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Kulturnachrichten

Sonntag, 24. Mai 2020

Düsseldorf besteht auf Zuschlag für neues Bundesinstitut für Fotografie

Der Streit um den Standort für das neue Bundesinstitut für Fotografie geht weiter. Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) bekräftigte am Samstag seine Forderung, dass die Einrichtung in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt kommt - und kritisierte damit Staatsministerin Monika Grütters. Eine von der CDU-Politikerin einberufene Expertenkommission hatte sich für Essen ausgesprochen. Düsseldorf werde an dem Projekt festhalten und die bewilligten Mittel bei Bund und Ländern abrufen, sagte Geisel. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte im November mehr als 40 Millionen Euro für den Bau des Fotoinstituts bereitgestellt - für den Standort Düsseldorf. Es sei erstaunlich, wie Grütters meine, sich über diese Beschlüsse hinwegsetzen zu können, kritisierte Geisel. Das Bundesinstitut für Fotografie soll beispielsweise Nachlässe wichtiger Fotografinnen und Fotografen in Deutschland sichern.

10 Millionen im virtuellen Louvre in Corona-Krise

Die virtuellen Angebote des Pariser Louvre sind während der Coronakrise millionenfach angeklickt worden. Zwischen dem 12. März und dem 22. Mai seien 10,5 Millionen virtuelle Besuche verzeichnet worden, teilte das Museum der Nachrichtenagentur AFP mit. Ein großer Teil der Nutzer (17 Prozent) stammte aus den USA. Das berühmte Museum hatte Mitte März wegen der Corona-Pandemie schließen müssen und in der Folge seine Online-Angebote deutlich ausgebaut.

Filmfestspiele von Venedig sollen stattfinden

Die Filmfestspiele von Venedig sollen, wie geplant, Anfang September stattfinden.
Wie Reuters meldet, begründete der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, die Entscheidung damit, dass sich die Verbreitung des Coronavirus verlangsamt habe. Da der Lockdown auch die Filmindustrie treffe, werde es auf dem Festival jedoch wohl weniger Produktionen zu sehen geben, erklärte Zaia, der auch im Vorstand der Biennale die Venezia ist, die das Filmfest organisiert. Italien plant zum 3. Juni alle Reisebeschränkungen aufzuheben und EU-Bürger ohne Quarantäne ins Land zu lassen. Die "Mostra" ist das älteste Filmfest der Welt, den Jury-Vorsitz soll in diesem Jahr die australische Schauspielerin Cate Blanchett übernehmen.

Britische Theater fordern staatliche Hilfen

Die Royal Shakespeare Company sowie das Royal Opera House und das National Theatre in London fordern gemeinsam von der britischen Regierung finanzielle Unterstützung wegen der Coronakrise. Das berichtet die britische Zeitung "The Guardian". Alle drei Traditions-Häuser stünden von dem "finanziellen Kollaps", sollte die Regierung ihnen keinen finanziellen "Rettungsring" zuwerfen. Der Künstlerische Leiter des National Theatre, Rufus Norris, sagte der Zeitung, dass die Theater insolvent gehen würden, wenn sie bis ins kommende Jahr geschlossen blieben. Das Theater verliere circa 5 Millionen Pfund monatlich während des Lockdowns, so Norris. Die Spielstätten fordern neben den finanziellen Hilfen auch Unterstützung für ihre freiberuflichen Mitarbeiter.

Freilichtbühnen-Saison bleibt weitgehend abgesagt

Trotz der Hoffnung auf weitere Lockerungen für den Theaterbetrieb in der Corona-Krise rechnen viele Freilichtbühnen nicht mehr mit einer Wiederaufnahme der Saison in größerem Umfang. Selbst bei gewaltigen Lockerungen blieben zu viele Probleme für eine reguläre Spielzeit, sagte Herbert Knecht, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Freilichtbühnen (VDF) Nord. Der in die Regionalverbände Nord und Süd unterteilte VDF vertritt die Interessen von rund 90 Amateur-Freilichtbühnen bundesweit, die normalerweise von Mai bis September etwa 140 Inszenierungen gezeigt hätten. Das Gros muss wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Wenn Zuschauerzahlen wegen Abstandsregeln sehr deutlich reduziert werden müssten, müsse sich jede Bühne fragen, was noch wirtschaftlich sei. Auch wenn das von Ehrenamtlichen gestemmt werde, bedeute jede Aufführung auch einen gewissen finanziellen Aufwand, so Knecht.

Großbrand an historischem Kai von San Francisco

Bei einem Großbrand an der berühmten Fisherman's Wharf von San Francisco ist ein Fischlagerhaus auf dem historischen Kai "Pier 45" abgebrannt. 150 Feuerwehrleute mit 50 Feuerwehrwagen und auch einigen Löschbooten waren rund sieben Stunden im Einsatz. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Das Militärfrachtschiff Jeremiah O'Brien aus dem Zweiten Weltkrieg, das am Pier 45 liegt, blieb unbeschädigt. Der sogenannte Liberty-Frachter war bei der Landung der Alliierten in der Normandie 1944 dabei. Die Brandursache war zunächst nicht bekannt. Die Fisherman's Wharf ist wegen zahlreicher Attraktionen, Restaurants und Läden bei Urlaubern wie Einheimischen beliebt.

Corona-Opfer auf Titelseite der New York Times genannt

Die "New York Times" hat auf ungewöhnliche Weise an die Opfer der Coronavirus-Pandemie erinnert. Auf der Titelseite ihrer Sonntagsausgabe druckte die Times die Namen von Hunderten Verstorbenen ab. Niemand von ihnen sei nur Teil einer Statistik, schrieb die Zeitung. Laut der Johns Hopkins Universität in Baltimore wurden in den Vereinigten Staaten bislang rund 1,6 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 97.000 Menschen starben an den Folgen.

Bewegung in Diskussion um Neubau der Städtischen Bühnen in Frankfurt

In die Diskussion um die Zukunft der Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main ist Bewegung gekommen. Laut Kulturdezernentin Hartwig soll der Neubau am heutigen Standort entstehen, dem Willy-Brandt-Platz. Dabei würden Teile der alten Theateranlage integriert, etwa das in Glas gefasste Kunstwerk "Wolkenfoyer" des ungarischen Künstlers Zoltan Kemény aus dem Jahr 1963. Architekten und Historiker hatten sich für den Erhalt ausgesprochen. Die Koalitionspartner im Frankfurter Stadtparlament waren sich bislang nicht darüber einig, wo der Neubau der Städtischen Bühnen entstehen soll. SPD und Grüne sprachen sich für den heutigen Theaterstandort aus, die CDU plädierte dagegen für ein Grundstück am Osthafen, außerhalb der Innenstadt.

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