Seit 01:05 Uhr Tonart

Freitag, 13.12.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Sonntag, 5. März 2017

Ed Sheeran stellt Rekord bei Spotify auf

Album "Divide" wurde am ersten Tag 57 Millionen Mal gehört

Der britische Popstar Ed Sheeran hat beim Musikstreamingdienst Spotify einen Rekord aufgestellt. Sein am Freitag erschienenes Album "Divide" wurde bereits am ersten Tag knapp 57 Millionen Mal gehört. Damit übertrumpfte der 26-jährige Musiker den bisherigen Rekordhalter, den kanadischen Musiker The Weeknd mit seinem Album "Starboy" deutlich, das es am Erstveröffentlichungstag im November auf 29 Millionen Aufrufe brachte. In Großbritannien und Irland, wo Sheeran besonders populär ist, führten die 16 Songs des Albums "Divide" die Spotify-Streamingcharts an. Seinen Durchbruch hatte Sheeran, der zuvor lange Jahre Straßenmusik machte und Auftritte in Bars absolvierte, im Jahr 2014 mit der Liebesballade "Thinking Out Loud". Der Song war der erste bei Spotify, der eine halbe Milliarde Mal gestreamt wurde.

Viola Davis von Elite-Universität Harvard geehrt

Schauspielerin wird als Künstlerin des Jahres 2017 ausgezeichnet

Nach dem Oscar hat US-Schauspielerin Viola Davis gleich noch eine Auszeichnung bekommen: Die Elite-Universität Harvard verlieh ihr den Preis des besten Künstlers des Jahres. Er sollte ihr während eines Kulturfestivals an der Hochschule übergeben werden, bei dem Studenten musikalische Auftritte absolvierten. In der Vergangenheit wurden Persönlichkeiten wie Quincy Jones, Andy Garcia, Matt Damon, Salma Hayek und Shakira ausgezeichnet. Bei der diesjährigen Oscarverleihung gewann Davis den Preis in der Kategorie beste Nebendarstellerin, gewürdigt wurde damit ihre Leistung in dem Film "Fences" an der Seite von Denzel Washington. Unter anderem gewann sie in diesem Jahr auch einen Golden Globe sowie den britischen Filmpreis BAFTA.

Tobias Mann erhält Deutschen Kleinkunstpreis

Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz geht an Konstantin Wecker

Tobias Mann erhält den Deutschen Kleinkunstpreis in der Sparte Kabarett. Laut Homepage des Mainzer "Unterhaus" sind die weiteren Preisträger: In der Sparte Chanson/Musik/Lied das Duo "die feisten", in der Sparte Kleinkunst Nico Semsrott. Der Förderpreis der Stadt Mainz geht an die Schweizer Kabarettistin Hazel Brugger. Konstantin Wecker erhält den Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Der Deutsche Kleinkunstpreis wird heute abend im Mainzer Unterhaus verliehen. Er gilt als die bedeutendste Auszeichnung, die im deutschsprachigen Raum jährlich in den Sparten Kabarett, Chanson/Musik/Lied und Kleinkunst vergeben wird. Er ist mit insgesamt 25.000 Euro dotiert.

Marburger Kamerapreis geht an Luca Bigazzi

Verleihung findet im Rahmen der Marburger Kameragespräche statt

Der Kameramann Luca Bigazzi hat den mit 5000 Euro dotierten Marburger Kamerapreis 2017 erhalten. Der Italiener bekam die Auszeichnung unter anderem für seine "meisterhafte Beherrschung einer breiten Palette visueller Ausdrucksformen", wie die Stadt und die Universität Marburg mitteilten. Der 1958 geborene Bigazzi sei "längst selbst zu einem prägenden Akteur der italienischen und europäischen Filmgeschichte geworden", begründete die Jury ihre Wahl. Bigazzi stand unter anderem für die Filme "Lamerica" und "La Grande Bellezza" hinter der Kamera. Seit über 30 Jahren habe er mit vielen wichtigen italienischen Regisseuren zusammengearbeitet und "erheblich zur internationalen Renaissance des italienischen Kinos beigetragen", befand die Jury. Den Preis vergeben die Stadt und die Uni Marburg gemeinsam, in diesem Jahr zum 17. Mal. Die Verleihung findet im Rahmen der Marburger Kameragespräche statt.

