Diskurs 

Feindselige Gesellschaft?Drei Geschichten über Wege aus dem Hass

Illustration einer Gruppe von Menschen, die zusammen ein großes Megafon hält (imago images / Ikon Images / Mitch Blunt)

Beleidigungen und Morddrohungen sind Alltag für Journalist Hasnain Kazim, die Ex-Bürgermeisterin Silvia Kugelmann und Aktivist Jakob Springfeld. Sie sagen, wieso Solidarität wichtig ist, Ironie manchmal hilft und Hass auch Positives bewirken kann.

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Das Erbe PreußensWas von Glanz und Gloria übrig bleibt

Das Brandenburger Tor in Berlin mit der Quadriga. Der Bau wurde von dem preußischen König Friedrich Wilhelm II. in Auftrag gegeben. (Getty Images / Universal Images / Eye Ubiquitous)

Staatlicher Kulturbesitz wird infrage gestellt. Das Humboldt-Forum ist im Stadtschlossnachbau in Berlins Mitte eröffnet worden. Doch die Frage ist offen, wem das koloniale Erbe des ehemaligen Preußens gehört und wie mit ihm zu verfahren ist.

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Gemeinsames Erbe Der literarische Blick nach Osten

Auf einer staubigen Landstraße fährt ein Junge mit einem Fahrrad. Im Hintergrund ist ein Dorf zu sehen. (Imago Images / Peter Widmann)

Auffallend viele Schriftsteller und Schriftstellerinnen der Gegenwart beschäftigen sich mit dem östlichen Europa. Ihre Texte spielen oft in multiethnische Regionen mit deutschsprachigen Bevölkerungsanteilen.

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Deutschlands Rolle in der EUBerlin unter Leistungsdruck in Europa

Das Rotlicht einer Fernsehkamera liegt auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die vor einer Deutschland- und einer EU-Flagge zu sehen ist. (dpa / AP POOL / Markus Schreiber)

An Deutschland als EU-Schwergewicht und als Land mit derzeitiger Ratspräsidentschaft gibt es hohe Erwartungen: Corona, Neubelebung der transatlantischen Beziehungen, Klimapolitik, Brexit, EU-Haushalt, Konflikte innerhalb der Union. Kann Berlin liefern?

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Von Luther bis TwitterWas bedeutet Freiheit heute?

Titelholzschnitt von Martin Luther: 'Von der Freyhayt Aines Christenmenschen', Freiheitstraktat mit der These der Freiheit und gleichzeitigen Knechtschaft der Christen, Wittenberg, 1520. (picture alliance / akg)

Vor 500 Jahren erschien Martin Luthers Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“. Dass Gottes Gnade Freiheit verleiht, war damals revolutionär. Dennoch war der Reformator kein moderner Mensch. Er wurzelte tief im Denken seiner Zeit.

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MaskenkulturTheater und Oper in Zeiten der Pandemie

"Wash your hands. Love each other" steht als Schriftzug an einem Theatereingang. (unsplash / Joshua Reddekopp)

Das Publikum trägt Mund- und Nasenschutz und sitzt weit auseinander, um Abstand zu wahren. Doch welche Folgen haben die Corona-Regeln für all diejenigen, die auf den Bühnen stehen? Wie ist ihre Arbeit unter den aktuellen Bedingungen möglich?

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Kolonialismus als "Shared History"Was sind die nächsten Schritte?

Statue des belgischen Königs Leopold II. in Brüssel, die im Zuge einer Black-Lives Matter-Demonstration im Juni besprüht wurde. (imago images/Le Pictorium/Nicolas Landemard)

Auch im postkolonialen Zeitalter macht sich die Geschichte des Kolonialismus in Form von Unterdrückung und Rassismus bemerkbar. Wie kann eine Annäherung an diese Geschichte erfolgreich sein? Darüber diskutierte ein digitales Podium.

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Visuelle Netzbotschaften Die Macht der Bilder

Model Petite Meller während der Mailander Fashion-Week 2019.  (picture alliance / Pacific Press)

Sie sind aus den sozialen Medien nicht mehr wegzudenken und haben eigene Regeln: Fotos, GIFs und Memes. Ein Gespräch über ihren Einfluss in der Mode und der digitalen Welt – und ihr gefährliches Eigenleben.

