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Dienstag, 19.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 20. Februar 2021

Drei-Stufen-Plan soll Großveranstaltungen ermöglichen

Mit einem Drei-Stufen-Plan sollen nach einem Vorschlag aus Wissenschaft, Sport und Kultur trotz Corona-Pandemie wieder Zuschauer bei Großveranstaltungen möglich werden. Das Papier, das am Montag vorgestellt werden soll, liegt der Deutschen Presse-Agentur bereits vor. Das Papier wird von 20 Wissenschaftlern sowie zahlreichen Verbänden und Veranstaltern getragen, darunter Deutscher Fußball-Bund und Deutscher Bühnenverein. Laut dem Vorschlag soll bei geschlossenen Räumen demnach für jeden Veranstaltungsort ein Hygiene-, Lüftungs- und Infektionsschutzkonzept erforderlich sein. Das Papier geht von einer Besetzung zwischen 25 und 30 Prozent Publikum aus.

Dresdner Kathedrale: Sanierungsarbeiten fertig

Das katholische Bistum Dresden-Meißen hat den Abschluss der knapp fünf Millionen Euro teuren Innensanierung der Dresdner Kathedrale am Samstag mit einer Vesper gefeiert. Die Sanierung des Innenraums der ehemaligen katholischen Hofkirche hatte im März 2020 begonnen. Im Zuge der Arbeiten wurden nach Bistumsangaben auch bessere Lichtverhältnisse für das mehr als neun Meter hohe Altargemälde von Anton Raphael Mengs (1728-1779) geschaffen. Es ist derzeit jedoch wegen der Fastenzeit noch bis Ostersonntag verhüllt. Von den Gesamtkosten übernimmt das Bistum Dresden-Meißen nach eigenen Angaben rund 900.000 Euro. Der Freistaat Sachsen trage als Eigentümer des Denkmals die gesamten Kosten für die Sanierung des Bauwerks und die Hälfte der Kosten für Beleuchtung und Akustik sowie für den Ausbau der Sakristei, hieß es.

Kubanische Musiker solidarisieren sich mit Dissidenten

Mit ihrem Lied "Patria o Vida" (Vaterland oder Leben) haben sich mehrere bekannte kubanische Musiker mit der Dissidentenbewegung San Isidro solidarisiert und damit den Zorn der kommunistischen Regierung auf sich gezogen. Die Musiker wollen mit dem Lied die Bewegung San Isidro aus Intellektuellen und Künstlern unterstützen, die sich seit 2018 gegen die strenge Kontrolle des kulturellen Lebens auf der sozialistischen Karibikinsel richtet. Auf der Videoplattform Youtube kommt der Song der Künstler Descemer Bueno, Yotuel Romero und dem Duo Gente de Zona auf mittlerweile über eine Million Aufrufe. Vor allem Gente de la Zona sind auch international bekannt und haben bereits mit Enrique Iglesias oder Jennifer Lopez zusammengearbeitet. Die kubanische Regierung verurteilte die Solidaritätsbekundung der populären Musiker.

Deutscher wird Direktor der Museen in Pompeji

Der deutsch-italienische Archäologe Gabriel Zuchtriegel wird Direktor des Archäologieparks im süditalienischen Pompeji. Das teilte Italiens Kulturminister, Dario Franceschini, am Samstag in Rom mit. Zuchtriegel war bislang Direktor des Archäologischen Nationalmuseums Paestum in Süditalien. An seiner zukünftigen Arbeitsstätte in Pompeji am Golf von Neapel sieht Zuchtriegel unter anderem den Denkmalschutz als wichtige Aufgabe. "Wir leben in einer Zeit mit zunehmendem Einfluss von Klimawandel und extremen Wetterverhältnissen auf unser archäologisches Erbe", sagte der aus Weingarten in Baden-Württemberg stammende Forscher der Deutschen Presse-Agentur. Die antike Stadt Pompeji liegt am Fuße des Vulkans Vesuv.

Jüdisches Leben in Deutschland seit 1.700 Jahren

Jüdisches Leben lässt sich auf deutschem Boden seit 1.700 Jahren nachweisen. Der älteste schriftliche Nachweis stammt aus dem Jahr 321 aus Köln. Damals erlaubte der römische Kaiser Konstantin seinem Statthalter in Colonia, auch Juden in den Rat zu berufen. Deshalb wird in diesem Jahr bundesweit gefeiert: Das Festjahr unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Sonntag in Köln offiziell eröffnet. Anlässlich des offiziellen Festakts beklagte Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz, dass 2020 wieder ein Anstieg bei den antisemitischen Straftaten zu verzeichnen gewesen sei. "Wir müssen auch 76 Jahre nach der Schoah mit ganzer Kraft für den Zusammenhalt und die Vielfalt in unserem Land eintreten und Antisemitismus und Rassismus entschlossen bekämpfen", so Widmann-Mauz. Jüdisches Leben müsse in Deutschland sicher und selbstverständlich sein.