Weltweiter Kunstmarkt laut Studie stabilisiert

Ungebremste Rekordjagd bei Erlösen im High-End-Segment ist aber vorbei

Nach einem deutlichen Umsatzrückgang im Jahr 2015 hat sich der weltweite Kunstmarkt 2016 einer Studie zufolge wieder stabilisiert. Der weltweite Umsatz sei um 1,7 Prozent auf 45 Milliarden Dollar gestiegen, heißt es in dem "Art Market Report" der Kunstmesse TEFAF in Maastricht. Da die Definition der Bereiche, die der Kunstmarkt einschließt, diesmal enger gefasst wurde als in den Vorjahren, sind die Zahlen mit denen aus den vorangegangenen Berichten allerdings nicht ganz vergleichbar. Der Bericht bestätigt dennoch, was andere Marktkenner in den vergangenen Monaten auch schon festgestellt hatten: Die ungebremste Rekordjagd im High-End-Segment des internationalen Kunstmarkts ist erst einmal vorbei. Die auffallendste Entwicklung des vergangenen Jahres war demnach ein "dramatischer Einbruch" der Auktionsumsätze um fast 19 Prozent. Die Zahl der Werke, die bei Auktionen verkauft wurde, fiel demnach um mehr als 20 Prozent. Gleichzeitig hätten Galeristen deutlich höhere Einkünfte erzielt. Eine Ausnahme bei dieser Entwicklung sei Asien, das nun den größten Anteil am weltweiten Auktionsmarkt habe.

BR-Intendant fordert härtere Gesetze gegen "Fake News"

Von "Fake News" Betroffene bräuchten Auskunftsanspruch

Der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, hat ein härteres Vorgehen gegen die Verbreitung gezielter Falschnachrichten ("Fake News") gefordert. "Man wird die Strafen bei Beleidigung und übler Nachrede im Netz deutlich verschärfen müssen", sagte Wilhelm in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Spiegel". Soziale Netzwerke wie Facebook müssten bei einem Strafantrag die Namen der Urheber von Straftaten herausgeben. Betroffene bräuchten einen Auskunftsanspruch - etwa wenn es darum gehe, gegen frei erfundene Zitate vorgehen zu können. Seiten wie Facebook müssten zwar nicht jeden Einzelinhalt auf Wahrheitstreue überprüfen, sagte der BR-Intendant weiter. "Aber wenn der Hinweis auf einen potenziellen Rechtsbruch gegeben wird, muss ein Plattformbetreiber in angemessener Zeit und Form reagieren." Werde jemand in klassischen Medien verleumdet, könne er etwa eine einstweilige Verfügung oder eine Gegendarstellung verlangen. "Wenn das Ganze in sozialen Netzwerken passiert, hat der Betroffene viel weniger Rechte" - obwohl die Verletzung der Persönlichkeitsrechte dort langlebiger und schwerwiegender sei.

Lutherhaus in Wittenberg wieder offen

Restaurierung nach einem Jahr abgeschlossen

Das zum Unesco-Welterbe gehörende Lutherhaus ist wieder geöffnet. Die Restaurierung ist nach einem Jahr abgeschlossen. Im Hof des Museums erinnert nun zudem eine Skulptur an die DDR-Friedensbewegung. Das frühere Wohnzimmer, ein kleiner holzvertäfelter Raum mit originalem Tisch, blieb seit dem Tod von Martin Luther nahezu unverändert. Luther bewohnte das Haus - ein früheres Augustinerkloster - mit seiner Frau Katharina von Bora. Wegen des Reformationsjubiläums in diesem Jahr wurde in dem Museum auch die Dauerausstellung über das Leben und Werk Luthers überarbeitet. Zu den Exponaten dort zählen die Predigtkanzel aus der Stadtkirche, von der Luther zu den Wittenbergern sprach, seine Mönchskutte und die Zehn-Gebote-Tafel von Lucas Cranach. In dem Gebäudekomplex ist vom 13. Mai an die große Nationale Sonderausstellung "Luther! 95 Schätze - 95 Menschen" zu sehen.