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Debatte um RassismusDer lange Schatten des Kolonialismus

Die Wissmanntruppe 1889 in Ostafrika, links sitzend Hermann Wissmann, deutscher Afrikaforscher und Reichskommissar für Deutsch-Ostafrika. (Getty Images / Ullstein Bild)

Deutschland hat ein Rassismusproblem, das prangerte ein UN-Bericht schon 2017 an. Bis heute gehören Anfeindungen zum Alltag von Migrantinnen und Migranten. Wie stark hat die Abwehr des "Fremden" mit der deutschen Kolonialgeschichte zu tun?

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Sicherheit im MuseumTaschenkontrolle ja, bewaffnete Aufseher nein

Ein Besucher betrachtet ein Einschussloch in einer Museumsvitrine. (Picture Alliance / AA / Amine Landoulsi)

Wie können Museen ihre Schätze möglichst barrierefrei zeigen und zugleich vor Diebstahl schützen? Angesichts spektakulärer Einbrüche im Dresdner Grünen Gewölbe und im Berliner Bode Museum setzte der Deutsche Museumsbund das Thema auf die Tagesordnung.

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Vom Papyrus zum Computer"Mit jedem Greis stirbt eine Bibliothek"

Zwei ältere Menschen sitzen auf einer Bank bei einer Aussichtsplattform und schauen auf die Berge. (Unsplash / Matthew Bennett)

In welcher Weise beeinflusst der digitale Wandel das kulturelle Gedächtnis? Darüber diskutierten beim Forum 21. Poesiefestival die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und die Medienwissenschaftlerin Mercedes Bunz.

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Über eine ausufernde DebatteMbembe und kein Ende

Menschengruppen stehen sich getrennt auf Zahnrädern gegenüber.  (imago images / Ikon Images / John Holcroft)

Seit zwei Monaten läuft eine Debatte, die mit Antisemitismus-Vorwürfen gegen den afrikanischen Philosophen Achilles Mbembe begann und seitdem immer mehr ausufert. Worum geht es? Und was folgt daraus für die deutsche Erinnerungskultur?

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„chrismon“-Chefredakteurin zu CoronaPandemie kann auch "Kollateral-Nutzen" bringen

Portrait von Ursula Ott (picture alliance / Frank May)

Wenn uns die Krise lehrt, "dass wir alle miteinander verbunden sind", könnte sich daraus auch Positives entwickeln, glaubt die Journalistin Ursula Ott. Themen wie Rechtsextremismus, Hunger und Flüchtlinge dürfe die Pandemie aber nicht verdrängen.

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Debatte über LockerungenKippt die Stimmung?

"Ich bin dagegen" steht auf der Schutzmaske einer Frau geschrieben, die an der dritten Demonstration der "Querdenken"-Initiative auf dem Stuttgarter Schlossplatz teilnimmt (picture alliance/dpa/Christoph Schmidt)

Früher war mehr politische Einigkeit bei den Coronamaßnahmen, das zeigen Bund und Länder derzeit deutlich. Und in der öffentlichen Diskussion über die Einschränkungen für Wirtschaft und Gesellschaft wird der Ton rauer. Bröckelt der Konsens?

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Corona und ZusammengehörigkeitWir-Gefühl mit Dellen und Brüchen

Die Publizistin und Philosophin Carolin Emcke blickt am 21.10.2016 während einer Pressekonferenz auf der Buchmesse in Frankfurt am Main (Hessen) in die Runde. Am 23.10.2016 wird sie in der Frankfurter Paulskirche mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. (picture alliance/dpa - Arne Dedert)

In der Coronakrise wird die Solidarität beschworen, wir rücken enger zusammen. Gibt es nach der Pandemie sogar endlich ein "globales Wir"? Die Philosophin Carolin Emcke ist skeptisch.

