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Fazit / Archiv | Beitrag vom 11.01.2012

dtv-Chef kündigt Einführung von Hardcover-Titeln an

Verlag reagiert auf Ankündigung, die Kriterien für die Spiegel-Bestsellerliste zu ändern

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Wolfgang Balk, Geschäftsführer des dtv-Verlag (picture-alliance / dpa / Marc Müller)
Wolfgang Balk, Geschäftsführer des dtv-Verlag (picture-alliance / dpa / Marc Müller)

Nach der Ankündigung des Branchenmagazins "buchreport", ab Sommer nur noch gebundene Bücher auf die Spiegel-Bestsellerliste aufzunehmen, stehen beim Münchner Verlag dtv die Zeichen auf Hardcover.

"Wir werden bei Titeln, bei denen wir vermuten, dass sie auf die Spiegel-Bestsellerliste kommen könnten, dann eben Hardcover anbieten", sagte Verlagsleiter Wolfgang Balk am Mittwochabend im Deutschlandradio Kultur. Leider würden die Bücher dann etwas teurer sein, "aber ich hoffe, das Publikum greift trotzdem zu, weil sie an den Themen, an den Autoren interessiert sind. Wir werden uns da schon etwas umstellen", so der dtv-Chef.

Balk bedauerte die für ihn "unverständliche", "nach rückwärts gerichtete" Entscheidung des "buchreport". Schon seit langem spiele die Art des Einbands eine immer geringere Rolle. Seinen eigenen Verlag sieht der dtv-Chef als Leidtragenden:

"Wir empfinden das tatsächlich ein bisschen gegen uns gerichtet. Wir haben eine neue Form des Paperbacks gewissermaßen erfunden mit dtv-premium und auf einmal sollen diese Bände nicht mehr auf der Bestsellerliste erscheinen. Ich verstehe das nicht."

Im letzten halben Jahr habe dtv mit Autoren wie Jussi Adler Olsen oder Rita Falk immer wieder die ersten Plätze auf der Belletristik-Hardcoverliste für sich beanspruchen können, betonte Balk.

Das vollständige Gespräch mit Wolfgang Balk können Sie bis zum 11. Juni 2012 als MP3-Audioin unserem Audio-On-Demand-Player nachhören.

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