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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 31.01.2014

Diskussion1914: Versagen der Diplomatie

Der Erste Weltkrieg in der jüngeren Geschichtsschreibung

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Französische Infanterie auf dem Schlachtfeld von Verdun im 1. Weltkrieg (1914-1918). (picture alliance / AFP)
Französische Infanterie auf dem Schlachtfeld von Verdun im Ersten Weltkrieg (picture alliance / AFP)

Er gilt als die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts", doch die Wahrnehmung des Ersten Weltkriegs war zumindest in Deutschland lange überlagert von der Auseinandersetzung mit NS-Zeit und Zweitem Weltkrieg. Zum 100. Jahrestag seines Ausbruchs wird die Frage nach den Ursachen für den bis dahin verlustreichsten Krieg der Menschheitsgeschichte wieder aufgerollt – und dabei auch die Rolle Deutschlands.

Wollte das Wilhelminische Kaiserreich diesen Krieg, gab es eine deutsche Kriegsschuld? Oder hatte sich Berlin nur in eine unglückliche diplomatische Lage manövriert? Kam es im Frühjahr und Sommer 1914 zu einem allgemeinen Versagen der europäischen Diplomatie? Unterschätzten die Politiker die bündnistechnischen Automatismen und militärisch-organisatorischen Sachzwänge? Hatte sich nach einer ungewöhnlich langen Friedenszeit in Europa so viel Konfliktpotenzial angehäuft, dass es früher oder später ohnehin zum großen Showdown gekommen wäre?

Diskussionsteilnehmer der Veranstaltung "1914 - Versagen der Diplomatie": Herfried Münkler, Michael Thumann, Pascale Hugues, Andreas Wirsching und Peter Lange (Bundesstiftung Aufarbeitung / Maehlert)Diskussionsteilnehmer der Veranstaltung "1914 - Versagen der Diplomatie": Herfried Münkler, Michael Thumann, Pascale Hugues, Andreas Wirsching und Peter Lange (Bundesstiftung Aufarbeitung / Maehlert)

Darüber diskutierten am 28. Januar im Europasaal des Auswärtigen Amts in Berlin:

Pascale Hugues, Publizistin
Prof. Dr. Herfried Münkler, Humboldt-Universität zu Berlin
Michael Thumann, DIE ZEIT
Prof. Dr. Andreas Wirsching, Institut für Zeitgeschichte, München           

Moderation: Peter Lange

 

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