Klangkunst, vom 27.04.2012, 00:05 Uhr

E-UROPAS

Reihe "Cage100": Goodbye Moderne?
Von Marcus Schmickler

Goodbye Moderne? Der Kölner Komponist Marcus Schmickler wagt einen Abgesang auf die Mythen der Neuen Musik. Über eine Musikcollage nach formalen Prinzipien aus der Fluxus-Oper "Europeras V" des Komponisten John Cage schichtet Marcus Schmickler Manifeste von Cornelius Cardew und Guy Debord sowie Originaltonmaterial aus sechs Jahrzehnten Avantgarde-Kult.

Guy Debord (Archiv)
Guy Debord (Archiv)

Die Risiken sind ihm bewusst: "Wer dem Publikum einen Spiegel seiner politischen Hilflosigkeit vorhält, die Entlastungsfunktion der Neuen Musik unterläuft, wer die Demarkationslinien zwischen Konzert und Realität nicht achtet, der verletzt den Grundkonsens, dass das Leben draußen weitergehe, nichts mit der radikal formalisierten Musik im Konzert gemein habe." (Schmickler)


Mit: Juditha Haberlin, Axel Porath, Dirk Wietheger, Ulrich Löffler, Dirk Rothbrust, Hayden Chisholm, Marcus Schmickler
Produktion: WDR 2009
Länge: 52"53


Marcus Schmickler, geboren 1968, studierte Komposition in Köln. Er ist Mitglied des Music in Movement Electronic Orchestra (MIMEO), produziert zahlreiche Tonträger u. a. als Pluramon, Wabi Sabi, Sator R.

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