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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 15.01.2020

Dirk Neubauer aus Augustusburg in SachsenEin Bürgermeister kämpft gegen die Agonie der Bürger

Von Alexandra Gerlach

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Dirk Neubauer, Bürgermeister der sächsischen Kleinstadt Augustusburg (SPD) ist vor einer roten Studiowand zu sehen. Er trägt ein weißes Hemd und hat einen Bart.  (imago images / Müller-Stauffenberg)
Dirk Neubauer, Bürgermeister der sächsischen Kleinstadt Augustusburg: Der SPD-Politiker wirbt für mehr Gemeinsamkeit. (imago images / Müller-Stauffenberg)

Dirk Neubauer ist Bürgermeister der Kleinstadt Augustusburg nahe Chemnitz. "Wir haben verlernt, wie Gesellschaft geht", sagt er – "nicht nur im Osten Deutschlands". Oft erklärt er, warum er die Demokratie in Gefahr sieht und was er – mit Erfolg – für sie tut.

Seit 2013 steht der gebürtige Hallenser und Familienvater Dirk Neubauer als Bürgermeister an der Spitze der 4500-Einwohner-Stadt Augustusburg im Erzgebirge.

Augustusburg strahlt gediegenen Wohlstand aus und liegt zu Füßen des imposanten Jagdschlosses, in dem sich unter anderem ein sehenswertes Motorrad-Museum, befindet. Doch Augustusburg krankt wie viele Städte an schlechter Verkehrsanbindung, hohem Durchschnittsalter der Bevölkerung und knappen Finanzen. Viele Bürger hätten resigniert, sagt Neubauer. Und knapp jeder Dritte habe bei den letzten Wahlen aus Protest AfD gewählt.

Seit sechs Jahren versucht Neubauer die Agonie in der Bürgerschaft zu durchbrechen. Er, der zum Mauerfall gerade 18 Jahre alt war, will die Bürger wieder für mehr Gemeinsamkeit gewinnen. Seine Ideen zeitigen Erfolg.

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