Echtzeit 

"Rasender Stillstand"Plötzlich ausgebremst

Illustration einer Figur im Segelboot, ohne Segel bei Windstille (imago images / Ikon Images / Gary Waters)

Nicht so schnell zu können, wie man möchte, das erzeugt Ungeduld und Unmut. Die Coronakrise zeigt es uns. Anlass genug, um auf die These vom "Rasenden Stillstand" des Philosophen Paul Virilio zu schauen. Da liegen auch Erschöpfung und Wahnsinn nicht weit.

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BurnoutIm Leerlauf auf dem Gaspedal

Eine Frau sitzt in draußen in einer Ecke und lehnt ihren Kopf auf die Beine (Unsplash / Verne Ho )

Als Stillstand nach dem Rasen kann der Zustand bei einem Burnout beschrieben werden. Wir würden gerne weiter machen, aber der Körper zwingt zur Umkehr. Der Biopsychologe Clemens Kirschbaum spricht dabei von einem "psychischen Lockdown".

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Neue BegrüßungsformenKommen jetzt Ellenbogengruß und Namaste?

Zwei Frauen Begrüßen sich mit einer angedeuteten Umarmung aus der Distanz auf dem Tempelhofes Feld in Berlin. (imago images / Travel-Stock-Image)

Corona verändert unser Zusammenleben. Handschlag, Umarmung, Küsschen links, Küsschen rechts, all das geht nicht mehr, wo das Distanzgebot herrscht. Unser Autor ist der Frage nachgegangen, wie wir uns künftig begrüßen könnten.

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Neustart nach dem LockdownWas bleibt?

Ein medizinischer Mundschutz zwischen Messer und Gabel auf einer Tischdecke im Restaurant. (imago/photothek/Ute Grabowsky)

Weitere Lockerungen treten in Kraft. Das Leben kehrt in die Städte zurück. Doch "normal" ist nach wie vor fast gar nichts. Welche Kulturpraktiken werden uns auch über den Lockdown hinaus begleiten? Ein Thema – vier Facetten.

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Vorteil des AbstandhaltensWie kleine Menschen gesehen werden

Ninia LaGrande posiert für ein Pressebild. (Simona Bednarek)

"Ich kann mich unbeobachteter, freier bewegen", sagt Ninia LaGrande über ihr Leben in der Coronakrise. Die Autorin und Moderatorin hat mit 1,38 Meter Körpergröße eine ganz eigene Perspektive auf das Abstandsgebot in Zeiten der Pandemie.

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Augen auf!Sehen und gesehen werden

Eine Person mit Sonnenbrille hält eine Lupe vor dem Gesicht. (Unsplash / Marten Newhall)

Ein Thema, vier Facetten: In der Echtzeit geht es diesmal um sehen - und gesehen werden. Wo das Distanzgebot herrscht, wenn Abstand gehalten werden muss, da lässt sich eine Verbindung häufig nur durch Schauen herstellen.

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Serie: BildbetrachtungenWelches Bild spricht wen an − und warum?

(Kasper König )

Manches Bild berührt einen mehr als andere - und das hat meistens bestimmte Gründe. Acht Kulturschaffende erzählen, welches Bild für sie bedeutend ist, und warum. Dabei geht es auch um Grünen-Chef Robert Habeck, Hunde und Verrottetes.

Corona-Styles für die ZukunftKopfkissenkleider und Pandemie-Bärte

Zwei Männer fahren mit ihren Hochrädern durch die nahezu menschenleere Innenstadt in Oldenburg. (dpa / Hauke-Christian Dittrich)

Wilde Frisuren, wuchernde Bärte, Kleider aus Kopfkissen - das bleibe uns höchstwahrscheinlich auch in Corona-freien Zeiten erhalten, glaubt Trendforscherin Li Edelkoort. Und auch andere Neuerungen der Pandemie-Zeit werden sich halten, meinen Experten.

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Von Plexiglasscheiben und Reisen in die Einsamkeit Autark oder allein?

