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Echtzeit | Beitrag vom 06.01.2018

Echtzeit - die ganze SendungEverlasting DDR?

Moderation: Katja Bigalke

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Der Fernsehturm in Berlin  (picture alliance/dpa/Foto: Soeren Stache)
Der Fernsehturm in Berlin ist durch eine Lücke in der East Side Gallery zu sehen. (picture alliance/dpa/Foto: Soeren Stache)

Die untergegangene DDR wird verdammt und verklärt. Die Echtzeit "DDR heute" nimmt den Mittelweg und richtet einen nüchternen Blick auf das, was von der Deutschen Demokratischen Republik bleibt und was länger hält als die Mauer.

Die DDR ist tot und deshalb ist es scheinbar leicht, mit ihr umzuspringen. Sie wird verdammt und verklärt, was vielleicht auch etwas miteinander zu tun hat. Egal. Die Echtzeit "DDR heute" nimmt den Mittelweg und richtet einen nüchternen Blick auf das, was von der DDR bleibt, was länger hält als die Mauer. Produktdesign und Grafik etwa, die frei von der Notwendigkeit zur Sollbruchstelle in den besten Fällen praktisch und reparabel gehalten wurden.

DDR-Bauten auf Sansibar

Die Sendung sucht außerdem nach fortlebenden Kulturpraxen aus Zeiten der Mangelwirtschaft - und stellt sich an einer sehr angesagten US-amerikanischen Lokalbrauerei an, um auf sehr begehrtes Bier zu warten. Mit allen Nebenwirkungen wie Kommunikation und Abenteuer. In Sansibar, eine Inselgruppe, die zu Tansania gehört, stehen derweil DDR-Neubauten, die heute Altbauten sind und zeigen, bis wohin der kleine Staat einmal träumte. Und der Dokumentarfilmemacher Gerd Kroske ("Kehraus"-Trilogie, "Striche ziehen") erzählt von Fortwirken einer DDR-Mentalität bei Menschen in Verwaltung und Apparaten, die ihm bei seiner Arbeit begegnen.

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