Feature, vom 19.09.2020, 18:05 Uhr

Drogenbarone und Terroristen. Geldwäsche im LibanonDie Libanon Connection

Von Volkmar Kabisch, Jan Strozyk und Benedikt Strunz
(picture alliance / Geisler-Fotopress)
Der internationale Kokainhandel boomt. Aber wohin mit dem schmutzigen Geld? (picture alliance / Geisler-Fotopress)

Der internationale Kokainhandel boomt – und mit ihm die Notwendigkeit, Milliardengewinne aus den Drogengeschäften rund um den Globus zu bewegen. Und zwar ohne dass hiervon Geheimdienste und Drogenfahnder etwas bemerken. Drogenhändler weltweit setzen dabei gerne auf die Dienste libanesischer Geldwäschenetzwerke, die scheinbar mühelos innerhalb kürzester Zeit Millionensummen durch die ganze Welt schleusen. Wie gelingt ihnen das? Welche Rolle spielt Deutschland in diesem schmutzigen Geschäft? Das Feature spürt den Aktivitäten von Geldwäsche-Organisationen nach. Die Recherche führen nach Frankreich, in die Niederlande, nach Benin, Israel und in den Libanon. Im Gespräch mit Drogenfahndern, Geldwäschern und windigen Autohändlern zeichnen die Autoren nach, wie aus Kokaingeld augenscheinlich sauberes Geld wird. Und ob die Hisbollah tatsächlich hinter diesen kriminellen Machenschaften steckt und von ihnen profitiert.


Die Libanon Connection 
Von Volkmar Kabisch, Jan Strozyk und Benedikt Strunz
Regie: Giuseppe Maio
Mit: Sandra Borgmann, Stephan Schad, Hans Löw, Tilo Werner, Thomas Niehaus, Achim Buch
Ton: Christian Alpen und Sabine Kaufmann
Produktion: NDR für das ARD Radiofeature 2019
Länge: 52'38


Volkmar Kabisch, geboren 1984, arbeitet für den Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung. Er studierte Islamwissenschaft und Judaistik in Halle/Saale, Leipzig und Kairo. Ab 2004 arbeitete er als Reporter beim Mitteldeutschen Rundfunk und "Spiegel TV". Von 2013 an war Volkmar Kabisch als Autor bei "Panorama" und "Panorama 3" tätig. Kabisch produzierte zahlreiche Dokumentation über den IS, darunter "Leonora – Wie ein Vater seine Tochter an den IS verlor" (NDR 2019).

Jan Lukas Strozyk ist investigativer Autor und Rechercheur, mit dem Fokus auf Wirtschaftsberichterstattung, Geldwäsche und Korruption. Er studierte Islamwissenschaften und Amerikanistik in Mainz und Ankara. Heute arbeitet er für das Ressort Investigation des NDR. Er beteiligte sich u.a. an den Rechercheprojekten "Der Geheime Krieg" den "Luxemburg Leaks" und den "Panama Papers".

Benedikt Strunz, geboren 1980, arbeitet seit 2011 für den NDR, vor allem für den NDR Info Reporterpool und die NDR Investigation. Seine thematischen Schwerpunkte liegen in den Feldern Wirtschaftskriminalität und Organisierte Kriminalität. Für seine Recherchen zu den "Panama Papers" und den "Paradise Papers" wurde er zweimal mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnet.

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