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Dienstag, 13.11.2018
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 4. Februar 2018

Edith Kneifl erhält "Ehrenglauser"

Das teilte die Autorengruppe "Syndikat" mit

750 Krimi-Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind im "Syndikat" organisiert - und haben entschieden, ihre Kollegin Edith Kneifl in diesem Jahr für ihr Engagement zu ehren. Die 75-jährige Österreicherin ("Ende der Vorstellung" und "Der Tod fährt Riesenrad") erhält einen "Ehrenglauser". Die nach dem Schweizer Friedrich Glauser benannte Auszeichnung wird am 5. Mai in Halle an der Saale überreicht. Nominierte sind zudem: Raoul Biltgen ("Schmidt ist tot"), Alfred Bodenheimer ("Ihr sollt den Fremden lieben"), Ellen Dunne ("Harte Landung"), Monika Geier ("Alles so hell da vorn") und Jutta Profijt ("Unter Fremden").

Weinstein dementiert Beschuldigungen von Uma Thurman

Die Schauspielerin hatte der "New York Times" ein Interview gegeben

Der Pressesprecher des Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein hat "missverstandene Signale" zugegeben, sein Chef aber zurückgewiesen, Uma Thurman mit dem Ende ihrer Karriere gedroht zu haben. Was die Schauspielerin in einem Zeitungsinterview erzählt, dürfte die #MeToo-Debatte weiter anfachen. Thurman spricht davon, dass Weinstein sie nach dem Ende der Dreharbeiten von "Pulp Fiction" zuerst in einem Hotel in Paris und danach in einem Hotel in London attackiert habe. "Er versuchte, sich auf mich zu werfen", sagte Thurman. "Er versuchte sich zu entblößen. Er tat viele unangenehme Dinge." Doch sei es ihr gelungen, sich freizuwinden. Weinsteins Sprecher Brafman erklärte, der Produzent sei angesichts der Beschuldigungen von Uma Thurman "verblüfft und betrübt". Nach Auswertung des Interviews werde er "über etwaige Konsequenzen entscheiden".

"Shape of Water" gewinnt DGA-Award

Die Auszeichnung des Verbandes der US-Filmregisseure ist Oscar-Vorbote

Der Mexikaner Guillermo del Toro hat mit dem Fantasy-Märchen "Shape of Water - Das Flüstern des Wassers" seine Kollegen in den USA überzeugt: Mit dem Preis der DGA festigt der Golden-Globe-Preisträger seine Chancen auf einen Oscar. In Los Angeles setzte sich del Toro gegen Greta Gerwigs "Lady Bird", Martin McDonaghs "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri", Jordan Peele "Get Out" und Christopher Nolans "Dunkirk" durch. In der 70-jährigen Geschichte der DGA-Preise gingen die Gewinner bei der Oscar-Verleihung nur sieben Mal ohne die goldene Trophäe für die "Beste Regie" nach Hause. "Shape of Water" ist in 13 Kategorien nominiert. Die Oscar-Gala findet am 4. März statt.

Zeitungsverleger Bruno Schnell ist tot

Der Herausgeber der "Nürnberger Nachrichten" wurde 88 Jahre alt

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer würdigt Bruno Schnell als "herausragende Verlegerpersönlichkeit, großzügigen Mäzen und kompromisslosen Verteidiger unserer demokratischen Freiheit". Wie erst am Sonntag bekannt wurde, starb Schnell bereits am 27. Januar. Ende der 50er Jahre schuf er mit dem ogenannten "Nürnberger Modell" einen bis heute erfolgreichen Zeitungsverbund. Zur Verlagsgemeinschaft gehört auch der Olympia-Verlag, in dem das Fußballmagazin "kicker" erscheint.

Lady Gaga sagt zehn Konzerte in Europa ab

Die US-Popdiva hat "starke Schmerzen"

Auf Anraten ihrer Ärzte hat Lady Gaga die zehn letzten Konzerte ihrer Welttournee in Europa abgesagt. Sie twitterte "am Boden zerstört" zu sein, weil sie sich zu Hause erholen müsse. Die Sängerin leidet an Fibromyalgie, das sind chronische Schmerzen und Müdigkeit. In Berlin und Köln wird sie also nicht wie geplant auftreten.