Unscharfes Bild von Farbflecken. (Unsplash)

Wenn überall Plexiglasscheiben eingezogen werden, die Einöde zum Reiseziel erklärt wird und die Menschen sich zuhause so einrichten, dass sie von dort aus alles erledigen können, dann stellt sich die Frage: Werden wir autarker oder einsamer? Ein Thema, vier Facetten.

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Ensemble DanceOnTänzer haben kein Verfallsdatum

Tänzer auf der Bühne (Jubal Battisti)

Auf den Bühnen stehen nach wie vor nur junge Tänzerinnen. Dabei haben Ältere diesen einiges voraus, ist Madeline Ritter überzeugt. Sie leitet eine Tanzcompagnie mit Mitgliedern, die alle über 40 Jahre alt sind.

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Bild- und Essayband "Brüste"Auf der Suche nach Befreiung

Zwei Törtchen stehen nebeneinander. Sie erinnern an weibliche Brüste. (unsplash / Annie Spratt)

Die Vulva als Ort der Lust spielt zur Zeit in der feministischen Debatte eine zentrale Rolle. Die weiblichen Brüste seien da fast vergessen, meint die französische Philosophin Camille Froidevaux-Metterie. Sie widmet ihnen einen Bild- und Essayband.

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KörpergeschichtenFormen, Wölbungen und Tabus

Menschen spielen Twister (Illustration) (imago images / Ikon Images)

Ein Thema. Vier Fassetten: In der Echtzeit geht es um Körper in all ihren Formen. Was bedeutet Altern für Tänzerinnen. Weswegen spielt die weibliche Brust in der aktuellen feministischen Debatte kaum eine Rolle? Und wir wagen uns an die Backformen.

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Market GardeningGemüseanbau auf kleinstem Raum

Links sitzt ein Mann im Karohemd und mit Schiebermütze auf einem Baumstumpf, rechts hlten zwei Hände mit Tattoos eine Ochsenherz-Tomate. (Heike Reingen, Linus Keutzer)

Market Gardening – klingt neu, geht aber auf Anbautechniken aus dem 19. Jahrhundert zurück. Dabei wird Gemüse sehr dicht gepflanzt, um auf kleinem Raum große Ernte zu erzielen. Linus Keutzer ist hier Vorreiter und kennt die Kniffe.

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Von Menschen und PflanzenGrüner wird es nicht

Eine Frau trägt eine grüne Pflanze in einer Metallschüssel. (Unsplash / Katya Austin)

Mensch und Pflanze, das ist eine Jahrtausende alte Beziehung. Wir essen Obst und Gemüse, bauen unsere Häuser aus Baumstämmen und stellen Blumen auf den Tisch. Die "Echtzeit" schaut genau hin und entdeckt Neues in der Welt der Pflanzen.

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Heinsberger Comedian Christian Macharski "Wir zeigen Deutschland, wie man das richtig angeht"

Porträt von Hastenraths Will mit einer kleinen stilisierten Weltkugel mit einem Dorf darauf in der Hand. (Christian Macharski)

Der Kreis Heinsberg erreichte in der Coronakrise bundesweite Bekanntheit. Der Comedian Christian Macharski kommt von dort und hat mit seiner Kunstfigur Hastenraths Will einen humorigen Tourismusbotschafter für die Region geschaffen.

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Seiner Zeit voraus seinZum Beispiel Heinsberg

Ein Schild mit der Aufschrift "Mut steht am Anfang - Glück am Ende. #HSbestrong" steht an einem Café in der Fußgängerzone in Heinsberg. (Picture Alliance / dpa / Jonas Güttler)

Ein Ort ganz nah an der deutsch-niederländischen Grenzen: Heinsberg. Die Kreisstadt wurde bekannt als erstes Zentrum der Coronaansteckung in Deutschland. Doch Heinsberg kann mit mehr punkten als mit zweifelhafter Prominenz durch die Pandemie.

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