Polizei leitet Ermittlungen gegen Marilyn Manson ein

Nach den von mehreren Frauen erhobenen Missbrauchsvorwürfen gegen den Sänger Marilyn Manson hat die Polizei von Los Angeles Ermittlungen eingeleitet. Die Untersuchung beziehe sich auf Vorwürfe der häuslichen Gewalt gegen Brian Warner, wie Manson mit bürgerlichem Namen heißt, sagte ein Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP. Gegenstand der Ermittlungen seien Vorfälle, die sich zwischen 2009 und 2011 ereignet hätten. Die US-Schauspielerin Evan Rachel Wood und mehrere weitere Frauen erheben schwere Missbrauchsvorwürfe gegen Manson. Dabei geht es um Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs bis hin zur Vergewaltigung. Auch beschuldigen die Frauen Manson der Manipulation, des erzwungenen Drogenkonsums und der körperlichen Gewalt. Manson weist die Anschuldigungen zurück. Seine Plattenfirma hatte sich wegen der Vorwürfe Anfang des Monats von dem Rocker getrennt.

Corona hat den Wortschatz extrem erweitert

Die Coronapandemie hat den deutschen Wortschatz binnen eines Jahres stark erweitert. Seit März 2020 habe das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache fast 1.230 neue und umgedeutete Corona-Wörter gesammelt, sagte die Sprachforscherin Maike Park, Mitarbeiterin im Projekt "Neuer Wortschatz". Das reiche von "Alltagsmaske" bis "Zoomparty". Alle Menschen quer durch die Gesellschaft seien betroffen, das motiviere den Sprachwandel. Das habe es in der Moderne in einem solchen Ausmaß in so kurzer Zeit noch nie gegeben. Als weitere Beispiele nannte sie "Distanzunterricht", "Covidiot", "Maskenmuffel" und "Einkaufswagenpflicht". Viele seien auch sehr bildhaft wie "Coronaschutzwall" oder "Knuffelheld."

Serbischer Musiker Djordje Balasevic gestorben

Der serbische Liedermacher und Balladensänger Djordje Balasevic ist tot. Wie das staatliche Fernsehen RTS berichtet, starb er im Alter von 67 Jahren im Klinikum seiner Geburtsstadt Novi Sad. Dort war er mit einer Corona-Infektion eingeliefert worden. Balasevic begann seine Karriere noch im ehemaligen Jugoslawien. Sein Eintreten gegen den Nationalismus und seine humanistischen Botschaften bewirkten, dass er über Serbien hinaus auch in den anderen jugoslawischen Nachfolgestaaten populär blieb. Musikalisch orientierte er sich am französischen Chanson. Unerbittlich war seine Gegnerschaft zum serbischen Autokraten und Kriegsherrn Slobodan Milosevic . Während dessen Herrschaft, die 2000 mit einem Umsturz endete, weigerte sich Balasevic, in Serbien aufzutreten.

Eilantrag zur Öffnung von Opernhäusern in Bayern

Musiker in Bayern bereiten einen Eilantrag zur Öffnung von Konzert- und Opernhäusern vor. "Die darstellenden Künste befinden sich seit März 2020 eigentlich durchgehend in irgendeiner Art Lockdown", kritisierte einer der Initiatoren, der Opernsänger Christian Gerhaher, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Das dürfe so nicht weitergehen. Gerhaher hat sich mit anderen Musikern zur Initiative "Aufstehen für die Kunst" zusammengeschlossen, die mit dem Eilantrag vor den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof ziehen will, wenn die Kultur bei erneuten Lockerungen übergangen werden sollte. Studien hätten gezeigt, dass bei Inzidenzwerten von 50 sogar eine komplette Öffnung von Opernhäusern und Konzertsälen mit vergleichsweise geringem Risiko möglich sei, sagte Gerhaher, der auch Professor an der Münchner Musikhochschule ist. Die Initiative wird auch von der Geigerin Anne-Sophie Mutter, dem Opernsänger und Regisseur Rolando Villazón sowie dem Dirigenten Kent Nagano unterstützt. Sollte der Einzelhandel nach Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz erneut öffnen dürfen, bevor dies auch für Kultureinrichtungen gelte, solle der Eilantrag eingereicht werden, sagte Gerhaher.

30 Milliarden Verlust für Kultur- und Kreativwirtschaft

Die anhaltende Corona-Pandemie könnte für Kultur- und Kreativwirtschaft einer Studie zufolge in diesem Jahr mehr als 30 Milliarden Euro an Umsatzverlust bedeuten. In einigen Bereichen werden bis zu 69 Prozent Minus erwartet, heißt es in der Analyse des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes. Dabei seien die Auswirkungen für darstellende Künste, Musikwirtschaft und Kunstmarkt dramatisch. Bei der Software- und Games-Industrie und dem Architekturmarkt weniger deutlich.

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