Goldene-Kamera-Gala mit kämpferischer Jane Fonda

Hollywoodstar lobt die Berichterstattung im deutschen Fernsehen

Bei der 52. Gala zur "Goldenen Kamera" bezog sich die bekannte Schauspielerin und Aktivistin Jane Fonda auf den Preis, den die Moderatoren Caren Miosga (ARD-Tagesthemen), Marietta Slomka (ZDF heute-journal) und Peter Kloeppel (RTL aktuell) stellvertretend für ihre Redaktionen in der Kategorie „Beste Information" erhielten. Auch in Amerika sei die Mehrheit an realen Nachrichten interessiert, sagte Fonda im Zusammenhang mit der Medienschelte von US-Präsident Trump. Neben Fonda standen die Schauspieler Colin Farrell und Nicole Kidman bereits vorab als Preisträger fest. Als beste deutsche Darsteller wurden am Abend Wotan Wilke Möhring und Lisa Wagner ausgezeichnet. Der ehemalige ZDF-Showmaster Dieter Thomas Heck wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Das Publikum konnte ebenfalls in einer Kategorie abstimmen, es durfte in diesem Jahr die beliebteste Satire-Sendung wählen. Hier konnte sich die ZDF-"heute show" deutlich durchsetzen.

Luther-King-Bibliothek schließt für drei Jahre

Modernisierung bringt neuen Hörsaal und Konferenzzentrum

Die Bibliothek zum Andenken an Martin Luther King in Washington wird wegen Renovierungsarbeiten mindestens für drei Jahre geschlossen. Das Baudenkmal werde unter anderem durch einen Hörsaal sowie ein Konferenzzentrum modernisiert, sagte die verantwortliche Bibliotheksverwaltung dem Sender WJLA-TV. Die Bauarbeiten sollten im Sommer beginnen. Die von der Bibliothek angebotenen Dienste für Wohnungslose würden an anderer Stelle fortgesetzt, hieß es. Viele von ihnen hatten ihre Tage zum Teil dort verbracht und laut "Washington Post" Beratung durch einen Sozialarbeiter in Anspruch genommen. Einen entsprechenden Bustransport wird es nun zu einer Kirche geben, die freien Platz angeboten hat, berichtete der WJLA-TV.

Russischer Abgeordneter will Disney-Film verbieten

Vorwurf lautet auf "Homosexuellen-Propaganda"

Der neue Disney-Film "Die Schöne und das Biest" soll nach dem Willen eines russischen Duma-Abgeordneten wegen sogenannter Homosexuellen-Propaganda verboten werden. Der konservative Abgeordnete Witali Milonow der Kremlpartei Geeintes Russland forderte in einem Brief das Kulturministerium auf, den Film zu untersuchen. Man könne nicht hinnehmen, "dass unter dem Vorwand eines Märchens eine offensichtliche und schamlose Sünde gezeigt wird", hieß es der staatlichen Agentur Ria Nowosti zufolge in dem Brief. Kurz zuvor war bekannt geworden, dass sich in der Neuauflage des Zeichentrickklassikers mit Schauspielerin Emma Watson eine Figur als homosexuell outen wird. Der Film soll Mitte März in Deutschland in die Kinos kommen. 2013 hatte sich Milonow für ein Gesetz eingesetzt, durch das in Russland positive Äußerungen über Homosexualität vor Minderjährigen verboten wird und unter Strafe stehen.

