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Tonart | Beitrag vom 14.02.2019

Dirk von Lowtzow über sein Buch "Aus dem Dachsbau"Tocotronic in Buchform

Dirk von Lowtzow im Gespräch Martin Böttcher

Tocotronic spielte am 16.04.2018 in der ausverkauften Berliner Columbiahalle., Berlin Berlin Deutschland Columbiahalle *** Tocotronic played on 16 04 2018 in the sold out Berlin Columbiahalle Berlin Berlin Germany Columbiahalle (imago stock&people / Carsten Thesing)
Schreibt in seinem literarischen Debüt in Abc-Form über sich selbst: Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow. (imago stock&people / Carsten Thesing)

Nach dem letzten Album hat Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow ein Abc über sich selbst in Buchform verfasst: "Aus dem Dachsbau" ist sehr persönlich geworden, besonders wo es ins Phantastische abgleitet.

Den Anstoß für sein erstes Buch "Aus dem Dachsbau" war das letzte Tocotronic-Album "Die Unendlichkeit", das eine Art Autobiografie war. Dirk von Lowtzow konnte nicht mehr aufhören zu schreiben und hat weitergemacht – eigentlich nur für sich:

"Es war so eine Art Erkundung für mich, um mir über ein paar Sachen klarzuwerden."

Tocotronic-Fans können Bezüge herstellen, zum Beispiel zum sehr persönlichen Stück "Unwiederbringlich". Diese Erinnerung an seinen verstorbenen Jugendfreund und Tourmanager Alexander hat von Lowtzow am meisten zum Schreiben des Buches angeregt.

Vorliebe fürs Phantastische

Der Vorteil an seinem Buch "Aus dem Dachsbau" ist für ihn, dass er viel tiefer gehen kann als in ein paar Lied-Strophen. Dabei schweift er gerne ins Phantastische, weil er sich selbst manchmal in Schwebezuständen befinde: "Hysterie ist mir nicht ganz fremd, oder auch das Gefühl von Isolation oder Einsamkeit."

Buchstabensalat im Kopf

Ein weiteres Buch also von einem weiteren Musiker? Das Buch selbst sei ihm, wie so vieles, einfach so passiert:

"Mir ging es eigentlich primär darum, diesen ganzen Buchstabensalat, den man im Kopf hat, mal durchzuschütteln und auf Papier zu bringen. Das war irgendwie enorm erleichternd."

Ob seine Leser jetzt Tocotronic-Fans sind oder nicht, spiele für ihn keine Rolle. Obwohl er selbst gerne Romane liest, war für ihn die skizzenhafte Form eines Abcs reizvoll:

"Wenn man das erste Mal ein Buch schreibt, ist man ein bisschen wie ein Abc-Schütze."

Dabei ging es ihm ähnlich wie beim Songtexte schreiben: manchmal dauert es ewig, ein andermal flutscht es einfach.

(CB)

Dirk von Lowtzow: "Aus dem Dachsbau"
Kiepenheuer & Witsch, Köln 2019
180 Seiten, 20 Euro

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