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Konzert / Archiv | Beitrag vom 27.03.2020

Dlf-Kultur-Spontankonzert mit Antje Weithaas und Eckart RungeBeethoven geht immer!

Moderation: Stefan Lang

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Antje Weithaas mit ihrem Instrument. (Giorgia Bertazzi)
Geigerin Antje Weithaas wird zu Gast sein. (Giorgia Bertazzi)

Wir haben die Geigerin Antje Weithaas und den Cellisten Eckart Runge in die Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem eingeladen. Sie musizieren ohne Gäste und ohne Gemeinde. Zu hören ist unter anderem Beethovens „Frühlingssonate“.

Die Jesus-Christus-Kirche ist ein legendärer Aufnahmeort. Hier haben Dirigenten wie Ferenc Fricsay und Herbert von Karajan Aufnahmen unternommen, die noch heute Gültigkeit besitzen und als Referenz gelten. Hierher haben wir ganz spontan zwei Musikprofis eingeladen: am Dienstag angefragt – am Freitag ab 20:03 Uhr live bei uns im Deutschlandfunk Kultur. 

Der Kirchenraum ist groß. Publikum wird es nicht geben, sondern nur Mikrophone. Wir können daher garantieren, dass der gebotene Abstand eingehalten werden kann.

Um eine mögliche Gefährdung aller Beteiligter auszuschließen, hat Deutschlandfunk Kultur auf eine besonders kleine Besetzung des Abends geachtet.

Antje Weithaas ist eine der wichtigsten Geigerinnen unserer Zeit. Seit sie vier Jahre alt ist, spielt sie Violine. Besonderes Merkmal ihrer Person und ihres Spieles: Natürlichkeit. Egal, ob sie Bach, Bruch oder Beethoven spielt – es geht ihr nicht um Außendarstellung, sondern immer um den Kern der Musik. Wie oft erscheint ihr Spiel, als sei die Musik in diesem Moment entstanden.

Nicht zu verwechseln mit Flüchtigkeit – wenn sich Antje Weithaas eines Stückes annimmt, dann hat sie sich intensiv damit beschäftigt. Und nur aus dieser Sicherheit heraus, auch technisch, nimmt sie die Leichtigkeit in ihrem Spiel. 

Porträt der Geigerin (Antje Weithaas / Marco Borggreve)Antje Weithaas begleiten die Werke Beethovens seit frühester Jugend. (Antje Weithaas / Marco Borggreve)

Die "Frühlingssonate" ist Beethovens fünfte seiner insgesamt zehn Violinsonaten. Sie stammt aus jener Zeit, in der Beethoven in Wien vor allem als Pianist wirkte und in den Adelshäusern ein- und ausging. Die Familien wetteiferten regelrecht um eine musikalische Stellung – und so komponierte Beethoven für sich und reisende Virtuosen, die in Wien Station machten.

Beethoven achtete dabei immer wieder auf eine ausbalancierte Verteilung der Rollen: Klavier- und Geigensolisten treten in einen gleichrangigen Dialog. Der Beiname stammt nicht von Beethoven, sondern hebt auf die optimistisch heitere Grundstimmung der Sonate zurück.

Live aus der Jesus-Christus-Kirche

Ludwig van Beethoven
Violinsonate F-Dur, op. 24 "Frühlingssonate"

Gespräch mit Antje Weithaas und Thomas Hoppe über ihre Erfahrungen in der Corona-Zeit:

Fritz Kreisler
"Liebesleid" und "Liebesfreud"

Antje Weithaas, Violine
Thomas Hoppe, Klavier

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