Sendung: Das Feature

Tenharim, Indigene, Jagd, Amazonas (Deutschlandradio/Thomas Fischermann)

Madarejúwa Tenharim, ein junger Indianerkrieger aus dem brasilianischen Amazonasgebiet, steht vor der Entscheidung seines Lebens. Soll er weiter der jahrtausendealten Tradition seines Volkes folgen, also nomadisch im Wald nach Tieren jagen, Nüsse und Früchte sammeln? Oder ist es besser, in die Stadt zu ziehen, eine Schulausbildung abzuschließen, einen Job zu ergreifen und in die Welt der Weißen einzutreten?

Kamel Daoudi sitzt vor dem Hotel, in dem er wohnt und wo sein Hausarrest gilt. (Deutschlandradio / Lea Fauth)

Kamel Daoudi steht seit fast 11 Jahren in Frankreich unter Hausarrest. Der 43-Jährige gilt als islamistischer Gefährder, die französische Staatsbürgerschaft wurde ihm entzogen. Er darf aber nach EU-Recht nicht in sein Geburtsland Algerien abgeschoben werden. Daoudi ist zur Untätigkeit verdammt. Niemand weiß, wie gefährlich er wirklich ist.

Protokoll einer letzten Reise Die Hände eines alten Menschen im Krankenhausbett werden von einer jüngeren Person gehalten. (dpa / picture alliance / Sami Belloumi)

Sterben nach Plan

Von Stefanie Müller-Frank

Sie wollen gemeinsam sterben. Sie sind alt, aber nicht todkrank. Sie kennen den genauen Ablauf der Sterbebegleitung - nur ein wichtiger Protagonist fehlt noch: jemand, der nach dem Tod ihre Leichen identifiziert. Weil Tochter und Pfarrer zögern, Freunde und Nachbarn nichts davon wissen sollen, fragen sie eine Fremde: die Autorin.

Mensch und Natur - Das FeatureSonnenbadende am Eisbach des Englischen Gartens in München, aufgenommen am 08.06.2014 (picture alliance / dpa / Felix Hörhager)

Von der Wildnis in der Stadt

Von Thomas Palzer

In Deutschland gibt es kaum noch Flecken, die wirklich natürlich sind. Alles ist längst von Menschenhand umgewandelt, anverwandelt, umgestaltet. Eine Suche nach der Natur, wo wir sie am wenigsten suchen: in der Stadt.

Das Feature, 24.12.2018

Vorschau

Rautenstrauch-Joest-Museum, gro§e Schreckfigur, Nicobaren,Inv.Nr.: 23331, 295mmx640mmx150 Feature Fr, 25.01.2019 - 20.10-21.00 Uhr Expeditionen (4/4) "Der Wilde schlägt zurück!" Julius Lips, Pionier der Völkerkunde Von Berit Hempel Regie: Matthias Kapohl Produktion: Dlf 2019 (© Rheinisches Bildarchiv Köln, Wolfgang F. Meier)

Julius Lips, Pionier der Völkerkunde "Der Wilde schlägt zurück!"

Köln 1931. Zum 25jährigen Bestehen des ethnologischen Rautenstrauch-Joest-Museums plant Direktor Julius Lips eine ganz besondere Ausstellung: "Der Weiße im Spiegel der Farbigen". Ein kühnes Projekt, das zum Scheitern verurteilt ist.

Das Feature25.01.2019, 20:10 Uhr
Eine Sicherheitskraft vor einem Flüchtlingsheim (picture alliance/dpa/Marijan Murat)

WachdiensteViel Druck für wenig Geld

Mehr als 250.000 Beschäftigte zählt die Sicherheitsbranche mittlerweile in Deutschland. Seit den Übergriffen des Wachpersonals auf Flüchtlinge in einem Aufnahmelager in Burbach gelten Wachmänner oft als Rechtsradikale in Uniform. Dabei gibt es kaum eine Sparte, in der mehr Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten.

Das Feature29.01.2019, 19:15 Uhr
Ein Portrait des Schriftsteller Paul Nizon. (Deutschlandradio/Burkhard Reinartz)

Das Universum des Paul NizonDie Stadt, der Sex, das Schreiben

Elias Canetti war sein Trauzeuge, Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt zählten zu seinen Freunde. "Le Monde" nennt den 1929 in Bern geborenen und seit über vierzig Jahren in Paris lebenden Schriftsteller Paul Nizon „den zur Zeit größten Magier der deutschen Sprache".

Das Feature01.02.2019, 20:10 Uhr
Ein Imam in der Sehitlik-Moschee am Columbiadamm in Berlin. (picture alliance / dpa / Rainer Jensen)

Muslimische Roma in DüsseldorfDie Moschee am Bahndamm

Seit 17 Jahren kommen sie hier zum Freitagsgebet zusammen - in einem Konfirmandensaal, den sie mit Koransuren und blauen Kacheln geschmückt haben. Iman Ajdini, ein junger Theologe aus dem mazedonischen Skopje, predigt in Romanes, der Muttersprache der Gemeindemitglieder. Die meisten sind in den 60er-Jahren als Gastarbeiter gekommen, Jugoslawen, wie es damals hieß.

Das Feature05.02.2019, 19:15 Uhr
Der ukrainische Kinoregisseur Oleg Senzow wurde von einem russischen Gericht zu 20 Jahren Haft verurteilt; die Aufnahme zeigt ihn bei einer gerichtlichen Anhörung im Dezember 2014 in Moskau in einem Käfig. (picture alliance / dpa)

Der Fall Senzow und die Annexion der Krim"Oleg Transport"

Als Russland im Februar 2014 die Krim besetzt, sitzen Tausende ukrainische Soldaten fest. Der Regisseur Oleg Senzow hilft, sie zu versorgen und organisiert ihre Ausreise. Im Mai 2014 wird er nach Russland verschleppt, zum russischen Staatsbürger erklärt und zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt.

Das Feature12.02.2019, 19:15 Uhr