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Alte Musik | Beitrag vom 21.08.2019

Domenico Scarlattis Klaviersonaten für MandolineGezupft, aber nicht angerissen

Von Bettina Schmidt

Gemälde von Äpfeln, einer Mandolino und einer Schüssel (Imago / Leemage)
Die Mandoline als eleganter Blickfang in einem Gemälde von Cristofor Monari aus der Epoche des Mandolinen-Hypes (Imago / Leemage)

Die Sonaten von Domenico Scarlatti sind für Tasteninstrumente entstanden. Da im Barock die Mandoline in Mode kam, wurden die Werke von den Solisten entsprechend eingerichtet. Es braucht viel Fingerspitzengefühl für diese äußerst reizvollen Varianten.

Vor gut 300 Jahren komponierte Domenico Scarlatti über 550 Klaviersonaten. Er war zuständig für die musikalische Erziehung der portugiesischen Prinzessin Maria Barbara, für deren Unterricht er diese einsätzigen Werke schuf. Scarlatti zog nach der Heirat der Prinzessin mit ihr in die neue Heimat, nach Spanien, ins Schloss von Madrid.

Barocker Mandolinen-Hype

Um 1700 traten vermehrt Mandolinen-Solisten in Erscheinung, die durch ganz Europa reisten und Konzerte gaben. Antonio Vivaldi hat zum Beispiel für diese Zielgruppe Konzerte komponiert. Aber die Solisten haben für ihre Auftritte auch Stücke gewählt, die sie für sich einrichteten - zu dieser Zeit eine ganz gängige Praxis. Und so kamen auch die sehr abwechslungsreichen Werke von Domenico Scarlatti in den Fokus und erfuhren Bearbeitungen, in denen die Mandoline glänzen konnte. 

Domenico Scarlatti

Sonate d-Moll, K 77
Sonate G-Dur, K 91
Sonate d-Moll, K 89
Sonata g-Moll, K 88

Anna Schivazappa, Mandoline
Ensemble "Pizzicar Galante"

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