informiert gewesen sei, der Mitarbeiter aber weiter frei für das Museum gearbeitet habe. In Bayern müssen seit 1996 Bewerber für den öffentlichen Dienst Angaben zu einer Scientology-Mitgliedschaft machen. Das Haus der Kunst erhält finanzielle Unterstützung von der Staatsregierung. Die umstrittene Scientology-Organisation bezeichnet sich selbst als Kirche, wird aber von Kritikern als gefährlich eingestuft.

Aktionskünstler Gustav Metzger gestorben

Der gebürtige Nürnberger wurde 90 Jahre alt

Der Erfinder der Begriffe "auto-destruktive" und "auto-kreative"-Kunst, Gustav Metzger ist tot. Das berichtet der "Guardian" unter Berufung auf die Sprecherin des Künstlers. Metzger, der 1926 in Deutschland geboren wurde, war 1939 von seinen jüdischen Eltern vor den Nationalsozialisten in Großbritannien in Sicherheit gebracht worden. In Cambridge hatte Metzger Kunst studiert und sich in der Künstlerkommune "King's Lynn" zum künstlerisch-politischen Aktivisten entwickelt. Aus dieser Haltung resultierte seine Idee eines Kunstwerks, das sich selbst überlassen bleibt. In diesem Sinne plante er eine Stahlskulptur, die sich infolge von Umweltzerstörung auflöst oder die Projektion von bewegten Bildern, die sich durch Flüssigkeitskristalle permanent verändern.

Sieger des Karnevals in Rio de Janeiro gekürt

Die Sambaschule "Portela" hat gewonnen

Die mit 22 Titeln meistgekrönte Karnevals-Gruppierung der brasilianischen Metropole ist auch in diesem Jahr die Siegerin des Karnevals in Rio. Das Thema der Sambaschule "Portela" in diesem Jahr: Das Flussleben Brasiliens. Allerdings fiel die Entscheidung der Jury knapp aus. An dem Wettstreit der zwölf besten Sambaschulen hatten insgesamt fast 40 000 Tänzer und Musiker teilgenommen.

Gericht lässt Plagiatsklage gegen Pop-Ikone Shakira zu

Refrain des Hits "La Bicicleta" soll von dem Kubaner Livam abgekupfert sein

Pop-Ikone Shakira muss sich einer Plagiatsklage stellen. Die Sängerin aus Kolumbien soll den Refrain ihres zusammen mit Landsmann Carlos Vives geschriebenen und gesungenen Hits "La Bicicleta" vom einem Song des Kubaners Livam abgekupfert haben. Das 1. Handelsgericht in Madrid gab der Klage von Livam und von dessen Verleger MDRB Music Publishing gegen die 40 Jahre alte Künstlerin sowie gegen Produzenten und Plattenlabels statt, wie Justizkreise am Donnerstag in der spanischen Hauptstadt auf Anfrage bestätigten. Die erste gemeinsame Single von Shakira und Vives wurde im Juli 2016 präsentiert. In Deutschland hatte der Song im Rhythmus des kolumbianischen Vallenato zwar weniger Erfolg, aber in der spanischsprachigen Welt und anderen Regionen eroberte das Lied die Charts im Sturm. Shakira gab vorerst keine Stellungnahme zu den Vorwürfen
ab.

Schlöndorff verfilmt Friedrich-Ani-Krimi

Produktion im Auftrag des Zweiten Deutschen Fernsehens

Oscarpreisträger Volker Schlöndorff verfilmt den Roman "Der namenlose Tag" von Friedrich Ani. In den Hauptrollen werden Thomas Thieme und Devid Striesow zu sehen sein. Außerdem wirken Ursina Lardi, Christian Kuchenbuch und Tina Engel mit, gab das ZDF bekannt. Der 77jährige Schlöndorff, dessen Literaturverfilmung "Die Blechtrommel" mit einem Oscar ausgezeichnet worden war, will mit den Dreharbeiten in Berlin und Erfurt Ende März abschließen. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

Rekorderlös für Klimts "Bauerngarten"

Fast 57 Millionen Euro war der dritthöchste Preis bei einer europäischen Versteigerung

Gustav Klimts Landschaftsbild "Bauerngarten" erzielte beim Londoner Aukionshaus Sotheby's mit 47,9 Millionen Pfund, umgerechnet 56,7 Millionen Euro, einen Rekordpreis. Das meldete der ORF. Der Schätzwert des Bildes lag bei 35 Millionen. Am Ende erzielte "Bauerngarten" laut Sotheby's den dritthöchsten Preis, der jemals bei einer europäischen Versteigerung für ein Bild gezahlt wurde. Das Werk aus der goldenen Periode des symbolistischen Malers entstand 1907 am Attersee und hatte sich zuvor 20 Jahre in Privatbesitz befunden. Kurz vor der Versteigerung hatte es dann das Auktionshaus erworbern. Neben "Bauerngarten" kam auch Klimts Frühwerk "Mädchen im Grünen" unter den Hammer. Für 5 Millionen Pfund bekam die Wiener Klimt Foundation den Zuschlag. Damit wird das Bild nach Österreich zurückkehren.