Herfurth und Borsody fordern gleiche Gage wie Männer

Das sagten die Schauspielerinnen der "Bild am Sonntag"

"Bezahlt uns endlich wie Männer". Mit diesem griffigen Satz mischen sich Karoline Herfurth und Suzanne von Borsody in die Diskussion um die Machtverteilung und Ungleichheit in der Filmbranche. "Männer sind immer noch mächtiger als Frauen", sagte Herfurth, dieses "gesamtgesellschaftliche Phänomen" schlage sich auch in der Bezahlung durch. "Das muss sich ändern".

Berlinale im Zeichen von #MeeToo

Dieter Kosslick wird aber keine weiße Rose tragen

Wenige Tage vor Beginn der Berlinale hat Festivalleiter Dieter Kosslick unterstrichen, dass sich die 68. Ausgabe "offensiv" mit sexueller Belästigung und Gewalt auseinandersetzen wird. Es gehe allerdings um "Diskriminierung insgesamt", sagte Kosslick. Auch die Aktivitäten von Pro Quote Film und der internationalen Organisation für Frauen in Film und Fernsehen begrüße er. Außerdem unterstütze die Berlinale die Initiative "Speak Out" von Daniela Elstner, der Leiterin einer französischen World-Sales-Firma, die eine Website und Hotline gegen sexuelle Belästigung im Filmgeschäft startet.

"Coco" bekommt Annie-Awards-Animationspreis

Der Zeichentrickfilm siegt in elf Kategorien

Nicht nur der beste Film, sondern auch die beste Regie und die besten Effekte: Die Pixar-Produktion "Coco - Lebendiger als das Leben" ist der Abräumer bei den diesjährigen Annie-Awards-Animationspreisen. "Coco" siegte bereits bei den Golden Globes und ist auch für einen Oscar nominiert. Die deutschen Regisseure Jakob Schuh und Jan Lachauer holten sich die Auszeichung für "Revolting Rhymes" in der Sparte "Spezial-Produktion". Er ist auch für den Oscar in der Kategorie "Animierter Kurzfilm" nominiert. Benedikt Hummel von der Filmakademie Baden-Württemberg war mit "Good Night, Everybuds!" in der Sparte "Bester Studentenfilm" nominiert, ging aber leer aus. Die Annie Awards für Film-, Fernseh- und Videospiel-Produktionen wurden in Los Angeles zum 45. Mal vergeben.

Goya-Preise für "The Bookshop" und "Handia"

Der wichtigste spanische Filmpreis wurde in Madrid verliehen

Die Regisseurin Isabel Coixet widmet ihren "Goya" "all denen, die trotz allem noch Bücher kaufen". Das sagte die 57-jährige bei der Gala am Samstagabend. Die spanisch-britisch-deutsch Koproduktion, eine Adaption des gleichnamigen Romans von Penelope Fitzgerald aus dem Jahr 1978, handelt von einer verwitwete Fnrau, die in den 1960er Jahren in einer kleinen Küstenstadt im Osten Englands eine Buchhandlung eröffnet. Der Film erhielt nicht nur den Preis als Bester Film, sondern wurde auch in den Kategorien Beste Regie und Bestes Drehbuch ausgezeichnet. In zehn Kategorien gewann allerdings der von einer wahren Geschichte inspirierte Film "Handia" der Filmemacher Aitor Arregi und Jon Garaño. In dem in baskischer Sprache gedrehten Drama geht es um Mikel Jokin Eleizegi Arteagder im 19. Jahrhundert als größter Mensch der Welt galt. In der Kategorie Bester europäischer Film schlug "The Square" Maren Ades "Toni Erdmann".

Schauspieler Rolf Zacher ist tot

Großes Repertoire: Von Dschungelcamp bis "Berlin Alexanderplatz"

Der Schauspieler und Musiker Rolf Zacher ist tot. Der 76-Jährige sei "friedlich gestorben", bestätigte seine Lebensgefährtin Carola Blendermann. Die Verabschiedung werde im privaten Kreise stattfinden. Zacher erhielt den Bundesfilmpreis für eine Gaunerrolle in Reinhard Hauffs "Endstation Freiheit" im Jahr 1980, im selben Jahr spielte er in Rainer Maria Fassbinders Film "Berlin Alexanderplatz" mit. 2016 war er beim Dschungelcamp dabei.