Pierre Boulez Saal in Berlin eröffnet

Konzertsaal wurde von Frank Gehry entworfen

Mit einem Festkonzert ist in der Berliner Barenboim-Said-Akademie der Pierre Boulez Saal eröffnet worden. Der von dem US-amerikanischen Stararchitekten Frank Gehry entworfene Konzertsaal fasst bis zu 680 Zuhörer. Künftig sollen dort bis zu 100 Kammermusikkonzerte jährlich stattfinden. Zum Auftakt standen neben Mitgliedern des Boulez Ensembles auch der Initiator der Akademie, der Starpianist und Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper, Daniel Barenboim, auf der Bühne. Die Barenboim-Said-Akademie hatte im vergangenen Herbst als Musikhochschule für junge Musiker aus dem Nahen Osten ihren Lehrbetrieb aufgenommen. Ihr Domizil ist das umgebaute ehemalige Kulissenlager der Berliner Staatsoper.

Telemannjahr mit Festkonzert in Magdeburg eröffnet

Dutzende Veranstaltungen unter dem Motto "Telemania"

Mit einem Festkonzert in Magdeburg hat das Telemannjahr begonnen. "In Magdeburg wird das Erbe Telemanns seit vielen Jahren mit großem Engagement gepflegt", sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff. So vertiefe beispielsweise das Telemann-Zentrum die Forschung zu Telemanns Wirken in der Kirchenmusik. Damit sei eine Brücke zum Reformationsjubiläum geschlagen worden, hieß es. Bis zum 26. Juni sind unter dem Motto "Telemania" Dutzende Veranstaltungen in der Landeshauptstadt geplant- darunter Konzerte, Flashmobs und Theaterstücke. Der 1681 in Magdeburg geborene Barock-Komponist Georg Philipp Telemann starb vor 250 Jahren in Hamburg.

Bodo Kirchhoff schrieb "Widerfahrnis" um

Neue Auflage in leicht veränderter Form

Der Träger des Deutschen Buchpreises 2016, Bodo Kirchhoff, hat das erste Kapitel seiner preisgekrönten Novelle "Widerfahrnis" umgeschrieben. "Ich habe bei den Lesungen gemerkt, dass man den Text noch ein bisschen verbessern kann", sagte der Autor dem "Hamburger Abendblatt". Die neue Auflage sei dann in leicht veränderter Form erschienen. Derzeit sitze er an einem Text, der den Arbeitstitel "Unkind" und den Untertitel "Legenden einer Sexualität" trage. "Dort geht es gewissermaßen um die Biografie einer Sexualität", sagte Kirchhoff.
Auch seine Mutter werde darin vorkommen. Die sei Schauspielerin am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg gewesen und habe selbst Bücher geschrieben.

Neo Rauch will keine Politik auf der Leinwand

Er sei ein politischer Mensch, aber kein politischer Maler

Politik hat nach Ansicht des Malers Neo Rauch nichts auf der Leinwand zu suchen. "Ich mag die politischen Aktivisten auf dem Felde der Kunst nicht. Sie ist mir hochgradig zuwider, die Attitüde des Kommissars", sagte der Künstler der "Welt". Er sei ein politischer Mensch, aber kein politischer Maler. "Ich reflektiere sehr wohl, was geschieht, aber ich bin der Meinung, dass ich meine Leinwände weitestgehend freihalten muss von Anspielungen auf Vorgänge im politischen Raum. Das wären nur lächerliche Versuche, die Malerei der Propaganda oder Agitation aufzuschließen." Seit Donnerstag läuft die Dokumentation "Neo Rauch - Gefährten und Begleiter" über den Künstler in den Kinos.

Kulturnachrichten hören

März 2017
MO DI MI DO FR SA SO
27 28 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

Trump-Thanos-MemeAushöhlung des demokratischen Diskurses
Screenshot des Memes, in dem der Kopf von US-Präsident Donald Trump auf den Filmheld Thanos montiert wurde (Trump War Room)

US-Präsident Donald Trump hat sich in einem Wahlkampf-Videoclip als Comic-Bösewicht Thanos inszeniert. Ein Beispiel für die Strategie Neurechter, die offene Gesellschaft mit ihren eigenen Mitteln zu bekämpfen, urteilt Kulturwissenschaftler Daniel Hornuff.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur