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Kulturnachrichten

Freitag, 7. Dezember 2018

Literaturpreis Ruhr geht an Elke Heinemann

Schriftstellerin wurde für ihr Gesamtwerk geehrt

Die Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Elke Heinemann ist in Bochum mit dem diesjährigen Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet worden. Die Jury zeichnete Heinemann für ihr Gesamtwerk aus und würdigte sie als "eine beharrlich widerständige Autorin, die ebenso virtuos wie ironisch gesellschaftliche Klischees, die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche und vermeintliche Gewissheiten unserer Gegenwart seziert". Der Literaturpreis Ruhr ist mit 10.000 dotiert.

Lamar, Drake und Carlile für Grammys nominiert

Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks ebenfalls nominiert

Der Rapper Kendrick Lamar ist für acht Grammys nominiert. Für seinen Soundtrack "Black Panther" bekam er Nominierungen in den Kategorien Album, Song und Single des Jahres. Der kanadische Sänger Drake ist ebenfalls für diese drei wichtigsten Kategorien nominiert, insgesamt hat er Chancen auf sieben Grammys. Singer-Songwriterin Brandi Carlile wurde ebenfalls in den Kategorien Album, Song und Single des Jahres nominiert. Außerdem hat sie Chancen auf die Auszeichnung für die Beste American-Roots-Darbietung. Deutsche Gewinnaussichten bieten sich in der Kategorie Beste Chorvorstellung, hier wurde das Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks nominiert. Die Grammys werden am 10. Februar in Los Angeles verliehen.

Bürgerstiftung plant „Neue Oper Frankfurt"

Die Initiatoren denken an 50 Millionen Eigenkapital

Elf einflussreiche Frankfurter Bürger bieten der Stadt an, den Bau eines neuen Opernhauses voranzutreiben. Sie wollen dafür eine Stiftung gründen und 50 Millionen Euro als Eigenkapital beisteuern. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte über konkrete Pläne berichtet, wie die „Bürgerstiftung Neue Oper Frankfurt" als Bauherr tätig werden könnte. Demnach soll in der Frankfurter Tradition eine Bürgerstiftung unter Führung des ehemaligen Planungsdezernenten Martin Wentz sowie des ehemaligen hessischen Kunstministers Udo Corts für einen Opernneubau mit 1500 Plätzen an anderer Stelle als bisher gegründet werden. Eine „Stabsstelle Zukunft der Städtischen Bühnen" klärt derzeit, ob eine Sanierung der Bühnen-Doppelanlage am Willy-Brandt-Platz möglich wäre und wie viel sie kosten würde.

Filmredakteur und Produzent Werner Dütsch ist tot

Er galt als Förderer des Dokumentarfilms im öffentlich rechtlichen Fernsehen

Filmredakteur und Produzent Werner Dütsch ist tot. Er sei in der Nacht zum 5. Dezember überraschend verstorben, teilte heute der Leiter der Duisburger Filmwoche Werner Ruzicka mit. Dütsch galt als Verbündeter des Dokumentarfilm im öffentlich rechtlichen Fernsehen. Jahrzehntelang setzte er sich als Redakteur und Produzent in der Filmredaktion des Westdeutschen Rundfunks für Förderung und Herstellung von Dokumentarfilmen ein. Der 1939 geborene Dütsch arbeitete in Filmclubs, Filmtheatern und der Kinemathek in Berlin, bevor er zum WDR ging. Er war außerdem Dozent an der Kunsthochschule für Medien Köln und der Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe sowie Mitarbeiter der Duisburger Filmwoche.

Kremlbeamter verteidigt Jugendkultur

Seit Wochen wird Jugendkultur von Polizei drangsaliert

Seit Wochen haben Rapper, Hip-Hop-Musiker und andere Künstler Konzerte in Russland absagen oder verkürzen müssen. Die Behörden halten ihnen vor, angeblich Drogen und Suizid zu verherrlichen oder zu Extremismus aufzurufen. Jetzt hat sich der Kreml eingeschaltet und die Polizei zurechtgewiesen. "Wenn es mit Konzertverboten endet, ist das eine Dummheit", sagte der Vizechef des Präsidialamtes, Sergej Kirijenko. Man müsse mit der Jugendkultur arbeiten können, forderte der für Innenpolitik zuständige Kremlbeamte. Erst am Donnerstag hatte die Polizei erneut einen Auftritt des Gothic-Rap-Duos Ic3peak auf wenige Minuten begrenzt, wie das Internetportal Mediasona berichtete. Tags zuvor hatte die Staatsanwaltschaft in Petrosawodsk in Nordrussland einen Club gezwungen, den Auftritt des Rappers Gone.Fludd abzusagen. Der Kreml verfolge die Vorgänge aufmerksam, sagte auch der Sprecher von Präsident Wladimir Putin. Anders als Kirijenko bewertete Sprecher Dmitri Peskow das Vorgehen der Behörden aber nicht.

Winckelmann-Museum eröffnet neu

Verzögerung und Kostensteigerung beim Umbau

Das umgebaute Winckelmann-Museum in Stendal ist offiziell eröffnet. Johann Joachim Winckelmann war 1717 als Sohn eines Schusters in Stendal geboren worden. Er gilt als Begründer der klassischen Archäologie und der modernen Kunstgeschichte. Dieses Wissen möchte das modernisierte Haus nun allen zugänglich machen. Die Winckelmann-Gesellschaft wies darauf hin, dass in der neu gestalteten Ausstellung sowohl Winckelmann-Spezialisten, als auch Kinder bedacht würden. Der Todestag Winckelmanns jährte sich in diesem Jahr zum 250 mal. Doch Verzögerungen und Kostensteigerungen beim Umbau zogen Verschiebungen des Eröffnungstermins nach sich. Knapp 3,3 Millionen Euro hat der Umbau jetzt gekostet. Ab Sonntag ist das Museum für Besucher geöffnet.

Mannheimer Kunsthalle: Bericht zu NS-Raubkunst

Herkunft von etwa 2250 Kunstwerken untersucht

Die Kunsthalle Mannheim hat ihre Graphik-Sammlung auf unrechtmäßige Erwerbungen aus der NS-Zeit untersucht. Der vorgelegte Abschlussbericht umfasst 5.700 Seiten und dokumentiert die Herkunft von etwa 2.250 Kunstwerken. Demnach gibt es bei 25 Drucken Hinweise darauf, dass die Werke Eigentümern zwischen 1933 und 1945 unrechtmäßig entzogen oder unter Zwang abgekauft wurden. Alle ermittelten Fakten seien künftig über die Internetseite des Museums sowie über die bundesweite zentrale Meldestelle "Lost Art" abrufbar. Dort können sich frühere Eigentümer informieren, um ihre Ansprüche geltend zu machen. Die Kunsthalle untersucht seit 2011 systematisch ihre Bestände auf NS-Raubkunst. Die Provenienzforschungen zu 700 Gemälden und Skulpturen wurde 2015 abgeschlossen.

Komiker Kevin Hart sagt Oscar-Moderation ab

Grund: Als homophob empfundene Tweets

Der US-Komiker Kevin Hart hat seine Oscar-Moderation abgesagt, nachdem auf Tweets von ihm hingewiesen wurde, die als schwulenfeindlich empfunden werden. "Ich möchte keine Ablenkung in einer Nacht sein, die von so vielen großartigen, talentierten Künstlern gefeiert werden sollte", begründete Hart seine Entscheidung. Erst vor zwei Tagen war die Ausssicht auf seine Moderation gefeiert worden. Der Stand-up-Comedian ist aus Filmen wie "Jumanji: Willkommen im Dschungel" und "Central Intelligence" bekannt. Er hätte erstmals die Verleihung der wichtigsten Filmpreise der Welt moderiert. Der Job gilt als einer der begehrtesten und schwierigsten in der Filmbranche. Die Akademie muss nun in kürzester Zeit einen Ersatz finden. Die Oscars werden in der Nacht zum 25. Februar in Los Angeles verliehen.

Punkrock-Musiker Pete Shelley gestorben

Buzzcocks-Frontman wurde 63

Der Frontmann und Mitbegründer der britischen Punkband Buzzcocks, Pete Shelley, ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Das teilte sein Management nach britischen Medienberichten mit. Sowohl als Solist, als auch mit seiner Band habe seine Musik "Generationen von Musikern" in einer über fünf Jahrzehnte dauernden Karriere inspiriert. Einen der "einflussreichsten und profiliertesten Songschreiber Großbritanniens" betrauert seine Band per Twitter. Die Musiker sind vor allem für ihren Hit "Ever Fallen in Love (With Someone You Shouldn't've)" bekannt. Nach unbestätigten Informationen der Agentur PA starb der Engländer Shelley, der in Estland lebte, an einer Herzattacke.

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