Joachim Gauck mit Carlo-Schmid-Preis geehrt

Die Laudatio hielt der ehemalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin

Alt-Bundespräsident Joachim Gauck ist in Mannheim mit dem Preis der SPD-nahen Carlo-Schmid-Stiftung ausgezeichnet worden. Gauck werde unter anderem als Brückenbauer zwischen Ost und West in Deutschland und Europa geehrt, begründete die Stiftung mit Sitz in Stuttgart. Stiftungschef Siegmar Mosdorf überreichte Gauck die Auszeichnung bei einer Feierstunde im Schloss der nordbadischen Stadt. Die Laudatio hielt der ehemalige Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin. Der Carlo-Schmid-Preis besteht neben einer Geldsumme aus einer Plastik des Künstlers Hans Scheib. Die Bronze stellt in Anlehnung an Friedrich Hölderlins Roman "Hyperion" eine Figur dar, die den "Schritt nach vorn - den Fortschritt" wagt.

"Spice Girls" wollen wieder zusammenarbeiten

Mitglieder früherer Girlgroup treffen sich in London

Die "Spice Girls" wollen wieder zusammenarbeiten. Die fünf früheren Mitglieder der britischen Girlgroup - Victoria Beckham, Melanie Brown, Emma Bunton, Melanie Chisholm und Geri Horner - kamen in London erstmals seit 2012 wieder zusammen. Anschließend verkündeten sie, dass die Zeit sich jetzt richtig anfühle, um neue Chancen zu erkunden. Bei dem Treffen in Horners Haus war auch der frühere Bandmanager Simon Fuller dabei. Die britische Boulevardzeitung "Sun" berichtete, die "Spice Girls" würden Fernsehprojekte in China, eine neue Talentshow und ein Greatest-Hits-Album in Erwägung ziehen. Die kommerziell erfolgreichste Girlgroup aller Zeiten, die Hits wie "Wannbe" und "Say You'll Be There" landete, hat weltweit 85 Millionen Alben verkauft. Die Pop-Band war 1994 gegründet worden. 2000 gingen sie auseinander. 2012 traten sie bei den Olympischen Sommerspiele in London ein letztes Mal gemeinsam auf.

4000 Jahre altes Grab in Ägypten entdeckt

Forscher finden Grab in der Nähe von Pyramiden

In der Nähe der berühmten Pyramiden von Giseh haben ägyptische Archäologen ein mehr als 4000 Jahre altes Grab entdeckt. Die Grabkammer gehöre einer Priesterin mit Namen Hat Bet, sagte Antikenminister Khaled al-Enani. Das Grab stamme aus der Zeit der fünften Dynastie und sei mehr als 4000 Jahre alt. Die Forscher entdeckten bei Ausgrabungen westlich der Cheopspyramide. Es bestehe aus Lehmziegeln und zeige seltene Inschriften und Zeichnungen, heißt es vom Obersten Antikenrat. Die Darstellungen zeigten die Priesterin in verschiedenen Jagd- und Fischszenen, sowie sitzend an einem großen Gabentisch. In den vergangenen Monaten hatten die ägyptischen Behörden mehrere antike Entdeckungen bekanntgegeben, darunter auch mehrere Grabkammern in der südägyptischen Stadt Luxor. In der Nähe der Pyramiden soll demnächst ein neues Museum für Altertümer öffnen.

Museum des 20. Jahrhunderts rückt näher

Vertrag mit Architekten unterzeichnet

Der lang geplante Bau des Museums des 20. Jahrhunderts in Berlin ist ein Stück näher gerückt. Das Schweizer Architekturbüro Herzog & de Meuron haben den Vertrag zum Bau des Museums in Berlin vor einigen Tagen unterzeichnet, sagte ein Sprecher der Stiftung Preußischer Kulturbesitz heute. Damit reagierte die Stiftung auf einen Bericht im Magazin "Focus". Darin hatten die Kunstsammler Ulla und Heiner Pietzsch, deren Sammlung in dem Museum ausgestellt werden sollen, ihren Ärger über die langwierige Planung des Museums geäußert. Sie seien verärgert, dass die Architekten bis heute keinen Auftrag bekommen hätten, obwohl der Bundestag das Geld für den Bau längst bewilligt habe. Baubeginn des rund 200 Millionen Euro teuren Museums ist nach Senatsangaben für 2019 geplant, die Kosten trägt der Bund.

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