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Philosoph Norman SierokaEin Gespräch über die Zeit in Zeiten von Corona

Blauer Sand rieselt durch die Finger ausgestreckter Hände. (Unsplash / Ben White)

Zeit ist Geld. Keine Zeit verschwenden. Die Zeit verrinnt. Wir reden über Zeit, als sei sie eine Substanz, kritisiert der Philosoph Norman Sieroka. Doch durch die Coronakrise hat sich für viele die Zeitwahrnehmung verändert. Zum Besseren?

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Gesellschaftliche Debatte"Entkolonisiert Euch!"

Zwei Hände greifen ineinander und scheinen sich so gegenseitig zu helfen. (Getty Images / iStockphoto)

In Deutschland ist eine "zweite Dekolonisierung" im Gange. Dabei geht es nicht nur um die historische Verantwortung für den Völkermord an den Herero und Nama oder die Rückgabe afrikanischer Kulturgüter, sondern um eine Dekolonisierung des Denkens.

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Atomwaffen in DeutschlandLeben mit der Bombe

Agnieszka Brugger (Grüne) und Roderich Kiesewetter (CDU). (Marc Darchinger)

Seit sechs Jahrzehnten lagern US-amerikanische Atombomben in Deutschland. Im Kalten Krieg waren es tausende, heute sind es knapp zwei Dutzend. Sie schützen uns im Rahmen der Nato, sagen die einen. Sie machen uns zum Angriffsziel, sagen die anderen.

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Feindselige Gesellschaft?Drei Geschichten über Wege aus dem Hass

Illustration einer Gruppe von Menschen, die zusammen ein großes Megafon hält (imago images / Ikon Images / Mitch Blunt)

Beleidigungen und Morddrohungen sind Alltag für Journalist Hasnain Kazim, Bürgermeisterin Silvia Kugelmann und Schüleraktivist Jakob Springfeld. Sie sagen, wieso Solidarität wichtig ist, Ironie manchmal hilft und Hass auch Positives bewirken kann.

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Bremer Literaturpreis 2020 Zwei ausgezeichnete Romane

Barbara Honigmann posiert in ihrer Wohnung in Straßburg anlälich ihres 70. Geburtstags 2019.  (picture alliance / dpa / Violetta Heise)

Der Bremer Literaturpreis ging an Barbara Honigmann, der Förderpreis an Tonio Schachinger. Am Vorabend der Verleihung stellten die Preisträger ihre Romane vor und diskutierten mit dem Juryvorsitzenden Lothar Müller.

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50 Jahre nach BiafraHumanitäre Hilfe auf dem Prüfstand

Veranstaltung "Humanitäre Hilfe 50 Jahre nach Biafra" im Auswärtigen Amt in Berlin (Caritas International / Philipp Spalek)

Vor 50 Jahren endete der sogenannte Biafra-Krieg in Nigeria. Der damalige Konflikt löste eine der größten humanitären Hilfsaktionen nachdem 2. Weltkrieg aus. Wie sieht Entwicklungszusammenarbeit heute aus? Welche Hilfe macht Sinn?

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„Screenshots“ von Paul FroshDigitale Wiedergänger der Fotografie

Die berühmtesten Tweets von US-Präsident Trump befinden sich am 16.06.2017 in New York in der "The Donald J. Trump Presidential Twitter Library" hinter Glas und im Goldrahmen. (AFP / Getty Images /  Drew Angerer)

Von der Reiseplanung bis zum Trump-Tweet: Screenshots dienen der Dokumentation. Der Kulturtheoretiker Paul Frosh erkennt darin nicht nur ein Gegenmittel zur digitalen Verflüssigung, sondern auch eine Wiederauferstehung der analogen Fotografie.

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1933 und das Erstarken der AfDWas lehrt uns die Weimarer Republik?

Reichspräsident von Hindenburg und Adolf Hitler, winkend in einem Auto bei einer Jugendkundgebung im Lustgarten in Berlin. Postkarte aus der Weimarer Republik. (picture alliance/arkivi)

Wie die Nazis zu Zeiten der Weimarer Republik an die Macht gekommen sind und wie Rechtspopulisten sich heute stark machen, diese historische Parallele wird derzeit oft bemüht. Was ist dran an dem Vergleich?

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