Fotograf David Rubinger ist tot

Der gebürtige Wiener starb mit 92 Jahren in Jerusalem

Sein Archiv ist das Gesellschaftsbild Israels: An die 500.000 Fotos hat David Rubinger im Laufe seines Lebens gemacht. Nach kurzer Krankheit ist der 1924 geborene Rubinger in Israel gestorben. 1939 war der 15jährige aus Österreich nach Palästina geflohen und hatte in seiner Zeit als Soldat in der britischen Armee mit dem Fotografieren begonnen. Anfang der 50er Jahre machte er sein Hobby zum Beruf, arbeitete zunächst für die israelische Presse, dann auch für internationale wie das "Time-Magazin" und hielt über Jahrzehnte die Ereignisse im Nahen Osten fest. "Sein vielfältiges und erfülltes Leben war geprägt von Menschlichkeit, Neugier und Leidenschaft sowie stets Liebe und Fürsorge für seine Familie und Freunde. Wir sind dankbar für alles, was David für uns getan und bedeutet hat, und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren", schreibt seine Famile zum Abschied.

Alec Baldwins Trump-Satire bald auch als Buch

Der 58jährige Hollywood-Schauspieler baut seinen Erfolg aus

Es scheint die Rolle seines Lebens zu sein: Alec Baldwin als Donald Trump. In der TV-Show "Saturday Night Live" parodiert der Schauspieler den US-Präsidenten. Unterstützt von Schriftsteller Kurt Andersen soll im November das Buch zur Satire erscheinen. Der englische Arbeitstitel lautet "You Can't Spell America Without Me: The Really Tremendous Inside Story of My Fantastic First Year as President Donald J. Trump". Übersetzt heißt das in etwa: "Man kann sich Amerika nicht ohne mich vorstellen: Die wirklich gigantische Hintergrund-Geschichte über mein fantastisches erstes Jahr als Präsident Donald J. Trump".

Tilman Rammstedt gewinnt Preis der Literatour Nord

Der Roman "Morgen mehr" erschien zunächst als Fortsetzung im Internet

Der in Berlin lebende Schriftsteller Tilman Rammstedt erhält den mit 15 000 Euro dotierten Preis der Literatour Nord. Das teilte das Literaturhaus in Hannover mit. Rammstedt, Bachmann-Preisträger und eine zeitlang auch virtueller Stadtschreiber in Oldenburg, wird unter anderem für seinen 2016 erschienenen Roman "Morgen mehr" ausgezeichnet. Rammstedt schrieb und veröffentlichte das Buch zunächst als Fortsetzungsroman im Internet und über Whatsapp. Das Experiment wurde viel beachtet, mehr als 2000 Abonnenten verfolgten die Entstehung von "Morgen mehr" und sahen Rammstedt beim Schreiben zu. Die Literatour Nord ist eine Lese-Tournee mit Wettbewerbscharakter durch Oldenburg, Bremen, Lübeck, Rostock, Lüneburg und Hannover. Der Preis der Tournee wird von der VGH-Stiftung vergeben, bisher unter anderem auch an Robert Gernhardt, Bodo Kirchhoff, Jenny Erpenbeck und Ulrich Schacht.

Veranstaltungsverbot für Oscar-Panne

Verantwortliche dürfen nie wieder an der Gala teilnehmen

Die für die Oscar-Panne verantwortlichen Mitarbeiter der Rechnungsprüfungsfirma PwC sind von der Film-Akademie lebenslang von der Verleihungs-Veranstaltung ausgeschlossen worden. Das teilte die Präsidentin der Akademie, Cheryl Boone Isaacs, mit. Eine künftige Zusammenarbeit mit PricewaterhouseCoopers unterliege weiterer Überprüfung. Die Wirtschaftsprüfer berechnen und übermitteln seit 83 Jahren die Oscar-Gewinner. In diesem Jahr hatten die PwC Mitarbeiter Brian Cullinan und Martha Ruiz den falschen Umschlag an die Schauspieler Warren Beatty und Faye Dunaway weitergegeben.

Leipzig und Boston rücken musikalisch zusammen

Veranlasst hat das Dirigent Andris Nelsons

Die Gewandhauskapelle und das Boston Symphony Orchestra werden umfangreich miteinander kooperieren. So soll es neben gemeinsamen Gastspielen auch gemeinsam in Auftrag gegebene Kompositionen und den Austausch von Musikern geben, teilte der amtierende Direktor des Bostoner Orchesters und designierte Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons mit. Der 38jährige Lette will zudem in beiden Städten ein "Mini-Festival" mit Musik, Vorträgen, Filmen und Diskussionsrunden ins Leben rufen.

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