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Die besondere Aufnahme / Archiv | Beitrag vom 11.01.2020

Dlf-Kultur-Produktion: Kammermusik von Max Meyer-OlberslebenDer Bratsche zugewandt

Moderation: Stefan Lang, Gast: Oliver Triendl, Pianist

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Blick auf ein Notenpult über die Schulter eines Bratschers. (imago images / suedraumfoto)
Max Meyer-Olbersleben hat sich der Bratsche besonders gewidmet. (imago images / suedraumfoto)

Max Meyer, 1850 geboren im kleinen thüringischen Ort Olbersleben - den Geburtsort hat er seinem Namen faktisch angefügt - steht für die spätromantische Komponistengeneration um 1900. Einige seiner Werke wurden nun eingespielt.

Seine Musik gilt es zu entdecken: Max Meyer-Olbersleben, geboren 1850, war Pianist und Komponist, kam nach Weimar und studierte dort an der Weimarer Orchesterschule. Er übernahm dort eine Dozentenstelle für Klavier und Komposition und ging später an das Bayerische Staatskonservatorium in Würzburg, wo er 1927 starb.

Der Pianist Oliver Triendl hat sich, nachdem er auf eine hübsche Flötensonate des Komponisten gestoßen war, auf die Suche nach mehr begeben und ist fündig geworden. Eine zentrale Rolle nimmt im Werk von Meyer-Olbersleben die Bratsche ein, die in Würzburg gerade im Musikfokus stand.

Dunkler Sound für zutiefst romantische Musik

In der Stadt kam er mit Instrumentenbauern in Kontakt. Die entwickelten gerade die sogenannte "Ritter-Bratsche" entwickelt, auch die auch Richard Wagner in seinen Bann zog. Sie war deutlich größer als die normale Bratsche und deutlich dunkler im Klang. Trotz des Zuspruches Wagners konnte sich dieses Bratschenformat nicht durchsetzen.

Oliver Triendl war Initiator des Projektes. Im Mai 2019 wurden die folgenden Werke in der Jesus-Christus-Kirche Berlin für den Deutschlandfunk Kultur aufgenommen.

Porträt des Pianisten (Oliver Triendl / wildundleise)Oliver Triendl hatte Lust, die unbekannte romantische Musik mit Kollegen zu entdecken. (Oliver Triendl / wildundleise)
Max Meyer-Olbersleben

Trio E-Dur für Klavier, Violine und Violoncello op. 7
Elegische Sonate d-Moll für Klavier, Viola und Violoncello op. 113
Sonate für Viola und Klavier C-Dur op. 14

Nina Karmon, Violine
Roland Glassl, Viola
Benedict Kloeckner, Violoncello
Oliver Triendl, Klavier

Es folgt Musik von Karl Weigl. Er wurde 1881 in Wien geboren und stammt aus einer jüdischen Familie. Daher musste er 1938 in die Staaten emigrieren und ging nach New York. Kurz bevor er in die Staaten wechselte, schrieb er seine 4. Sinfonie.

Cover der CD, die in Kopoduktion mit Deutschlandfunk Kultur entstanden ist. (deutschlandradio / Cornelia de Reese)Zweite von drei CDs mit den gesamten Sinfonien von Karl Weigl (deutschlandradio / Cornelia de Reese)

Deutschlandfunk Kultur befindet sich mitten im Projekt, alle sechs Sinfonien des Komponisten mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz aufzuzeichnen.

Karl Weigl
Sinfonie Nr. 4

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz
Leitung: Jürgen Bruns

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